Rapid-RB

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Ein Sieg sollte nicht sein (das werden auch die Bullen sagen). Vielleicht sollten wir uns auf ein verdientes Unentschieden einigen. RedBull mit gefährlicheren Chancen in Einzelleistungen, Rapid mit mit großem kollektiven Druck, insbesondere in der Schlussphase.

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Wir sahen ein interessantes, kampfbetontes Spiel, mit je drei gelben Karten für die Teams.

Immer wieder sehr auffällig im defensiven Mittelfeld war Ivan Mocinic. Er wird allgemein als Spieler mit großer Spielintelligenz eingeschätzt. Das liegt an seinem schnellen und präzisen Passspiel. Martin meinte, dass seine Spielzüge vielleicht sogar zu schnell für seine Mitspieler sind. Vergleichsweise unauffällig war Joelinton. Er wirkte oft unentschlossen und zögerlich.

Die Hitze war für Spieler und Zuschauer eine ziemliche Herausforderung, es gab zwei Trinkpausen.

Es ist doch erstaunlich, wie lange es dauern kann, bis man zwei Rapid-Soda bekommt. Die Bezahlung ist nicht das Problem. Soda kommt nämlich nicht aus einem Zapfhahn, wie man vermuten würde, sondern aus gewöhnlichen Mineralwasserflaschen. Und deren Handling verzögert manchmal die Auslieferung.

Support

Wir sahen eine kollektive Meisterleistung, inszeniert von den Ultras.

Das Motto: „Da Proda is Vegaungenheit – ins Weststaion gengan jetzt die Leit“.

Eine Darstellung des Umzugs vom Happelstadion ins Allianz-, pardon Weststadion natürlich. Beide Stadien wurden in riesigen Transparenten dargestellt. Gefahren wurde mit einer Straßenbahngarnitur, die Haltestelle war hinter dem Tor. Grün-weißer Konfettiregen komplettierte die Inszenierung.

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An Attacken gegen den Geldgeber des Gegners hat es nicht gemangelt.

„Herst Didi, sieh’s endlich ein, der Wille des Universum ist stärker als eure Energy. In die Champions-League schafft ihr es nie! Schieß Red Bull!“

„Mateschitz kann noch so viele Millionen investieren, in der Champions-League werdet ihr niemals existieren.“

Dass für die Zufälligkeiten eines Fußballspiels sogar der „Wille des Universums“ herhalten muss, hat mich erheitert.

Bemerkenswert war auch das spontane Absingen der Alfred-Körner-Hymne durch den Block-West.

Trotz aller Kritik für die Ablehnung des „Allianz-Stadion“ durch den Block, muss man doch dem Block zugute halten, dass wir ohne seine Organisationskraft und Einsatzbereitschaft ein zwar schönes aber nur durchschnittliches Stadion wären. Mit diesem Block ist aber ein Spiel in Hütteldorf für jeden Gast, ein ganz besonderes Ereignis, das zum Wiederkommen ermuntert.

Die Prozedur zu Spielbeginn mit den Wappen am Spielfeld und dem symbolischen 12. Mann, getragen von Mitgliedern sowie die zwei gemeinsam gesungenen Hymnen ist ein sehr gelungenes Ritual, das von allen gut angenommen worden ist. Es ist auch gut, dass die alte Hymne nicht wie am Beginn ganz à capella und dadurch auch schneller gesungen wird.

Da, wo wir sitzen

Wir sitzen in der Reihe 13, oberhalb des Mundlochs des Sektors 11.

In unserer Sitzumgebung ist viel Prominenz zu sehen. Vor uns „die Gärtner“, Josef und Peter, schon mehrmals in der Rapid-Viertelstunde zu sehen, rechts Andreas Schieder, hinter uns Peter Pilz, jeder Kuratoriumsmitglied und Abgeordneter zum Nationalrat, ebenfalls hinter uns Florian Scheuba, Kabarettist.

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Links

Neue Freunde

Wir begrüßen in unserer Liste zwei prominente Mitleser: Werner Walzer, Rapid-Legende mit 326 Einsätzen (Link), Mitglied des Legendenklubs, Hobbyfotograf (den ich mehr oder weniger zwangsrekrutiert habe) und Andreas Frey, den Obmann des Rapid-Fanklubs „Grüne Reblaus Wachau“.

[Auf  jedem versendeten Tagebucheintrag befindet sich unten ein Abmeldelink.]

Andreas steht mehrfach mit Rapid in Beziehung. Sein Bruder Wolfgang ist als Masseur Rapid-Urgestein. Andreas ist aber auch der Trauzeuge von Barbara und Steffen Hofmann. (Diese Zeugenschaft ist eine wechselweise.) Weiters pflegt er eine Sammlung von Rapid-Andenken, wie Original-Trikots, Wimpeln und anderen Erinnerungsstücken, die man durchaus schon als Museum bezeichnen kann. Ein ganz besonderes Stück ist das letzte Trikot von Didi Kühbauer im Rapid-Dress. Bilder dieser Erinnerungsstücke haben auch Einzug in Bücher der „Wuchtl“-Serie von Funki Feurer gefunden. Während der Entstehung der Rapid-Chronik hat Andreas mit Roland Holzinger zusammengearbeitet. Kurz, ein bemerkenswert engagierter Rapidler!

Andreas wäre bereit, mir seine Sammlung zu zeigen und er wird sicher nichts dagegen haben, wenn sich jemand aus unserer Runde anschließt. Wir laden „die Reblaus“ nach der Besichtigung zu einem Mittagessen in der Wachau ein. Es erfordert nur Interessenten und einen geeigneten Termin. Bitte melden!

 

Die Zuckerpüppchen des Tifus

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Asterix Band 18. „Die Lorbeeren des Cäsar“

Warum man in allen möglichen Situationen des Fußball-Alltags immer dazu passende Szenen aus Asterix assoziiert, hängt mit der Lebensweisheit seines Schöpfers, René Goscinny zusammen. Hier wie dort geht es um das Leben und der jeweilige Hintergrund ist austauschbar.

Wie der Asterix-Leser weiß, kauft Cäsar seine Sklaven beim Sklavenhändler Tifus. Dort gibt es ganz ausgezeichnete Ware. Und weil Asterix und  Obelix zu Cäsar gelangen wollen, heuern sie bei Tifus an, landen aber durch ein Missverständnis bei Claudius Überfluss, einem reichen Römer.

Und weil sie halt schon da sind und nicht gerade billig waren, müssen die beiden „Zuckerpüppchen“ die Rolle der ohnehin im Überfluss vorhandenen Sklaven übernehmen. Sehr zum Missfallen des Haushofmeisters Kurzschluss, der sich übergangen fühlt.

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Asterix und Obelix stehen für die neuen, teuren Spieler, und der übergangene Kurzschluss für die „aussortieren“ Spieler, die Rapid verlassen mussten.

Rapid, ein Ausbildungsverein

Irgendwann in der Ära Rudi Edlinger wurde uns das bewusst gemacht, dass es das Schicksal der Vereine in den kleineren Ligen ist, Spieler auszubilden, die besten von ihnen in die Auslage der Kampfmannschaft zu stellen und auf Käufer zu warten und aus dem erwirtschafteten Mehrwert den Verein zu finanzieren.

Das ist bei Rapid in Einzelfällen gut gelungen, manchmal aber auch nicht.

Es gibt sowohl global als auch in der österreichischen Liga eine Nahrungspyramide der Fußballvereine. Ganz oben stehen die Großen, hier Bayern, Madrid, Manchester, dort RB, Rapid, Austria. Diese Top-Klubs beobachten den Spielermarkt und kaufen von den weiter unten in der Pyramide stehenden Vereinen. Entweder will man sich dabei verstärken oder die Gegner schwächen, je nachdem.

Rapid kaufte Deni Alar, Philipp Prosenik und Philipp Huspek „weiter unten“ in der fußballerischen Nahrungspyramide ein, um die Spieler zu entwickeln. Irgendwie hat das aber nicht geklappt. Sie wurden nicht eingesetzt, und wenn, dann zeigten sie nicht das, was Publikum oder Trainer wollten.

Negativ-Auslese

Jetzt sind sie abgegeben worden, eine Art Negativ-Auslese. Wer aber meint, dass ihre Karriere weiter dahindümpelt, hat sich getäuscht. Bei Sturm und Wolfsberg drehen die drei so richtig auf. Deni Alar und Philipp Prosenik schießen für ihre neuen Vereine in den wenigen Spielen seit Saisonbeginn mehr Tore als für Rapid in einer ganzen Saison. Und warum? Wir können alle darüber rätseln, vielleicht rätselt ja der Rapid-Sportdirektor auch.

Es erinnert an das typisch österreichische Schicksal, dass man im eigenen Haus erst dann was gilt, wenn man sich im fußballerischen „Ausland“ bewährt. Zu schwach für Rapid aber stark genug, um gegen Rapid Tore zu schießen. Motivation ist alles, im Fußball.

Es hat auch mit dem jüngsten Wohlstand von Rapid zu tun. Hat man wenig Geld muss man sich nach der Decke strecken und muss mit den Spielern auskommen und sie fördern. Ist aber Geld da, kauft man fertige Spieler „bei Tifus“ ein – die dann gegen Altach und Wolfsberg verlieren.

Sogar das zuerst bejubelte 4:0 gegen die Admira schaut im Lichte des gestrigen 5:0 von Wolfsberg gegen dieselbe Admira gar nicht mehr so großartig aus.

Was müssen wir folgern? Diese Spieler wurden bei Rapid nicht richtig behandelt, warum auch immer. Sie konnten bei Rapid nicht das zeigen, was sie können. Entweder erkannten das die Betreuer nicht oder sind sie der Meinung, dass „die Luxussklaven von Tifus“ die bessere Wahl sind, weil sie mehr kosten?

Momentaufnahme

Der Alltag des Fußballs sind Momentaufnahmen. Was diese Momente schließlich bedeuten, ob es symptomatisch ist oder doch nur Eintagsfliegen, werden wir erst am Saisonende wissen.

Persönlich schätze ich unsere neuen Spieler und ihre Spielweise sehr und ich will hier auch gar nicht eine Schuldzuweisung aussprechen.

Es ist einfach das Faktische der Situation von Rapid, ganz oben in der fußballerischen Nahrungspyramide des österreichischen Fußballs zu stehen. Die Entscheidungen werden getrieben vom Anspruch des Vorstands und des Anhangs, und alle versuchen immer das Beste für den Verein zu wollen. Dazu kommt der frische Geldregen im Zuge der Aufbruchsstimmung rund um das Stadion, der das Einkaufsverhalten überhaupt erst ermöglicht.

Nach einigen Runden kann alles wieder ganz anders ausschauen und diese Anmerkung ist dann wieder völlig hinfällig. Aber heute, angesichts der Erfolge der von Rapid abgegebenen Spieler, fragt man sich, wieso sie das bei Rapid nicht zeigen konnten.

Da aber Asterix und Obelix, die Neuen, schließlich doch an ihr Ziel kommen, nämlich zu Cäsar, wollen wir auch für Rapid langfristig hoffen, dass es den Neuen bei Rapid auch gelingen möge, mit Rapid Titel zu holen.

Amstetten-Rapid II

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2:2 (1:2)

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Das Spiel begann mit großem Elan seitens Rapid II. Das Engagement wurde durch ein frühes Führungstor durch Dino Kovacec belohnt. Trotz Ausgleichs durch Amstetten konnte wieder Dino Kovacec vor der Pause auf 2:1 erhöhen.

Was genau Amstetten-Trainer in der Kabine seiner Mannschaft mitgegeben hat, wissen wir nicht aber der Spielverlauf war nach der Pause genau umgekehrt. Amstetten baute einen enormen Druck auf und nur Glanzparaden von Paul Gartler konnten zunächst den Ausgleich verhindern.

Der in der 83. Minute eingewechselte Bernhard Fila musste noch in derselben Minute mit Rot vom Platz. Der Druck von Amstetten erhöhte sich weiter. Ein schlimmes Foul an Dino Kovacec in der Nachspielzeit wurde nur mit Gelb geahndet, hätte sich aber aus unserer Sicht Rot verdient. So aber kam es noch zu einem Angriff der Amstettner, der nach einem Freistoß in der Nachspielzeit zum Ausgleich führte; sehr zur Freude der Mannschaft und des Publikums.

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Alles in allem ein schwer erarbeiteter Punkt, mit dem man durchaus zufrieden sein kann.

Umgebung

Die Haupttribüne war voll besetzt. In den Spielberichten findet man aber nichts über die Zuschauerzahlen.

Der Anhang des Eisbärenklubs präsentierte sich – wie immer – lautstark und verwendete Trommeln und „Klatschbretter“ zur akustischen Verstärkung.

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Eine Handvoll Rapidler verirrte sich nach Amstetten. Wir bekamen einen letzten Platz in der ersten Reihe. Die meisten Zuschauer waren schon zum Vorspiel zwischen Amstetten II und Petzenkirchen gekommen; für sie war das Regionalligaspiel eine Draufgabe. Bei uns war es genau umgekehrt. Im Bild Florian und Christian.

pumickl

Durch die Nähe zu Rapid-Trainerbank konnten wir die Anweisungen von Muhammet Akagündüz hören aber um sie auch zu verstehen, muss man wohl Fußballer sein. Wenn er „Ballbesitz“ schreit, gut, da kann man sich was darunter vorstellen aber was kann er meinen, wenn er dem Dino Kovacec zuruft „Dino sechs“? Eventuell, dass er auf die gegnerische Nummer 6 aufpassen soll? Man kann aus diesen Zurufen schon erkennen, dass wir, die Zuschauer, dasselbe Spiel unter einem ganz anderen Blickwinkel sehen und das Spielverständnis eines Trainers bei uns nicht gegeben ist.

Trainer

Dafür freuen wir uns über einen gelungenen Ausflug ins Mostviertel und einen kulinarischen Ausklang beim (noch nicht umgebauten) Mäc im Shoppingcenter Amstetten.

Links

Rapid-Viertelstunde vom 26.8.

  • Vorbereitung Europa League (Peter Klinglmüller, Roman Lorenz, Harry Gartler)
  • Rapid-Nachwuchs gegen Györ (Willi Schuldes)
  • Neue Mitglieder-Offensive (Michael Krammer, Stefan Kjaer, Christoph Peschek)
  • Vereint unter dem Wappen (Michael Krammer)
  • Video
  • Verzeichnis

Ab sofort werden die Akteure in den Videos angegeben, damit man sie später im Verzeichnis besser finden kann.

Rasenpflege, aber richtig

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Bei unserer Stadionführung begegneten wir einem bisher ungelöstes Rätsel. Am Spielfeld fanden sich „Dinger“, die an eine Gartenbeleuchtung erinnern.

Bei unserem Besuch im Business-Club hat uns Harry Gartler die Funktion erklärt. Es handelt sich um Niederschlagsmesser, die dem Stadionteam bei der richtigen Bewässerung helfen. Dabei genügt nicht ein einzelnes Messgerät. Es sind insgesamt etwa 10, die besonders an den Rändern des Spielfeldes platziert werden, damit man auch die Trockenzonen an den windabgewandten Seite erfassen kann.

Rapid-Trenčín

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Was bei der Ankunft in Hütteldorf auffällt, ist die große Betriebsamkeit rund um das Stadion. Auch die ÖBB tragen ihren Teil dazu bei und haben in den letzten Tagen die Eingangstore zum Bahnhofsgelände auf Vordermann gebracht:

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Ich hatte einen Parkgutschein (Bild siehe EwkiL: Trencin-Rapid Eintrittskarte) für die P+R-Anlage und habe mich darüber gewundert, dass dieser Schein, der das Format einer Stadion-Eintrittskarte hat, für die Einfahrt-Automaten nicht geeignet ist. Bei der Einfahrt wurde das Rätsel aufgelöst, denn dort standen fünf Mitarbeiter der Rapid-Crew und tauschten Gutschein gegen Einfahrtticket.

Drei Stunden vor Spielbeginn waren alle Lokale voll besetzt. Es ist nicht nur das schöne Wetter, der Rapid-Anhang will mehr von „Rapid“ – und bekommt schließlich eine Heimniederlage serviert.

Beim Eingang in die Röhre gibt es einen großen Bildschirm, der die Wettquoten 1,25 : 5,00 : 9,00 anzeigte.

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Ich sagte zu Marcel, dass wir verlieren würden, denn unsere Einschätzung der aktuellen Spielstärke orientiert sich überwiegend nach den bisherigen Ergebnissen und bezieht den inneren Schweinehund nicht ein, der bei diesem Spiel wohl die Hauptrolle gespielt haben dürfte.

Natürlich wäre der zusätzlich UEFA-Punkt im Falle eines Sieges für Rapid und anteilig für die Österreich-Wertung ein Vorteil gewesen aber welcher Spieler denkt an so was, wenn er schon 4:0 führt. Wahrscheinlich keiner.

In der Röhre

Ein Besuch im „ersten Stock“ von Rapid, also in der Röhre. ist nicht für alle Tage aber einmal möchte man doch in das dortige Geschehen Einblick haben. Es sollte ein Geschenk für Marcel sein aber es war natürlich ein eben solches für uns, Florian und Franz, die ihn begleiteten. Solche Geschenke sind echt praktisch.

Diese VIP-Zone ist auch noch in weitere Kategorien unterteilt. Die Logenbereiche sind für die Gäste des Business-Club (EBENE 1 und EBENE 2) nicht zugänglich. Man kann Tageskarten für die EBENE 1 (150,- Euro), oder EBENE 2 (190,- Euro) kaufen. Der Unterschied ist der Zugang zur Rekordmeisterbar und zur Dachterasse. Natürlich wollten wir das alles sehen und buchten daher die EBENE 2. Hinweise: Bei Spitzenspielen, wie zum Beispiel gegen RB und gegen die Austria kostet die Ebene 2 400,- Euro, alles exklusive Mehrwertsteuer.

Aber an diesem Tag war alles anders, denn es gab einfach zu wenige Tagesgäste, sodass man für alle einheitlich nur die Ebene 2 geöffnet hat. Der Mehrpreis von 40,- Euro wird uns von Rapid zurück überwiesen. Durch diesen Zufall kamen wir in den Genuss der Rekordmeisterbar und der Dachterasse zum Minimalpreis.

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Wer sich für einen Besuch des VIP-Bereichs interessiert findet bei den Tagesangeboten alle Hinweise. Hier ein Blick in den VIP-Bereich der Ebene 2:

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Man hat auf jedem Platz eine Blick auf einen Monitor. Alle Ansagen von Andy Marek werden eingeblendet.

Wenn es nach dem Spiel eine Nachbesprechung mit besonderen Gästen gibt, dann findet diese auf Ebene 2 statt. Gäste der Ebene 2 können über einen Ausschnitt im Boden zuschauen.

Warum besucht man den Business-Club?

Es ist eine einzigartige (Rapid-)Umgebung. Diese Fotos wurden fast alle von unseren Sitzplätzen aufgenommen:

Legenden

Ernst Dokupil, Patrick Jovanovic, Werner Walzer, Alfred Körner, Arnór Ingvi Traustason, Srđan Grahovac. 

Diese Sitze sind für die Rapid-Legenden reserviert:

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Dieses Foto möchte ich ebenfalls hervorheben, denn die junge Dame ist der neue Shooting-Star der ORF-Reporter, und von der männlichen Jugend schon fast so verehrt wie die Meister des Balles. Im Bild Marcel, Kristina Inhof und Florian.

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Und gleich noch eines mit Arnór Ingvi Traustason.

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Hospitality

Die Speisekarte ist in Form eines Spielfeldes angeordnet. Es gab:

Vor dem Spiel

  • Gelierte Melonensuppe
  • Orechietti, Salbeisauce, Paradeiser
  • Kalbsrollbraten, Schupfnudeln, Kürbisgemüse
  • Reisfleisch mit knuspriger Petersilie

Pause

  • Alt-Wiener Schinkenfleckerl
  • Kürbisgulasch und Gebäck

Nach dem Spiel

  • Powidltascherl mit Knusperbrösel und Vanillesause
  • Schwarzwäldercreme
  • Buttermilchcreme Passionsfrucht
  • Wiener Naschereien

Man ist sein eigener Kellner (zumindest geht es so schneller)

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Rekordmeisterbar

Hier ist es endlich, das reichhaltige Bierangebot: Rotes Zwickl, Goldfassl, Wiener Original und Ottakringer.

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Über den Dächern von Hütteldorf

Solche Nachte sind ideal für einen Besuch der Dachterasse, wo man sich unter den Rekordmeistersternen einen Abschiedsdrink genehmigen kann.

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Links

Rapid Durchblick

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Fußball lebt davon, dass man abseits der Spiele mehr als anderswo ins Innere einer Firma schauen kann, wer wann wo aufsteigt, absteigt, dazukommt, weggeht.

Aber alles, was man über die Webseite und die Newsletter von Rapid erfährt, ist stark gefiltert. Gefiltert durch den Blick der Medienverantwortlichen, die genau wissen, was dem Image des Vereins gut tut und was nicht. Nicht alle Details eines Umbruchs – wie zuletzt bei der Trennung von von Zoki Barisic – ist dem Publikum bekannt und das ist wahrscheinlich für alle Beteiligten gut so.

Es ist schon etwas Besonderes, wenn in diesen gefilterten Nachrichten der Pressesprecher selbst einen Blog betreibt, indem er von Zeit zu Zeit seine persönlichen Erlebnisse schildert.

KickitPedro

Peter Klinglmüller betreibt als Einziger aus der Rapid-Belegschaft einen eigenen Blog unter dem Namen KlickitPedro und berichtet darin unter anderem auch über seine eigenen Eindrücke bei diversen Rapid-Events.

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Wie erfährt man nun, ob er gerade etwas berichtet oder nicht? Man muss von Zeit zu Zeit auf seine Seite http://kickitpedro.blogspot.co.at/ schauen oder den Blog in seinen News-Reader aufnehmen.

In seinem letzten Bericht über seine Reise nach Žilina (Zilina war eine Reise wert), berichtet er – so wie auch wir in unserem Blog – über das preiswerte slowakische Bier. Daneben aber auch über skurrile Auswirkungen von UEFA-Bestimmungen.

Die Mannschaft logierte gemeinsam mit dem mitgereisten Rapid-Verantwortlichen inklusive Ehrenpräsident und den VIP-Gästen im Hotel Holiday Inn, keine 100 Meter vom Stadion. Aber die Mannschaft musste diesen Weg aufgrund der UEFA-Vorschriften mit dem Mannschaftsbus zurücklegen und wurde prompt von einem Polizei-Fahrzeug, das den Weg verstellte, aufgehalten.

Diese Kleinigkeit ist zwar nicht besonders wichtig aber es ist ein Detail, das wir aus einer offiziellen Presseaussendung nicht erfahren werden. Ich werde mich daher weiter in den Blog von Peter einklinken und Euch von Zeit zu Zeit auf eine seiner Erlebnisse hinweisen.

Was wird über Rapid berichtet?

Wenn man aber so anfängt, täglich bei den diversen Sport- und Tageszeitungen vorbeizuschauen, dann gibt es viele Seiten, die man täglich besuchen müsste, um zu erfahren, was wer über Rapid berichtet. Man ist in der Rolle eines Pressebeobachters und das kann in Arbeit ausarten.

Da mich Rapid-Inhalte sehr interessieren, habe ich mir eine eigene Seite zurechtgelegt, die genau das macht, nämlich bei allen möglichen Informationsanbietern nachzuschauen, was an einem bestimmten Tag über Rapid berichtet wurde und so habe ich den Bericht von Peter auch entdeckt. So hat die Seite vom 20. August ausgeschaut und gleich am Anfang steht der erste Absatz des Berichts mit einem Link zum ganzen Text:

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und so ruft man diese konkrete Seite auf: http://klubderfreunde.at/news.aspx?id=2016-08-20

Diese Meldungen gab es insgesamt an diesem 20. August:

Aus insgesamt 30 Nachrichtenkanälen werden Meldungen gefiltert, die mit Rapid zu tun haben. Diese Nachrichtenkanäle sind Forza-Rapid, EwkiL, abseits.at, KickitPedro, Ultras-Rapid, Bundesliga, ÖFB, Ballesterer, 90minuten, Brucki, AustrianFootball, Rapidhammer, Weltfußball, UEFA, FIFA, FIFA-Ö, Kicker, Kicker-BL, Kicker-BL2, Transfermarkt, Kurier, Österreich, DerStandard, DiePresse, Krone, Heute, Laola1, Sportnet, ASB-Rapid, WienEnergie.

An Spieltagen kann das eine ganze Menge sein.

Es genügt also der Besuch dieser einen Seite http://klubderfreunde.at/news.aspx, um alles über Rapid aus diesen 30 Nachrichtenkanälen zu erfahren. Wenn hier, Rapid-Tagebuch über ein Spiel berichtet wird, dann wird die im Spielbericht angegebene Linkliste genau aus dieser Seite hergestellt.

Wenn man einmal einige Tage keine Zeit gehabt hat, die Seite zu besuchen, macht das nichts, denn alle Meldungen seit 1.1.2015 bleiben gespeichert.

Nur fast perfekt

Eine tolle Quelle von Rapid-Information mit einem Wermutstropfen:  seit der Umstellung auf die neue Homepage ist Rapid nicht mehr bei diesen Nachrichtenkanälen dabei, weil Rapid keinen RSS-Feed auf seiner Seite anbietet. Dieser Bericht ist daher auch ein bisschen in Richtung Medien-Team bei Rapid gerichtet, mit der Frage, ob man nicht einen solchen News-Feed wieder einrichten könnte. In einem CMS-System bedeutet das normalerweise nur das Aktivieren der Funktionalität und schon kann man die News wie im obigen Beispiel zusammenfassen.

Ein Rapid-Archiv

Das Besondere an dieser Seite ist, dass die Meldungen auch gespeichert bleiben und man eine Recherche über frühere Berichte anstellen kann. Beginn der Aufzeichnungen ist der Dezember 2014. Bis heute sind mehr als 150.000 Meldungen gespeichert, von denen ein kleiner Teil Rapid betrifft.

Wolfsberg-Rapid

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1:1 (0:1)

Das Spiel erinnerte von der Dramaturgie her an das letzte Spiel in Wolfsberg, das 2:2. Damals, im Mai, waren wir sogar 2:0 voran und kamen doch nur mit einem Punkt heim. Damals war aber die Überlegenheit deutlicher und die kolportiere Kabinenpredigt von Andy Müller soll es in sich gehabt haben.

Heute ist das Führungstor für Rapid aus einem Corner entstanden. Das kam überraschend und entsprach nicht unbedingt dem Spielverlauf.

Was dann nach der Pause geschah, war ein sehr defensiv orientiertes Spiel von Rapid und man hatte den Eindruck, als wolle Rapid einen 4:0-Vorsprung verteidigen. Die Bestätigung und die Vorahnung auf das, was nun kommen würde, war der Wechsel Schwab gegen Auer, also eine Stärkung der Defensive.

Man ist natürlich kein Hellseher, was die zukünftige Spielentwicklung betrifft, hätte aber Mike Büskens das letzte Spiel vor Augen gehabt, hätte er wissen können, dass die Rapid-Viertelstunde nicht nur für Rapid da ist, sondern für alle Mannschaften, die mit letzter Kraft alles nach vorne werfen, um den Punkt zu retten, was dann den Wolfsbergern auch gelungen ist. Wolfsberg nutzt die Rapid-Viertelstunde. Jo derfens denn des?

Die Lehre: ein 1:0 ist kein Ruhekissen, speziell nicht in Wolfsberg.

Es war ein frustrierendes und schwaches Spiel von Rapid. Wo war die Spielfreude von Žilina? Brauchen die Spieler den Kick eines internationalen Spiels, um so zu spielen, wie es sich für einen Rapidler gehört?

Oder ist es eben so, dass Rapid von allen anderen Vereinen sehr gut beobachtet und analysiert wird und daher die Gegner unser Spiel sehr früh unterbinden. Rapid ist das Žilina unserer Gegner. Wenn Rapid kommt, sind die meisten Zuschauer am Platz, und die Spieler laufen zu ihrer Höchstform auf.

Niemand kann Rapid besser stoppen als Altach und Wolfsberg. Und es dürfte die mangelnde Motivation sein, die dabei eine große Rolle spielt. Wir können jetzt nur mehr auf den Stadioneffekt hoffen, denn spielerisch kann man gegenüber dem Vorjahr keine Veränderung bei den Auswärtsspielen bemerken.

Rund um das Spiel

Wir fuhren mit dem lustigen Rapid-Bus. Das Duo Maria und Hans (im Bild vorne) organisierten alles perfekt. Zum Essen gab es Wurstsemmeln und Bier.

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Die Lavanttal-Arena war gut besucht:

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Die Choreografie „Immer vorwärts Rapid-Wien“ hüllt die Fantribüne in grün weißen Rauch. Zwei Mann halten das Rapid-Wappen in die Höhe.

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Das Tor zum 0:1 durch Christoph Schößwendter, Kogler wirft sich vergebens in die Ecke.

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Die Choreografie am Beginn der zweiten Halbzeit wartet mit grün-gelb-rotem Rauch auf, unter dem Motto „Immer fröhlich, Rapid Wien“. Irgend wie hatten wir das auch vor, fröhlich zu sein aber daraus wurde nichts. Leider.

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Der Beginn der Rapid-Viertelstunde, untermalt durch Bengalen.

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Links

Rapidviertelstunde vom 19. August 2016

  • Die grün-weiße Stadionführung (Thorsten Leitgeb)
  • Jahreskarte ersetzt Rapid-Marie
  • LG ist neuer Rapid-Partner
  • Anmeldung zur Tormannakademie
  • Rapid-Pressechef im Interview (Peter Klinglmüller)
  • Video

Trencin-Rapid

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Wer erinnert sich nicht an das Spiel in Thun, das ebenfalls auf Kunstrasen stattgefunden hat und bei dem Rapid gar nicht gut ausgeschaut hat. Das ist erst zwei Jahre her. Seither hat die Mannschaft aber eine sehr positive Entwicklung genommen und der Kunstrasen war kein Problem, denn er war auch für unseren Gegner kein besonderer Vorteil; deren Anlage in Trenčín verfügt über einen Naturrasen.

In Einzelsituationen zeigte die gegnerische Mannschaft auch ihre Qualität. Dibon musste sich mit seinem wendigen Gegenspieler ziemlich abmühen und konnte dessen Vorstöße oft nur zum Corner abwehren.

Zur Halbzeit war das Spiel auch trotz des herrlichen Treffers von Louis Schaub noch nicht entschieden. Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde Rapid für etwa 8 Minuten ziemlich eingeschnürt – offenbar die Folge einer Kabinenpredigt des Trainers – fand aber im Zuge eines Entlastungsangriffs durch das zweite Tor von Louis Schaub die richtige Antwort.

Einzelne Spieler der Slowaken erschienen mir sehr stark am Ball, konnten ihren Ballgewinn im Kollektiv weniger gut verwerten. Rapid dagegen konnte das gegnerische Spiel meist sehr rasch unterbinden.

Insgesamt ein Riesenerfolg von Rapid, ein fußballhistorischer Sieg mit einem entfesselten Dreifachtorschützen Louis Schaub. Im folgenden Bild verabschieden sich die Spieler hüpfend vom Block. Im Hintergrund die eher arbeitslosen Polizei.

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Die erste Reaktion von Trenčín  nach Bekanntwerden der Auslosung war, dass man meinte, mit Rapid ein Traumlos gezogen zu haben. Und vielleicht war das auch der Anfang vom Ende, denn einen Gegner zu unterschätzen, ist keine gute Ausgangssituation.

Spieler von Trenčín

Transfermarkt gibt den Kaderwert des Gegners mit 5,5 Millionen Euro an.  Es sind fünf Spieler aus dem Kamerun dabei, zwei Chinesen, zwei Holländer, ein Argentinier, also ein durchaus international verstärkter Kader. Man fragt sich, wie denn das bei den geringen Zuschauerzahlen finanziert wird. Wahrscheinlich über die Fernsehgelder und wahrscheinlich sind die Gehälter in der Slowakei auch weit unter unserem Niveau.

Anreise

Was sind die typischen Angebote eines Bahnhofskiosk; also zumindest jenes am Hütteldorfer Bahnhof? Richtig Whiskey und Wodka; und nicht einmal wenig.

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Treffpunkt war laut Fahrkarte 12:30, Abfahrt 13:00. Die Busse kamen aber erst um 13:20, abgefahren wurde um 13:45. Verspätung? Nein, Absicht! Hätten die Busse nämlich tatsächlich um 13:00 abfahren wollen, hätten sie ohnehin auf Nachzügler warten müssen. Erfahrungswerte des Rapid-Klubservice!

Die Wartezeit haben wir uns im gut besuchten Stags Head verkürzt. Im Bild Florian, Gregor und Thorsten.

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Das Klubservice hat auch einen Kiosk im Stadion und die Toilettenanlagen der West geöffnet. Das folgende Bild der Aufgänge im Block-Wet erinnert mich ein bisschen an Kirchenfenster.

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Die bequemen klimatisierten Busse (unserer war ein Stockbus) nahmen auf der Fläche vor dem Allianz-/Weststadion Aufstellung und fuhren dann über Altmansdorf und S1 Richtung Bratislava. Hier ein Bild von der kurzen Rast an der Grenze:

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Die Fahrzeit mit einem Privat-PKW nach Žilina beträgt etwa 2,5 Stunden. Mit dem Bus-Konvoi und zwei Pausen sind wir etwa 4 Stunden gefahren.

Durchgehende Autobahn. Landschaftlich sehr ansprechend. Man fährt ab Bratislava immer im Tal der Waag, die bei Komárno, südöstlich von Bratislava in die Donau mündet.

Stadion

Das Stadion liegt in einem wenig attraktiven Industriegebiet zwischen Fluss, Autobahn auf der einen und Bahnstrecke auf der anderen Seite. Wegen der Dachkonstruktion und der offenen Ecken erinnerte das Stadion an unser früheres Hanappi-Stadion.

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Hier ein Blick über das Stadiondach zum benachbarten Holliday-Inn, in dem die Mannschaft und auch die VIP-Gäste logierten:

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Die Stadt

Man hatte den Eindruck, als hätten die Sicherheitsbeauftragten der Stadt alle Sicherheitskräfte der weiteren Umgebung in Žilina zusammengezogen. Am Weg zur Innenstadt mussten wir durch eine Art Spalier gepanzerter Polizisten durch. Sogar berittene Polizei gab es. Aber alles halb so wild, es war für die Polizei ein sehr ruhiger Abend ohne großen Arbeitseinsatz. Zumindest war das unser Eindruck. Es wurde berichtet, dass man mit den Fans von Legia Warschau, dem vorigen Gegner von Trenčín, ganz andere Erfahrungen gemacht hat.

Ein Blick auf die Innenstadt:

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Wir besuchten das Chefrestaurant in der „Národná 814/4“ mit einem sehr guten Beef-Tartare aber sehr unregelmäßigen „Lieferzeiten“.

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Preise

Die Slowakei dürfte ein Paradies für Biertrinker sein. Der slowakische Bierpreis ist etwa ein Drittel des unsrigen. Ein Krügel Zlatý Bažant (Goldener Fasan), der dortige Platzhirsch, kostet in einem Restaurant 1,30 Euro. Wenn man diese Relation 3:1 annimmt, wäre das dortige Essen sehr teuer. Ein Salat kostet nämlich 6,- Euro und das wieder ist im Vergleich mit dem Bier extrem und würde – immer den Bierpreis als Vergleich herangezogen – bei uns 18,- Euro kosten müssen.

Im Stadion gab’s kein Bier, klar, internationaler Bewerb. Eine Heiße kostete 3,50, alkoholfreie Getränke zwischen 1,- und 1,80. (Siehe Bilder)

Ein Niedriglohn-Land.

Fansupport

Es war ein Heimspiel für Rapid. Von insgesamt 4100 Zuschauern war mehr als die Hälfte aus Wien angereist. Na, ist das nicht wie unser ehrwürdiges Hanappi-Stadion, diese Blick auf den imposanten Block-West?

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Die örtlichen Fans waren eher Zuschauer, so wie wir. Keinerlei organisierter Support. Der Stadionsprecher bemühte sich, die Leute zum Klatschen zu motivieren.

Eine eindrucksvolle, weil sehr einheitliche  Schalparade bildete die Choreografie des Blocks. Die Schals wurden kostenlos verteilt, erzählte uns Christian.

Für das heimische Publikum bot dieses Spiel in mehrfacher Hinsicht Neues.

Zum einen war das Ergebnis geradezu deklassierend. In keinem anderen Spiel in der Liga hat man eine solche Niederlage eingefahren.

Uns schienen die 4100 Zuschauer sehr wenig für ein internationales Spiel aber bedenkt man die sonstigen Zuschauerzahlen in der slowakischen Liga, war das ohnehin ein guter Besuch. Zu einem durchschnittlichen Ligaspiel kommen gerade einmal 1500 Zuschauer.

Der Support des Rapid-Blocks muss dem heimischen Publikum irgendwie überirdisch vorgekommen sein. Der Kontrast des wienerischen Dauersupports zu der vergleichsweise geringen Anteilnahme zeigte einen großen Unterschied in der Art, wie hier und dort Fußball gelebt wird.

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Systematik der Rückennummern

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Nachdem Max Entrup die Rückennummer 99 ausgefasst hat, es aber dazu, außer der leichteren Erkennbarkeit, keinen besonderen Grund gibt, schlage ich etwas mehr System in der Nummerierung der Spieler vor.

Einige Spieler bei Rapid haben Rückennummern, die einen Rückschluss auf ihre Position zulassen: 1 Ján Novota, 3 Christoph Schößwendter, 10 Louis Schaub und 9 Matej Jelic. Aber alle anderen Nummern zeigen keinerlei Systematik und das ist auch nicht möglich, weil es dazu kein Konzept gibt.

Man muss sich daher derzeit die Zuordnung zwischen Nummer und Spieler wie ein Gedicht merken, das keinerlei Reim hat.

Nummer 17? Wer ist das? Bei Rapid gehts ja noch, den Chritopher Dibon merke ich mir mittlerweile aber wer ist das dann bei Salzburg, Austria oder Sturm? Keine Ahnung!

Mein Vorschlag ist, dass man die Nummern nach Gruppen vergibt, die etwas mit der Position des Spielers zu tun haben. Kleinere Zahlen hinten, größere Zahlen vorne. Endziffer 0-4 linke Seite, Endziffer 5-9 rechte Seite, (oder gerade Ziffer linke Seite, ungerade Ziffer rechte Seite).

Je defensiver ein Spieler eingesetzt ist, desto kleiner die Ziffer der Zehnerstelle.

Hier ein Beispiel für die Nummerngruppen

 1.. 9 Torleute
10..14 Innenverteidiger links
15..19 Innenverteidiger rechts
20..24 Außenverteidiger links
25..29 Außenverteidiger rechts
30..34 Defensives Mittelfeld links
35..39 Defensives Mittelfeld rechts
40..44 Offensives Mittelfeld links
45..49 Offensives Mittelfeld rechts
50..54 Flügelstürmer links
55..59 Flügelstürmer rechts
60..64 Mittelstürmer links
65..69 Mittelstürmer rechts

Wenn man also einen Zwanziger sieht, weiß man sofort, dass es ein Außenverteidiger ist. Auch sieht man, ob eventuell die Seiten gewechselt wurden.

Wenn die links-rechts-Zuordnung weniger zutreffend ist (zum Beispiel im defensiven oder offensiven Mittelfeld), kann man auf diese Gruppierung verzichten und einfach nur die ersten Nummern in der Zehnergruppe 3 und 4 vergeben.

Mit einem solchen System könnte man sich bei unbekannten Gegnern besser orientieren, wie Spieler mit einer taktischen Position sich am Spielfeld bewegen.

Man kann jede Position 5-fach besetzen und dennoch sind alle Spieler dieser Position eindeutig zuzuordnen.

Natürlich kann man auch ein anderes System entwickeln aber egal, wie es ausschaut, es wäre besser als das derzeitige Nummern-Chaos.

Aktuelle Nummerierung der Spieler von Rapid im Vergleich mit der „Nummerierung neu nach Position“

 1  1 Novota
 3 10 Schößwendter
 4 20 Schrammel
 6 12 Sonnleitner
 7 50 Schobesberger
 8 33 Schwab
 9 60 Jelić
10 43 Nutz
10 55 Schaub
11 40 Hofmann
13 62 Kvilitaia
15 31 Grahovac
16 45 Malicsek
17 15 Dibon
18 42 Szántó
20 16 HofmannM
21  3 Knoflach
22 25 Pavelic
23 56 Traustason
24 29 Auer
26 30 Močinić
27 44 Kuen
28 64 Tomi
29 41 Murg
30 11 Wöber
30  2 Strebinger
34 61 Joelinton 
37  4 Gartler
99 63 Entrup

Rapid-Spieler geordnet nach der neuen Nummerierung.

 1  1 Novota             Tormänner
30  2 Strebinger
21  3 Knoflach
37  4 Gartler
 3 10 Schößwendter       Innenverteidiger
30 11 Wöber
 6 12 Sonnleitner
17 15 Dibon
20 16 HofmannM
 4 20 Schrammel          Außenverteidiger
22 25 Pavelic
24 29 Auer
26 30 Močinić            defensives Mittelfeld
15 31 Grahovac
 8 33 Schwab
11 40 Hofmann            offensives Mittelfeld
29 41 Murg
18 42 Szántó
10 43 Nutz
27 44 Kuen
16 45 Malicsek
 7 50 Schobesberger
23 56 Traustason
10 55 Schaub
 9 60 Jelić              Stürmer
34 61 Joelinton 
13 62 Kvilitaia
99 63 Entrup
28 64 Tomi

Warum Rapid die Rückennummern in der nächsten Saison so ändern sollte?

  • Man erkennt die Spielerposition an der Rückennummer. Insbesondere vorteilhaft bei weniger bekannten Mannschaften.
  • Es gibt ausreichend (Nummern)Spielraum für neue Spieler.
  • Das Spiel wird für den Zuschaer verständlicher.
  • Es ist ein innovatives Konzept, das eine bedeutende Änderung im Fußball auslösen könnte – ausgehend von Rapid, natürlich.
  • Keine Kosten, große Wirkung!

Mannschaftsaufstellung nach Position (aktuelle Nummerierung)

spieler

Rapid-Admira

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4:0 (2:0)

Rapid hat Grund zur Freude, das Toreschießen klappt wie am Schnürchen.

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Als wir nach Hause gefahren sind, erfuhren wir von einer mutigen Wette, dass nämlich Rapid überhaupt kein Heimspiel in dieser Saison verlieren würde. Ob man sich da anschließen soll?

Und eine zweite interessante Bemerkung, dass sie ja direkt langweilig werden würde, die Saison, wenn das mit den Kantersiegen so weitergehen würde! Na, das werden wir aushalten!

Zum Spiel selbst muss man nicht viel sagen, es gibt eine Menge sachkundiger Berichte, die über die zahlreichen Links (weiter hinten) abrufbar sind.

Bei der Führung im Rapideum haben wir erfahren, dass die Pfarrwiese leicht abschüssig war und die Rapidler diesen Umstand durchaus auszunutzen verstanden, weil sie je nach Halbzeit die Schusskraft danach ausgerichtet haben und das besser konnten als die Gegner.

Nun, in unserem neuen Stadion ist das offenbar perfektioniert worden, je nachdem, in welche Richtung Rapid spielt, wird das Spielfeld in diese Richtung leicht abgesenkt, damit das Toreschießen einfacher wird.

So ist es natürlich nicht – aber den Eindruck hat man. Unser Spiel hat eine völlig unbekannte Qualität. Es war ein Spiel wie auf einer schiefen Ebene. Man kann sich daran gewöhnen und die Spieler wohl auch an die Standing-Ovations am Ende des Spiels.

Was macht diese Überlegenheit aus?

Der Block-West wird sagen, es wäre der Support gewesen. Man kann auch sagen, dass tatsächlich ein neues, mehr zielorientiertes Training für die Überlegenheit verantwortlich ist.

Aber eines kann es nicht sein: die Spieler. Denn so groß ist die Anzahl der Veränderungen auch wieder nicht. Joelinton war heute weniger glücklich, vielleicht so wie früher Matej Jelić. Die Position von Christoph Schößwendter kann durch Maxi Hofmann gleichwertig besetzt werden, daher bleibt eigentlich in der heutigen Elf nur Ivan Močinić als neuer Spieler. Dieser spielte zwar sehr sicher aber dass er allein dieses Übergewicht ausgemacht hätte, könnte ich nicht sagen.

Es ist vielleicht in Wahrheit nicht ein einzelner Umstand, sondern eben das Maßnahmen-Mix aber mein Tipp ist, dass es doch überwiegend das Training mit Mike Büskens ist. Verstehen tue ich gar nichts davon aber die konsequentere Ausrichtung auf den Endzweck ist im Vergleich mit den Spielen im Frühjahr schon sehr deutlich zu sehen.

Aber vielleicht ist es auch nur die Anfangseuphorie.

Wie immer es ist, wir werden es von Spiel zu Spiel besser verstehen.

Der Bauch des Stadions

Dass man aus vielen verschiedenen Speisen auswählen kann, ist eine echte Bereicherung. Das Tüpfelchen auf dem „i“ war aber das Rapid-Logo auf der Salatverpackung! Und: die Oliven haben keine Kerne! Perfekt!

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Dass das Rapid-Dorf vor Spielbeginn nicht erreichbar ist, ist ein Mangel, weil sich dort das einzige Wettbüro befindet. Ich persönlich brauche es nicht aber in dieser Hinsicht wäre eine Änderung notwendig.

Es herrscht eine gewisse Platzknappheit für Transparente. Grün-Weiß-Favoriten ist mit Pumuckl und Unikat irgendwo unter dem Dach gelandet und man sieht diese Transparente eigentlich gar nicht.

Das betrifft aber nicht nur die Transparente der Fangruppen, sondern auch der Sponsoren. LG, der neue Partner von Rapid findet nur in der Ecke einen Platz. (Bild ist leider verloren gegangen.)

Support

Der „Sound der West“ wirkt schon sehr magnetisch auch für uns auf der Ost. Alle sind motiviert, mitzuklatschen und auch mitzusingen, wobei die Texte… naja.

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Weil es so schön war, hat uns der Block-West auch an den ziemlich eindrucksvollen Derbysieg hingewiesen. Dem müssen wir gar nichts hinzufügen, als: ja, schön wars!

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Ich meinte schon, dass wir in der „Causa Entrup“ jetzt einmal ein Spiel durchatmen konnten. Aber dieses Kapitel ist wohl noch nicht geschlossen, denn in einem kleinen Transparent, das man aus der Ferne als „Rapid entrümpeln“ hätte lesen können, stand „RAPID ENTRUMPEN!“

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Beim Block kann man studieren, was Religionen so alles anrichten können. Aus der einen Seite sorgen sie für einen Gleichklang der Gedanken und Handlungen:

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Das schaut noch alles recht ordentlich und diszipliniert aus. Dass aber diese ganz normalen Menschen (genaue einzelne unter ihnen) gleichzeitig auch ziemlich mieser Handlungen gegenüber tollen Sportlern fähig sind, das bedarf einer ziemlich radikalen Auslegung  des Begriffs „Rapid“ als Religion.

Der Slogan „Kleiner Lord Mathias, seit Geburt an einer von uns“ klingt irgendwie unschuldig. Für mich ist es aber wie eine Drohung. Es ist so ungefähr das, was ich nicht will, dass man Kindern antut. Es verhindert nämlich die Wahlfreiheit, wenn Kinder mit irgendeiner Story indoktriniert werden. Also zum Beispiel es nicht zulassen würden, dass ihr Kind nicht zu einem anderen Verein gehen dürfte (zum Beispiel weil dort seine Freunde sind) .

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Irgendwie hat sich Rapid mit dem neuen Stadion in vielen Belangen in eine ganz neue Ära hinaufkatapultiert und noch mehr Distanz zu anderen Vereinen aufgebaut.

Es wäre ja nicht allzu weit in die Südstadt und dennoch sind es nicht mehr als 50-100 Admiraner, die sich nach Hütteldorf  verirren. Das Dürfte auch der Grund sein, warum schließlich die Besucherzahl (im Vergleich mit dem Spiel gegen Ried) knapp unter 22.000 blieb, denn die Rieder waren doch ein bisschen mehr neugierig auf das neue Stadion im Westen Wiens als es die Admiraner waren.

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Anfahrt

In diesem Tagebuch wurde schon im März über die tolle Direktverbindung nach Hütteldorf, die S80 berichtet. Link. Damals war die S80 leer.  Heute schaut das so aus:

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Vor einem Spiel gibt es ab Hauptbahnhof nur Stehplätze, ab Meidling kommt man oft gar nicht mehr in den Zug. Die ÖBB führen nur einen Kurzzug. Ich werde den ÖBB einmal den Rapid-Spielplan zusenden. Da wurde sicher etwas übersehen.

Links

 

Rapid II-Schwechat

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4:1 (1:0)

Das Team um Muhammet Akagündüz spielte mit einer bisher nicht gekannten Einsatzfreude. Besonders der rechte Flügel war mit seiner Schnelligkeit beeindruckend.

Man weiß nicht so recht, ob es die neue Zusammensetzung der Spieler ist oder der neue Trainer; es ist ein Spaß, sich das Spiel mit dem neuen Elan anzusehen. In meiner Nähe saßen einige, die erstmals ein Spiel von Rapid II angeschaut haben und sie waren sicher, dass sie wiederkommen würden.

Das hohe Tempo erscheint durch die Nähe zum Spielfeld noch größer.

Ambiente

Dass sich die Kantine und ihr Gegenteil gerade die Breitseiten des Stadions als Standort ausgesucht haben, ist ein bisschen unpraktisch. Auch das Licht könnte besser sein.

Dafür war aber Leo Gartler sehr gut zu hören, das Mikrofon hatte keine Wackelkontakte. Leo wollte den günstigen Spielverlauf nutzen und versuchte den Dialog „Rapid“ -> „drei“, „Schwechat“ -> „null“, hat aber dabei übersehen, dass der Sprecher immer nur die Mannschaft ansagt und das Publikum die Zahl. Das Publikum kann bei einem 3:1 natürlich „null“ sagen, wenn aber der Stadionsprecher sich selbst die Antwort gibt, dann darf er das natürlich nicht und müsste „eins“ sagen. Das erlebt man halt nur bei Rapid II.

Die gut bestückte Tombola lockte viele Loskäufer an, jedenfalls genug, dass wieder einmal kein Gewinn für uns herausgeschaut war.

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Gerhard Niederhuber (Klub der Freunde des S.C. Rapid) und Peter Elstner (Mediencoach von Rapid II) belegten zwar zuerst den besten Platz am Platz, wurden aber später vom Fernsehteam verdrängt.

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Die vereinigte Fanszene, bestehend aus AMAS Support, Grün-Weiß-Hornissen und Pumuckl On Tour (mit neuem Transparent) sind um Stimmung bemüht.

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Das Shake-Hands der beiden Teams bei der Aufstellung.

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Leider schweigen sich die Webseiten weltfussball.at und ligaportal.at über den Schiedsrichter und die Zuschauerzahl aus. (Es werden etwa 250 Zuschauer gekommen sein.) Den genauen Spielbericht bitte im Bericht von Christian Wiesmayer auf der Rapid-Seite oder im Grünzeug von Gerhard Niederhuber nachlesen.

Links

Rapid-Viertelstunde vom 12.8 2016

  • Die erste Rapid-Taufe
  • Alles über den Rasen
  • Drohne über Stadion
  • Link zum Video