Stadioneröffnung-Generalprobe

Wanderer, kommst Du nach Hütteldorf…

…dann wirst Du etwa so begrüßt: „Servas im Weststadion“ steht auf einer Plakatwand, gleich neben dem Stags Head.

Nächste Mitgliederversammlung 26.August. Eingeladen wurde die sportliche Führung Didi, Jürgen und Zoki. Auskunft 0677-1899 5070 (Franz)

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Unter den Zuschauern auch der Projektleiter der Strabag, Roman Hornischer.

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Der neue Block-West, geschlossen wie immer und vor allem: keine Netze, freie Sicht.

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Die Flotown-Boys belegen mit Jürgen Hartmann „SK Rapid Wien, der Sinn des Lebens“ die Ecke:

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Ein paar Fragen zum Pre-Opening

  • Wie viele Mitglieder kamen zur Stadioneröffnung?
  • Das Stadion wurde „enthüllt“, warum?
  • Wie ist es um die Kulinarik unterhalb der Ränge bestellt?
  • Wer ist jener Rapid-Spieler, der die wohl kürzeste Einsatzzeit in einer Profi-Karriere hat?
  • Warum ist bei Rapid der Westen im Süden?
  • Was war das allererste Spiel in der neuen Rapid-Heimat?
  • Wer hat das allererste Tor geschossen?
  • Wer war der erste Sieger im neuen Stadion?
  • Wie groß ist der Kader 2016/17 bei Rapid?

Die Antworten auf diese Fragen bekamen die Besucher der Generalprobe für die Stadioneröffnung präsentiert. Es war noch nicht wirklich alles ganz fertig, die Sonne heizte die neue Ost-Tribüne (heißt jetzt Allianz-Tribüne) mächtig auf und ein Utensil ist für den nächsten Samstag schon vorgemerkt: ein Kapperl. Aber vielleicht brauchen wir das Kapperl ja gar nicht, denn für den nächsten Samstag werden 22 Grad vorausgesagt, kein Niederschlag.

Diese Details störten aber nicht, zu groß war die Freude über das Erlebnis „Neues Stadion“. Was nächste Woche wohl anders sein wird: Personenkontrollen, denn die gabs heute noch nicht.

Zum Pre-Opening kamen etwa 6500 Mitglieder. Die Osttribüne war gut gefüllt, für den Block-West stand nur der mittlere Sektor zur Verfügung, weil die Wellenbrecher in den anderen Sektoren noch nicht montiert waren.

Die Reihen haben eine geringe Sitztiefe. Wenn es jemandem einfällt, sich ein Bier zu holen, heißt es für alle Sitzenden: aufstehen. Gut, man soll ja Bewegung machen. Weil es eben etwas kompliziert ist, in den „Bauch“ des Stadions zu gelangen, muss man die zukünftigen Stadionbesuche strategisch anders anlegen und erst möglichst spät auf die Tribüne gehen und vorher ausgiebig die vielfältige Rapid-Kulinarik genießen.

Rapid-Kulinarik

Dieses reichhaltige Angebot haben wir bisher noch nirgendwo erlebt. Und dabei meine ich natürlich weniger die anderen Stadien in Österreich; auch in England und Deutschland ist diese Vielfalt unbekannt, vielleicht mit Ausnahme der Allianz-Arena. Es gibt eine „Asia-Box“, ein „Snack-Exk“, das neben Marillenkuchen mit Kaffee auch Salate und Wraps anbietet, eine Pizzeria, ein Snack-Eck und Würstel-Standln, einfach sensationell. Dankenswerterweise gibt es auch fest verbaute Stehtische zum Plaudern.

Mein Lieblingsgetränk habe ich schon gefunden. Es ist auch das Billigste: „Rapid-Soda“, ein Soda mit ein wenig Holundersaft; sehr erfrischend im Sommer.

Das Stadion wurde enthüllt!

Nach meiner Ansicht war das einfach ein Fehler der Monteure, dass die Kunststofffolie auch nach Montage der Klappsessel noch befestigt war. Jedenfalls gab Andy Marek das Kommando zur „Enthüllung des Stadions“ und alle Besucher wurden aufgefordert, die Folien zu entfernen. Aber so einfach war das gar nicht. denn die Folie war durch die Verbindungsschrauben ziemlich gut fixiert. Egal, das Stadion wurde „enthüllt“, kleine Kunststoffreste werden wohl länger an den Sesseln haften bleiben.

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Alfred Körner als Gesangslehrer

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Der Plan ist, dass alle Besucher eines Spiels fünf Minuten vor Spielbeginn die alte Rapid-Hymne singen, die und Alfred Körner schon vor einigen Jahren vorgestellt hat. Der Text ist auch auf dem Eröffnungs-Fanschal eingedruckt. In einer ersten Lektion stimmte das Stadion dann diese Hymne an. Andy Marek meinte, dass bei der Darbietung noch Luft nach oben wäre, ähnlich wie bei der Mannschaft. Vielleicht erreichen ja Mannschaft und Publikum das Lernziel punktgenau zum Saisonende.

Der Spieler mit der kürzesten Einsatzzeit…

…ist wahrscheinlich Harry Gartler. Ganze drei Minuten verbrachte er bei seinem einzigen Einsatz auf dem Spielfeld. Es war das Spiel am 29. April 1998 gegen Salzburg unter Heribert Weber. Das Spiel wurde 0:1 verloren. Dass er trotzdem im Legendenteam aufgestellt wurde, bedarf wohl keiner weiteren Erklärung. Wieder einmal ein Spieler, der ein Stadion baut!

Die Rapid-Himmelsrichtungen…

…sind anders. Der Block West residiert im Süden. Der VIP-Bereich der alten Süd ist jetzt im Westen. Die neue Ost ist die Vereinigung der alten Süd und der alten Nord. Wer sich da noch auskennt…

Das erste Spiel…

…bestritt eine Auswahl von Rapid-Legenden gegen eine Auswahl von Sportklub/Vienna-Legenden.  (Aufstellung siehe Rapid-Bericht.)

Das erste Tor…

…fiel bereist in der dritten Minute durch Andreas Herzog.

Der erste Sieger…

im neuen Stadion waren die Rapid-Legenden.  Aber bis 15 Minuten vor Schluss stand es noch 2:2. Doch ein Weckruf von Andy Marek beschleunigte das Spiel von Rapid und schließlich endete die Partie 8:2 für die Rapid-Legenden. Ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, als wären die Verteidiger der Sportklub/Vienna-Legenden absichtlich sehr hoch gestanden, um den Rapidlern die Konter zu erleichtern aber man kann sich täuschen. Jedenfalls bekamen wir auf beiden Seiten schöne Aktionen zu sehen in einer Langsam-Variante, bei der man alle Bewegungen und Tricks in einer Art altersbedingten Zeitlupe wahrnimmt.

Der Kader

Wir rechnen mit einem 28-Mann-Kader. Die 27 in der folgenden Tabelle sind derzeit bekannt, mit einem 6er wird verhandelt. Dino Kovacec ist nach einem kurzen Gastspiel bei der Kampfmannschaft wieder bei Rapid II gelandet, möglicherweise ist es für ihn nachteilig, dass er Kroate ist und das die Flexibilität bei der Aufstellung einschränkt. Im Bild das Team im neuen Auswärtsdress:
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T1SKJan Novota
T21ATobias Knoflach
T30ARichard Strebinger
T37APaul Gartler
V3AChristoph Schösswendter
V4AThomas Schrammel
V6AMario Sonnleitner
V17AChristopher Dibon
V20AMaximilian Hofmann
V22AMario Pavelic
V24AStephan Auer
V39AMaximilian Wöber
M7APhilipp Schobesberger
M8AStefan Schwab
M10ALouis Schaub
M11DSteffen Hofmann
M15SLOSrdjan Grahovac
M16APhillipp Malicsek
M18HTamás Szántó
M19AStefan Nutz
M23ISLArnor Ingvi Traustason
M27AAndreas Kuen
M29AThomas Murg
M35AAlbin Gashi
S9SKMatej Jelic
S28ESTomas Esteban Correa Miranda
S34BRJoelinton Cassio Apolinário de Lira

Erwartungsdruck

Auf den Spielern und Trainern lastet ein großer Erwartungsdruck. Der „Rekordmeister“ will wieder einmal bestätigt werden und diese kollektive Kraftanstrengung des Stadionbaus hatte ja keinen anderen Zweck als eben Titel zu holen. Wann, wenn nicht jetzt, ist die Zeit reift dafür, wieder ganz oben zu stehen.

Gleichzeitig wurde aber darauf hingewiesen, dass trotz dieses hohen Budgets von 30,000.000 Euro man den Rivalen RB noch lange nicht eingeholt haben werde. Aber auch wenn, es ist ein bedeutender Unterschied, ob ein Verein mit 30,000.000 dotiert wird und diese Zahl praktisch unvermindert für den Sportbetrieb zur Verfügung steht. Bei Rapid muss ja der hohe und kostenintensive Personalstand diese Summe erst einmal erwirtschaften und da bleibt unter Abzug der Personalkosten gar nicht so viel „im Börserl“.

Zum Abschluss eine kleine Kuriosität

Was ist das Besondere an diesem Bild?

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Gut, es handelt sich um rote Pfosten. Das Besondere ist aber, dass diese Pfosten seit urdenklichen Zeiten mit einer Kette verbunden waren. Im letzten Jahr hat man sogar das letzte offene Teilstück zur Mauer mit einer eigenen Kette abgesperrt, damit nur ja niemand diese Abkürzung nimmt, wenn er vom Hütteldorfer Bahnhof zum Stadion will.

Heute waren alle diese Ketten abmontiert, wohl um zu verhindern, dass sich daran ein Stau bildet. Wir werden ja sehen, was in Zukunft an dieser Stelle gemacht wird.

Ob auch an Spieltagen die Keisslergasse – so wie heute – von Autos befahren wird? In anderen Städten werden stadionnahe Verkehrsflächen für die Dauer des Spiels abgesperrt. Aber das werden wir alles noch erleben.

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