Rapid bin ich

„Rapid bin ich…“ sind einerseits die ersten Worte der Alten Hymne, die uns durch Alfred Körner bekannt gemacht wurde, anderseits hat eine Initiative sich nach diesem Text benannt. Erstmals aktiv wurde die Gruppierung 2013, als es um die Entscheidung zum Stadionneubau ging. Ein eingetragener Fanklub ist „RAPID BIN ICH“ aber nicht.

Das folgende Bild ziert die Titelseite des Facebook-Auftritts der Initiative:

Der letzte Beitrag der Initiative ist eine offene Stellungnahme zur aktuellen Vereinssituation – wie man im Facebook-Beitrag schreibt. Und weil nicht alle unsere Leser auch in Facebook angemeldet sind, erlaube ich mir, diesen interessanten Text hier weiterzugeben:

Wege zum Neustart

Liebe Rapid-Mitglieder,

auch für uns kam die Entwicklung der letzten Wochen etwas überraschend, aber wir sehen dadurch eine Chance für einen Neustart in bessere Zeiten in denen unser Verein wieder geeint seine Ziele verfolgt.

Aus unserer Sicht gibt es dafür folgende Aufgaben, welche das neue Präsidium umsetzen muss (den Text haben wir teilweise von einem ASB-User mit dessen Zustimmung übernommen):

Professionalisierung der Strukturen

Dies muss auf Basis eines permanenten Soll / Ist Vergleichs geschehen, sowohl im Sport als auch in der Wirtschaft. Dies ist Voraussetzung für einen Neustart.

Frisches Blut statt Machterhalt

Alle Bereiche müssen von neuen, unabhängigen Personen durchleuchtet werden, um neue Perspektiven zu eröffnen. Es geht uns nicht um Schuldzuweisungen, sondern um den Blick in die Zukunft. Eine ehrliche Bewertung ist nur Personen zuzutrauen, die nicht ihre eigenen Pfründe verteidigen müssen oder wollen.

Satzungskonvent

Eines der vielen nicht eingehalten Versprechen der Liste Leitbild.

Die Satzung muss unter möglichst breiter Einbindung aller aktiven Mitglieder den aktuellen Umständen angepasst werden. Dies beginnt bei den Aufgaben des Wahlkomitees und endet bei der Verankerung eines ernst zu nehmenden Beirates in der Satzung. Der Satzungskonvent sollte diese neue Satzung auch nicht einfach den Mitgliedern bei einer HV zur Abstimmung vorlegen, sondern der Entwurf sollte Monate vorab zur Begutachtung durch die Mitglieder zur Verfügung gestellt werden, um etwaige Verbesserungsvorschläge einarbeiten zu können.

Transparenz durch einen standardisierten Geschäftsbericht

Unsere Geschäftsberichte lassen sich leider kaum vergleichen, da sie immer wieder unterschiedlich dargestellt werden. Dies unterminiert das Vertrauen in die Vereinsführung. Die Ausrede, dass man der Konkurrenz keine Informationen geben will, ist lächerlich, da sich praktisch jeder, ebenso wie wir es getan haben, den Jahresabschluss aus dem Firmenbuch besorgen kann. Ein transparenter Geschäftsbericht würde das Vertrauen erhöhen und ein Miteinander fördern.

Aktive Einbindung der Mitglieder

Dieser Bereich hat viele unterschiedliche Aspekte. Ein Punkt ist z.B. die leider niemals umgesetzte „Ideenwerkstatt“, weiters erwarten wir einen ehrlichen und respektvollen Umgang mit den Mitgliedern auf der HV / MV und keine pampigen Antworten auf kritische Fragen oder gar Versuche den Fragesteller der Lächerlichkeit preiszugeben.

Es muss Platz geben für alle Mitglieder der Rapid-Familie, für die aktiven Fangruppen genauso wie für kritische Mitglieder oder Mitglieder-Initiativen. Durch einen ehrlichen und konstruktiven Dialog entsteht ein klarer Mehrwert für den Verein, auch wenn dieser Dialog teilweise kritisch sein muss.

Wie soll der Weg zu einem neuen Präsidium aussehen?

Wir brauchen einen wirklich fairen Wettbewerb der unterschiedlichen Listen, das Wahlkomitee sollte dafür Regeln aufstellen und darauf achten, dass gegenseitige An- und Untergriffe ausbleiben. Falls jemand gegen diese Fairnessregeln verstößt, dann sollte dies durch das Wahlkomitee aufgezeigt werden, dadurch würde eine hohe Hemmschwelle erzeugt. Auch sollten sich die Mitbewerber gegenseitig gegen falsche Anschuldigungen in Schutz nehmen, um zu zeigen, dass alle einen fairen Wettbewerb der Konzepte wollen.

Die verschiedenen Präsidiumslisten sollen sich selbst und vor allem ihre Konzepte den Mitgliedern bereits vor der Hauptversammlung präsentieren dürfen, damit man sich in Ruhe ein Bild machen kann.

Wir erachten das Antreten verschiedener Listen als Ausdruck eines demokratischen Prozesses, nicht als Übel.

Die Vorgangsweise des Wahlkomitees, mit welcher vor der letzten Wahl versucht wurde, nur eine Liste für die Wahl zu bilden, hat die Motivation von diversen Gruppen erst erhöht eigene Liste aufzustellen, um dadurch vielleicht ein oder zwei Personen in das fusionierte Präsidiumsteam zu bringen. Eine Fusion erhöht aber nicht zwangsläufig die Qualität des Teams, sondern birgt sogar im Gegenteil das Risiko von internen Differenzen und kann damit dem Verein massiv schaden.

Es lebe der Mitgliederverein. Hoch Rapid!

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