Anton und Franz, „Football old style“

Bei einer überraschenden gemeinsamen Fahrt nach Wolfsberg erzählte uns Thomas, der Obmann des „Stehtisch Grün-Weiß“ ein kleine Begebenheit, die uns eine Menge über die Situation von Rapid in den 1970-er/80-er-Jahren sagt.

Thomas ist sein frühester Kindheit Rapid-Anhänger. Schon mit 15 Jahren ist er als völlig Unbeteiligter in einen Raufhandel mit einer Gruppe von Austrianern geraten. Thomas ist Rapid immer sehr nahe gestanden und schilderte uns die damalige Mitgliederstruktur von Rapid. Es war eher eine elitäre Gruppe von Personen, die zu den Mitgliedern von Rapid gehörte. Von einem Mitgliederverein im heutigen Sinn konnte man damals noch nicht sprechen.

Wenn zu einer Mitgliederversammlung gerufen wurde, dann fand diese in der Aula des Gerhard Hanappi-Stadions statt. Es waren damals etwa 50 Mitglieder anwesend. Am Podium waren (auch) Franz Binder als Alt-Funktionär und Anton Benya (später Präsident des SK Rapid).

Eine Frage aus dem Publikum lautete, warum die heurigen Mitgliedskarten noch nicht versendet worden seien.

Anton Benya wusste das nicht so genau und ging auf die Frage zunächst nicht ein. Währenddessen schrieb der neben ihm sitzende Franz Binder ein paar Worte und schob den Zettel Anton Benya zu. Dieser las einfach vor, dass „man die Rechnung für die Mitgliedskarten des Vorjahres noch nicht bezahlt habe und daher die Druckerei den neuen Auftrag noch nicht bearbeitet hat“.

Das genau wollte nun Franz Binder nicht, dass seine Worte so direkt gesagt werden aber Benya betonte lachend, dass er ein „grader Michl“ wäre und die Dinge den Menschen ungeschönt weitergeben würde.

Diese Anekdote sagt uns viel über die damalige Gebarung von Rapid. Ein „von-der-Hand-in-den-Mund-leben“. Man war dem (damaligen) „Old-style“ noch näher als dem kommerziell erfolgreichen modernen Fußball.

Es war vielleicht kein Zufall, dass man Anton Benya fehlende wirtschaftliche Leitungskompetenz bei Rapid und beim Konsum nachgesagt hat.

  • Anton Benya (Wikipedia)
  • Franz Binder (Wikipedia)
  • Binder Franz jr: Franz „Bimbo“ Binder, Residenz-Verlag, 2011

Ein Bild aus diesen Tagen anlässlich der Geburtstagsfeier für Franz Binder im Hanappi-Stadion (vlnr.) Stadtrat Mrkvicka, Alfred Körner, Parlamentspräsident Anton Benya, Karl Decker, „Bimbo“ Binder und Robert Körner. (Bild aus dem Buch „Franz „Bmbo“ Binder“, S.266).

WAC-Rapid

2:1(1:0)

Ich war allein mit meiner Sicht, dass das Spiel von Rapid kein schlechtes Spiel war. Es sind nur die Ergebnisse, die alles schlecht erscheinen lassen.

Niemand würde im Nachhinein ein Wort über die vielen Fehlpässe von Stefan Schwab verlieren, wenn am Schluss drei Punkte mitgenommen werden. So aber wird jedes Detail so interpretiert als würden die Spieler Totalversager sein, was aber natürlich nicht stimmt. Dass sie total verunsichert sind wie Musculus im Asterix-Band 12 „Asterix bei den olympischen Spielen“, kann man ihnen kaum verdenken. Alle Beobachter bestätigen dem Trainerteam gute Arbeit und am Ende stehen sie und wir mit leeren Händen da.

Erfolg im Fußball erinnert irgendwie an die Feinabstimmung von Heinz Oberhummer, dass nämlich alle Zutaten einen sehr genau dosierten Anteil haben müssen, damit sich im Universum Leben bildet und sich im Falle von Fußball Erfolge einstellen. Niemand weiß aber genau über diese Zauberformel Bescheid. Man stochert im Dunkeln.

Ambiente

In einem inoffiziellen EwkiL-Ranking der peinlichsten Platzsprecher führt mit Respektabstand jener von Wolfsberg, der bei diesem Spiel – als Prinzessin verkleidet – wieder einmal seine Ansage nicht in Einklang mit der Realität der Besucherstimmung bringen konnte.

Unverhofft kam unsere kleine Gruppe in den Genuss einer gemütlichen Autofahrt und einem Mittagessen in Kaiserwald und einem hervorragenden Abendessens in Gundersdorf am Ende der Pack beim Heurigen Windisch. So werden Niederlagen verarbeitet!

Dieser Sonnenuntergang über der Saualpe ist zwar etwas Alltägliches aber an diesem Abend hatte er für uns Rapidler etwas Symbolisches.

Gedämpfte Fangesänge

Wenn Rapid nicht wie Rapid spielt, „dreht“ der Fanblock „am Lautstärkeregler“. Es wird zwar das volle Rapid-Brevier abgesungen, allein es klingt so wie eben auch die Stimmung ist.

Dass man dann den Spielern die Verabschiedung verweigert, weil man ihnen die Schuld am Misserfolg gibt, gehört zwar zum fußballerischen Ritual, teilen kann ich diesen Haltung nicht. Es wäre mir ein Anliegen, zu jedem einzelnen Spieler hinzugehen und ihm für die durchaus ansehnliche Leistung zu danken.

Für die unzweckmäßigen Einkäufe wurde ja schon ein Schuldiger benannt und wir alle wissen, dass wir diese Situation jetzt nicht ändern können.

Erfolge gehören zu jenen Glücksmomenten im Leben, die wir zwar alle anstreben, die uns aber leider trotz größter Anstrengung nicht zufallen, nur weil wir „Rapid“ sind.

0,9 Punkte pro Spiel

Noch nie in der Rapid-Geschichte gab es eine Phase mit 0,9 Punkten pro Spiel. Zoran Barisic musste mit 1,78 Punkten, Peter Schöttel mit 1,61 Punkten gehen. Aber was jetzt? Wir haben einen anerkannten Fachmann als Trainer geholt und Rapid will nicht auf Touren kommen.

Links

Mit Rapid kann’st was erleben…

Seit einiger Zeit fahren wir mit dem gemütlichen Rapid-Fanbus zu Auswärtsspielen, organisiert von Klubservice, begleitet von Maria und Hans. Man bezahlt im Fancorner, bekommt ein Ticket und mit ein bisschen Glück auch einen freundlichen Chauffeur mit einen Bus mit WLAN und Stromanschluss.

Jürgen stellt die Wurstsemmeln für zwischendurch her, eine Familie eben.

Der vereinbarte Treffpunkt für die Reisegruppe mit dem Rapid-Klub-Bus nach Wolfsberg war 10:30. Alle waren da, bis auf den Bus. Um 11:00 war klar, der Bus wird nicht kommen, denn es wurde kein Bus bestellt.

Rapidler helfen zusammen! Ein Teil unserer Reisegruppe wurde von den Tornados mitgenommen, leider war aber nicht für alle Platz und der Rest, 8 Personen fuhren mit dem eigenen PKW. Mit uns fuhr Thomas, Chef des „Stehtisch Grün-Weiß“ Es bedarf solcher Zufälle, dass man sich besser kennenlernt. Es war eine unterhaltsame Fahrt, bei der wir viel über die Fanszene, über den Stehtisch Grün-Weiß und auch eine köstliche Anekdote über Rapid der 80er Jahre erzählt bekamen (getrennter Bericht).

Thomas möchte heuer alle 36 Spiele von Rapid besucht haben – wenn’s auch derzeit schwer fällt.

Bei herrlichem Wetter machten wir Station in Kaiserwald und ärgerten uns – ich weiß nicht zum wievielten Mal – über die unangebracht hohen Preise, die zu einem Teil auch durch die sonderbare Art des Inkassos geradezu erforderlich sind. Denn zu konsumieren und nicht zu bezahlen, ist in diesen Raststätten nicht das große Problem.

Bei der Rückfahrt wurde ein Halt beim Heurigen Windisch in Gundersdorf, Abfahrt Steinberg unmittelbar nach der Pack eingeplant. Ein kulinarisches Highlight! Die mehrfach konsumierten Spezialitäten: Schilcher und Kürbiskernlikör.

Rapid II-Ritzing

0:2(0:2)

Unser Tormann Zsolt Rátkai hat mit der Niederlage nicht allzu viel zu tun. Ich glaube fast, ich habe im unteren Bild nicht den richtigen erwischt. Es ging bei dem Bild auch mehr um das Transparent von Christian im Hintergrund.

Man könnte sich damit beruhigen, dass der Nachwuchsmannschaft Rapid II gegenüber dem Team von Ritzing etwas an altersbedingter Reife fehlt, allerdings gilt das für alle Nachwuchsmannschaften. Mit diesen Resultaten wird ein Aufstieg in die erste Liga schwierig.

Es gehört in das Kuriositätenkabinett der Regelwerke, dass ein Spieler, dessen Vertrag für die nächste Saison nicht verlängert wird, sich einen neuen Verein sucht und dann dort zwei Spiele lang nicht spielen darf. Genau das passierte Andi Dober und Eren Keles, den beiden Neuzugängen. Eigentlich haben wir Andi Dober als Stabilisator am Spielfeld erwartet aber diese sonderbare Regel hat seinen Einsatz verhindert.

Meisterteller in der Rekordmeisterbar

Meisterteller 2007/08 in der Rekordmeisterbar

Die praktische Nähe der Rekordmeisterbar und die dortige angenehme Atmosphäre ließ uns das Würstel beim Kiosk gegen ein Würstel in der Rekordmeisterbar tauschen. Ein guter Tausch! Neuerdings kann man dort den Meisterteller 2007/08 bewundern.

Links

Rapid-Viertelstunde vom 24.2.

  • Tobias Knoflach im WordRap
  • Hofmann Rapideum-Führung
  • Schätze aus dem Rapid-Archiv
  • Interview mit Andreas Dober
  • Link zum Video

 

Forza Curry

FORZA-Rapid um 5,-, 4,- oder 0,- Euro

Als wir vor dem Spiel gegen die Admira im Stags Head saßen, bemühte sich Gregor, die neue Ausgabe der Forza Rapid zu verkaufen. Normalerweise kaufe ich jede Ausgabe aber an diesem Abend habe ich das irgendwie übersehen.

100 Seite „Rapid“ bietet diese Ausgabe!

Man muss auch keine Druckausgabe kaufen, man kann die Ausgabe auch online erwerben. Man geht auf die Seite www.kiosk.at/forzarapid. Dort bekommt man die Ausgabe um 4,- Euro. Allerdings nicht in gedruckter Form sondern als PDF-Dokument zum mobilen Lesen. Für mich ist das ohnehin viel praktischer. Man registriert sich und kauft.

Heute meldet sich die SMS-Nummer 1899 (Rapid Mobil) bei mir und bietet mir einen Gutscheinkode für diese Ausgabe an. Man loggt sich daher bei www.kiosk.at/forzarapid ein, kauft und löst beim Bezahlen den Gutscheinkode ein. Perfekt!

Danke, Rapid Mobil!

Als „Rapid Mobil Multis“ haben wir noch zwei weitere Gutscheinkodes bekommen. Wer aus dem Kreis der Leser dieses Newsletters sich die aktuelle Ausgabe der Forza-Rapid downloaden möchte, bitte um eine SMS an 0664-1899-5070. Die ersten beiden SMS bekommen die Codes.

Achtung

Es handelt sich zwar um eine PDF-Datei aber man kann nicht ganz freizügig damit umgehen, denn am unteren Rand des PDF-Dokument steht folgender Text:

Das Dokument ist also personalisiert.

Curry Wurst

Beim Februar-Stammtisch wurde eine neue Spezialität auf der Ost-Tribüne angekündigt, die Curry Wurst. Die musste ich natürlich gleich probieren und war damit überhaupt der Erste, der nach dieser Wurst gefragt hat. Es war auch nicht leicht, sie zu finden. Sie ist nur auf der Ost, beim vorletzten Stand Richtung Nord zu bekommen. Und so schaut sie aus, mit einem Glühwein am „Stehtisch Grün Weiss“.

Trost vom Toni

Unser Haus ist durch und durch violett. Lauter nette Leit aber eben violett. Und Toni ist der netteste überhaupt. Ich traf ihn bei den Briefkästen und es kann nicht ausbleiben, dass man über das (hoffentlich nur) momentane Tief von Rapid plaudert. Es ist interessant, dass sich die Austrianer sehr wohl Gedanken und – fast könnte man meinen – Sorgen machen um ihren Sparringpartner Rapid.

Tonis Résumé war etwa folgendes:

Zoki hat den Spielern Spielfreude und Rückhalt gegeben. Wenn etwas einmal nicht geklappt hat, war er da, um sie zu schützen. Durch den immer ganz guten Tabellenplatz hat es für die Spieler auch ständig eine Perspektive nach oben gegeben, dass es sich auszahlt, sich noch mehr um den Sieg zu bemühen. Rapid-Geist eben. Die Spieler haben eine Vaterfigur verloren.

Dass man – wie beim Derby – das Spiel in der 68. Minute praktisch aufgibt, das ist etwas völlig Neues, das hätte es früher nie gegeben, meinte Toni. Man hat den Eindruck als wäre die Tugend des Kämpferischen, durch das Taktische abgelöst worden und so, als würde die Austria die Rapid-Viertelstunde von Rapid erben – wenn es so weitergeht.

Schließlich sprach mir Toni noch Mut zu. Ein Austrianer! Wer hätte das vor einem Jahr gedacht!

Schlimmer noch, Florian vermisst „sein Rapid“. Vielleicht hätten die meisten von uns im vorigen Juni dieselbe Entscheidung getroffen wie der Vorstand. Dass eine solche Entscheidung so falsch hätte sein können, hätte wohl niemand von uns erwartet.

Rapid-Admira

0:0

Das Spiel selbst war solide. Rapid war überlegen, aber die Admira ging wie ein Sieger vom Platz, genauso, wie in der Vorwoche die Austria. Ja, es war ein Unentschieden aber in dieser Tabellensituation ist ein solches wie eine Niederlage.

Früher hat es geheißen, dass Rapid eher gegen die Großen besteht, vielleicht, weil dann eine größere Spielfreude da ist. Heute verliert Rapid da wie dort.

Der Anfang und das Ende des Spiels, die waren nach unserem Geschmack. Aber dazwischen? Nicht nur, dass das Publikum den kurzen Einsatz von Steffen Hofmann begeistert aufgenommen hat; man hatte auch den Eindruck, als würde Ordnung ins Spiel einkehren und Steffen für die erfolgversprechenden Pässe sorgen. Auch der erfreuliche Kurzeinsatz von Sobczyk zeigt, dass der Trainer laufend nach Alternativen im glücklos agierenden Sturm sucht.

Es wurde in den Interviews angesprochen: die Anstrengung im Spiel, beim Training, die ist da; allein der Erfolg fehlt. Im Bild: „der Feldherrenhügel“

Links

Unsere Situation

Seit wir Spiele von Rapid besuchen, gab es ein solches Tief nicht. Und dass wir uns das nicht nur einbilden, zeigt die folgende Tabelle der erreichten durchschnittlichen Punktezahl:

1.79 Pacult
1.78 Barisic
1,64 Büskens
1,61 Hickersberger
1,61 Schöttel
1,13 Matthäus
1,09 Zellhofer
1,00 Canadi

Hier die Spiele unter Canadi im Detail

0:2 RB
0:1 Genk
1:2 Sturm
1:1 Mattersburg
1:0 St.Pölten
1:1 Bilbao
3:1 Ried
1:3 Altach
1:1 Austria
0:0 Admira

Es waren erst zehn Spiele unter Canadi und es wird sicher noch besser werden aber es fühlt sich insgesamt sehr schlecht an. Und dann kommt noch die Tabellensituation dazu.

Leider erinnerte der Trainerwechsel im vorigen Sommer fatal an das von Rapidlern immer schon kritisierte Hire-And-Fire-Prinzip eines Frank Stronach; und jetzt ist es uns selbst passiert und es scheint sich wie ein Fluch auch heute von zu rächen.

Verkauf des Misserfolgs

Solange ein Produkt nicht herzeigbar ist, ist es kontraproduktiv, es zu bewerben (Zitat aus dem Buch „Guerilla Marketing“). Potentielle Kunden verschwinden gleich wieder, kommen nicht wieder und machen noch dazu Negativwerbung.

Genau in dieser Situation ist Rapid jetzt. Trotz größter Anstrengungen ist der Erfolg nicht gegeben, und dennoch muss man die Zuschauer am Abwandern hindern.

Die aufwändige Herstellung des Plakats „Alle gemeinsam, jetzt erst recht“ ist so ein Versuch, das Positive an der Situation, dass man nämlich gerade jetzt zusammenhalten muss, herauszukehren. Und man kann es allen diesen Bemühungen nur wünschen, dass sie uns auch wieder den Erfolg bringen, den man sich als Besucher von Rapid-Spielen erwartet. Ein tolles Projekt!

Alle Mitglieder von EwkiL:Rapid erhalten eine Foto-Version des Bildes gemeinsam mit der Klubkarte zugeschickt.

Rapid-Viertelstunde vom 17. Februar

  • Vorschau: Das erste Heimspiel 2017 (Harry Gartler, Christoph Peschek)
  • Rapid-Spieler verteilen Rosen
  • Rapid empfängt Partner & Sponsoren
  • Sportminister Doskozil im Interview
  • Zum Video

Eigenwerbung

Dieses Tagebuch ist mit WordPress erstellt. Gehostet wird diese Seite von ClubComputer als Wiederverkäufer von ccc.at/Pressbaum. Wir, bei ClubComputer, leben nach dem Motto: „wir begleiten unsere Mitglieder in die digitale Zukunft“. Wir veranstalten dazu im Abstand von 14 Tagen Vortragsabende, verlegen eine Zeitung und bieten unseren Mitgliedern Webhosting im Rahmen ihrer Mitgliedschaft kostenlos an. Die meisten  verwenden WordPress als Grundlage. Alles zum Preis eines Krügels pro Monat.

Am kommenden Donnerstag bieten wir allen Interessierten eine Einführung in das Arbeiten von WordPress an. Wer sich über das Publizieren im Internet informieren will, ist gerne als Gast willkommen. Anmeldeseite mit weiteren Informationen zu WordPress.

GRÜNZEUG-581

INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951) 44.JAHRGANG/FEBRUAR 2017/Nr.581/Versand 13.2.2017

Unsere nächste MITGLIEDERVERSAMMLUNG findet am MONTAG, dem 27. FEBRUAR 2017, um 19 Uhr statt. Eingeladen haben wir diesmal die Herren

  • Fredy BICKEL (Sportdirektor des SK Rapid),
  • Damir CANADI (Cheftrainer des SK Rapid) und
  • Helge PAYER (Tormanntrainer des SK Rapid).

Einlass um 18.30 Uhr! Wir ersuchen um zahlreichen Besuch! Gäste herzlich willkommen!

IN EIGENER SACHE Wir gestatten uns den Hinweis auf den dieser Nummer beiliegenden Zahlschein für die Begleichung des Mitgliedsbeitrags 2017 und auf die Wichtigkeit dieser Zahlung(en), ohne die unser traditionsreicher Klub logischerweise nicht existieren könnte, von der gewohnten Unterstützung des SCR-Nachwuchses gar nicht zu reden. In diesem Sinne bitten wir unsere sehr verehrten Mitglieder um ehestmögliche, zweckentsprechende Verwendung des Zahlscheins und bedanken uns bei allen, die uns auch weiterhin die Treue halten.

WEIHNACHTS-NACHWEHEN Der Applaus, mit dem Obmann Gerhard Niederhuber und Vorstandsmitglied Kurt Vytesnik (vertrat den verhinderten Martin Reiser) am 6.12. im Festsaal des Allianz-Stadions beim Betreten der weihnachtlich geschmückten Bühne bedacht wurden, war ein Beweis der Wertschätzung, die der jahrzehntelange Nachwuchsförderer Klub der Freunde des S.C.Rapid beim Stammklub und dessen Angehörigen genießt. Wie gewohnt stellte er sich mit einem 2.500-Euro-Akontoscheck ein und der Zusicherung, den Überhang der 40. Aktion „Weihnachtsfeier für den Nachwuchs“ anlässlich seiner nächsten Generalversammlung an die Jugendleitung weiterzugeben. Damit es dazu kommen kann, bringen wir hiemit die aktuelle Sammelaktion in Erinnerung: Helfen bitte auch Sie mit einem Beitrag nach Selbsteinschätzung, damit wir den Nachwuchs des SCR gerade zu Weihnachten weiterhin finanziell unterstützen können und dessen Wertschätzung unverändert bleibt! Die sich auch an der Zahl der unsere Versammlungen (mehr oder weniger gerne)
besuchenden Profis ablesen lässt – ein Privileg, das wir als einer von nahezu 200 Fanklubs quasi exklusiv genießen dürfen! Sollte Ihnen der Zahlschein abhanden gekommen sein, können Sie ihn nachbestellen (siehe Impressum). Und: Sämtliche Spender(innen) werden im „Grünzeug“ namentlich erwähnt, auch das hat schon Tradition. Nun aber im Namen der SCR-Jugendleitung ein vorauseilendes Dankeschön an alle Nachwuchsfreundinnen und -freunde! Ebenfalls „Dankeschön“ sagte am 6.12. das Special Needs Team für die 1.000-Euro-Spende eines anonym bleiben wollenden Vorstandsmitglieds der Rapidfreunde, die Niederhuber dem Kapitän der vom Schicksal gezeichneten, aber dennoch bewundernswert fröhlichen Truppe überreichte. Ja, wir vom ältesten Anhängerklub (der gesamten Welt?) haben eben – und nicht nur zu Weihnachten – ein großes Herz für alles, was Rapid heißt! Sie auch? Zurück zur Nachwuchs-Weihnachtsfeier!

Unter den rund 600 Anwesenden (Präsidium mit Michael Krammer an der Spitze, Geschäftsführer, Trainer, Spieler, Stadionpersonal, Vertreter der Schulbehörden, WFV-­Jugendobfrau Brigitte Frey, last but not least Steffen Hofinann und Mario Pavelic sowie Kabarettist Gernot Rudle) herrschte bei Speis und Trank bis zum Fazit „Super war’s“ beste (Vor-)Weihnachtsstimmung, so auch bei Niederhuber, der mit einem riesigen Foto sämtlicher Nachwuchsteams als Revanche für unsere Unterstützung von dannen zog, das im Klublokal sicher wieder einen Ehrenplatz finden wird. Wichtiger Schlusssatz: Weihnachten ’16 ist längst Geschichte, trotzdem nehmen wir natürlich auch weiterhin Spenden zu unserer traditionellen Sammelaktion entgegen. Auf dass wir auch zu Weihnachten ’17 sagen können: „Super war‘ s“ oder auf gut Wienerisch: „Leiwand woa’s.“

DER HERBE HERBST 2016 „Eine Erneuerung, die keine Verbesserung ist, ist eine Verschlechterung“, hat irgendein kluger Mann einmal gesagt. Um nur beim Herbst bzw. Rapids Liga-Bilanz zur Winterpause zu bleiben: Vor Jahresfrist holte Zoran Barisic in 20 Spielen bei 40:28 Toren 34 Punkte und kam in der Europa-League-­Gruppe E auf 15 Zähler, was Platz 1 und die Qualifikation für das Sechzehntelfinale bedeutete. Seine Nachfolger führten den „besten Kader, seit ich hier bin“ (Steffen Hofmann im Sommer) bis zur Winterpause ‚ 16/17 zu lediglich 27 Punkten in ebenfalls 20 Meisterschaftsmatches (32:23 Tore) und scheiterten in der EL-Gruppenphase mit nur sechs Punkten, das freilich denkbar unglücklich, man denke nur an die Benachteiligungen durch den slowakischen Referee beim 0:1 in Genk. Das mangelnde Glück zog sich überhaupt wie ein roter Faden durch den herben Herbst. Dessen ungeachtet konnte man leider von keiner Verbesserung sprechen, die der (den) Erneuerung(en), sprich dem (den) Trainerwechsel(n) folgten. Und das hatte nicht nur mit den unglaublich zahlreichen Verletzungen auch von Führungsspielern zu tun. Einer von ihnen sagte an Büskens‘ erstem Trainingstag zum Verfasser: Barisic war wie ein Vater zu uns.“ Was natürlich nicht durchwegs optimal ist, weil es sogar beim SCR Spieler geben soll, die einen gelegentlichen Tritt in den Allerwertesten brauchen, um wieder auf den Teppich zurückzukommen. Denn: „Menschen, Menschen samma alle“. Und: Was ist schon optimal? Mike Büskens kam bestimmt mit den besten Absichten zu Rapid, aber er glaubte, das Unterste unbedingt zuoberst kehren zu müssen. Zwei nicht nur dem Autor sauer aufstoßende Beispiele: Steffen Hofinann tauschte er beim 0:2 gegen Trencin (25.8.) in der 92. (!) Minute ein, und am 21.9. ließ er ihn auf dem Sportklub-Platz beim Cup-1:0 gegen Leobendorf lange aufwärmen, bevor er in Minute 69 nicht ihn, sondern den 17-jährigen Kelvin Arase aufs Feld schickte; Vizekapitän Mario Sonnleitner, seit Sommer 2010 eine wichtige Stütze, setzte er als „fünften Innenverteidiger“ monatelang auf die Tribüne. Maßnahmen, die das Mannschaftsgefüge nachhaltiger durcheinander brachten, als man vielleicht denken konnte. Denn: „Wir sind eine geile Truppe“, hatte der oben zitierte Führungsspieler mehr als nur einmal betont; und geile Truppen haben u.a. auch das Merkmal, zusammenzuhalten. (unterbewusst) auch gegen den Trainer? Das wollen wir nicht unterstellen.

Nach dem 0:1 gegen Wolfsberg und 20 Punkten aus 14 BL-Partien sowie deren fünf nach vier EL-Spielen war Büskens also Geschichte und Müller, der Geschäftsführer Sport, ebenfalls. Der herbe Herbst hatte allerdings trotzdem kein Ende, immerhin stellte der aus Altach zu Hilfe geeilte Damir Canadi prompt eine alte Ordnung wieder her, indem er den verdienten „Sonni“ nicht nur aus der Verbannung holte, sondern ihn in Steffens Abwesenheit auch wieder zum Kapitän machte, und der dankte es ihm auf Anhieb mit sehr guten Leistungen. Canadi war vor seiner Tätigkeit als Profitrainer bekanntlich Hausbesorger, und als solcher versteht er sich sicherlich auf (Be)reinigungsarbeiten. Die brachten bis zur 20. und letzten Herbstrunde freilich noch keine wirklich positiven Ergebnisse: Ganze sieben Pünktchen aus den sechs Ligaspielen unter seiner Regie sind gewiss eine mehr als bescheidene Ausbeute. Zusammen mit den 20 „Büskens-Zählem“ ergibt das nach Adam Riese um sieben weniger als zu Zokis Zeit. Erneuerungen, die Verbesserungen brachten? Der Blick auf die winterliche Tabelle beweist bedauerlicherweise das Gegenteil. Und dass eine Rückkehr auf die europäische Bühne wohl nur über den ÖFB-Cup möglich sein wird, ausgerechnet über den! Das Viertelfinale wird Rapid am 4. oder 5.4. in St.Pölten bestreiten. Aber: Wenn Canadi, der in Altach ein offenbar nachhaltiges „Wunder“ vollbracht hat, erst wieder Leute wie etwa Stefan Schwab, Philipp Schobesberger und natürlich einen auf Dauer fitten Steffen Hofmann zur Verfügung hat, um nur einige von vielen zu nennen, und wenn er zusammen mit seiner Betreuercrew die richtige, also auch mentale „Balance“ (sein Lieblingswort) zurück in die bis Sommer 2016 so „geil“ gewesene Truppe gebracht haben sollte, dann ist Ihrem Obmann und Redakteur auf Sicht nicht mehr bange, dann könnte dem herben Herbst ein zumindest einigermaßen süßes Frühjahr folgen. Vielleicht sogar ohne Aktionismus auf dem Transfermarkt? Der Blick auf den Stand der tipico-Bundesliga zur Winterpause tut natürlich verdammt weh:

1. Cashpoint SCR Altach (!) 20 13 3 4 33:22 42
2. FC Red Bull Salzburg     20 12 4 4 39:16 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 12 3 5 36:17 39
4. FK Austria Wien          20 12 1 7 37:29 37
5. SK Rapid Wien            20  7 6 7 32:23 27

GRÜEZI WOHL, HERR FREDY BICKEL!

Der Schweizer Fredy Bickel, 51-jähriger Vater zweier erwachsener Töchter und Enkel österreichischer Großmütter, folgte Andi Müller als Sportdirektor bzw. Vorstand Sport. Die „erfahrene und renommierte Persönlichkeit“ (Michael Krammer) erhielt einen Vertrag bis Sommer 2019 und trat ihr Amt am 1.1.2017 offiziell an. In gleichen Funktionen war er in seiner Heimat viele Jahre bei Grasshoppers Zürich, dem FC Zürich und zuletzt wieder bei Young Boys Bern tätig. Der gelernte Journalist führte seine Klubs mehrfach in CL-und EL-Gruppenphasen sowie zu insgesamt sechs Meister- und drei Cupsiegertiteln.
Sollte er ähnliche Erfolge auch mit unserem SCR, dessen Kader er Qualität bescheinigte, feiern können, würde es sicher keine „Wickel mit Bickel“ geben. Und ein vorschnelles „Salü!“ ebenfalls nicht. Das wünschen wir ihm, dem SK Rapid und uns allen.

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

El, 6.RUNDE (8.12.): ATHLETIC BILBAO (H) 1:1 (0:0)

Beiden Teams fehlten etliche Stammspieler, aber bei Rapid feierte der etatmäßige Vierergoalie Tobias Knoflach ein sensationelles Saisondebüt. Nach der von gut organisierten Abwehrreihen dominierten ersten Halbzeit ging es nicht zuletzt dank Rapids Jokern in den Strafräumen viel turbulenter zu. Für diese SCR-Formation war das gerechte Remis zweifellos ein Prestigegewinn. SCR: Knoflach; Auer, M.Hofmann, Sonnleitner, Wöber, Schrammel; Grahovac, Dibon (69.Schaub), Malicsek; Tomi (57.Kvilitaia), Jelic (57.Joelinton). Tore: Joelinton (72.)Saborit (84.).-Gelbe Karten: Wöber, Auer, Joelinton; Etxebarria.-Weststadion, Gözübüyük (Niederlande), 21.500.

Endstand der Gruppe F: l. Genk 6/12 (13:9). 2 .Bilbao 6/10 (10:11). 3. Rapid 6/6 (7:8) ­4.Sassuolo 6/5 (9:11).

BL, 19.RUNDE (11.12.): RIED (H) 3:1 (1:1).

  1. niederlagenloses Heimspiel gegen top- ­bis übermotivierte, mit dem einzigen Schuss aufs Rapidgehäuse früh in Führung gegangene Rieder, mühsamer Sieg vor Fredy Bickels Augen, etwas umstrittene Ampelkarte für P .Zulj, der sich schon Minuten zuvor für ein Brutalofoul an Schaub Rot verdient hätte, und: Vor dem Anpfiff aufmunternder Applaus für den urplötzlich schwerst erkrankten Geschäftsstellenmitarbeiter Ivica Viskup sowie in der Pause 60.000-Euro-Scheck für das Kinderhospiz MOMO, gesammelt vom „Block West“ -bravo! SCR: Strebinger; M.Hofinann, Sonnleitner, Wöber; Traustason (46.Thurnwald), Mocinic (46.Szanto), Dibon (70.Grahovac), Schaub, Murg; Kvilitaia, Joelinton.-Tore: Sonnleitner (26.) Kvilitaia (77., 82., Elfer); Elsneg (4.).-Gelbe Karten: Mocinic; Brandner, Özdemir.­Gelb-Rote Karte: P.Zulj (66., Schwalbe).-Allianz-Stadion, Eisner, 15.700.

BL, 20.RUNDE (18.12.): ALTACH (A) 1:3 (0:1).

Muckenhammer belohnte Prokopics Schwalbe mit einem Freistoß, in dessen unmittelbarem Gefolge der im Abseits stehende Zech Strebinger behinderte, sodass Netzer mühelos abstauben konnte. Vom somit doppelt irregulären 0: 1 erholten sich die personell aus dem allerletzten Loch pfeifenden Wiener (neben dem angeschlagenen Sonnleitner fiel der erkrankte Wöber als Nächster aus) nie mehr so richtig, obwohl sie die chancenarme Partie optisch offen gestalten konnten und Grahovac ein schönes Freistoßtor gelang. Apropos Freistoß: Wenn den Gegnern ein solcher zugesprochen wird, herrscht bei Rapid regelmäßig Alarmstufe 1 ! Diesmal fielen alle drei Altacher Goals bezeichnenderweise nach Freistößen. Schwacher Trost: In Altach haben schon wesentlich prominenter besetzte Rapidmannschaften viel zu oft die Punkte abgeliefert. Wer auch immer ihr oder der gegnerische Trainer war…
SCR: Strebinger; Auer (77.St.Hofmann), M.Hofmann, Dibon, Schramme!; Thurnwald, Grahovac, Murg; Schaub (71.Szanto), Kvilitaia (77.Tomi), Joelinton.-Tore: Netzer (7., 60.), Dovedan (55.); Grahovac (59., Freistoß).-Gelbe Karten: Prokopic, Lukse; KvilitaiaJoelinton, M.Hofmann.-Cashpoint-Arena, Muckenhammer, 7.229.

„MR. GRÜNZEUG NR. 581″: MARIO SONNLEITNER

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat. Schon wieder er! Gegen Bilbao dirigierte Kapitän Mario Sonnleitner die starke Abwehr der grünen Notelf souverän, gegen Ried sorgte er per Kopf für den Ausgleich und legte auch sonst eine tadellose Partie hin. In Altach jedoch war er leider nur für die Bank fit genug und konnte so die x-te Niederlage dort nicht verhindern.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

EC-Spiele: Srdjan Grahovac 20. und Joelinton 10. (beide gegen Bilbao).-Ansonsten: Fehlanzeigen.

JÄNNER 2017: EIN WAHNSINNSWINTER

Und das nicht nur wegen der rekordverdächtigen Dauerkälte. Und auch nicht nur wegen der Nachwirkung des Wahnsinnsherbstes 2016: Als sich der Kader am 9.1. zu den medizinischen Tests auf der Schmelz versammelte, laborierten Stefan Schwab (Knöchelbruch), Amor Ingvi Traustason (Rippenbruch gegen Ried) sowie Philipp Schobesberger (Ödem im Knie) weiterhin an langwierigen Verletzungen, um von vergleichsweise geringeren Wehwehchen etlicher Kollegen gar nicht zu reden.

Aber schon sehr bald nach dem ersten Trainingstag ( 10 .1.) ging‘ s erst so richtig los, schlug der Verletzungsteufel in atemberaubendem Tempo zu. Da zeigte sich Sportdirektor Fredy Bickel mehr als nur fassungslos, brachte diese noch nie dagewesene Serie von schweren Blessuren seine Personalplanungen doch total durcheinander: Rapids 30-Mann-Kader hätte durch Transfers auf 25 reduziert werden sollen, aber nun zogen sich jede Menge Akteure quasi von selbst bzw. durch gegnerische Fouls aus dem Verkehr -unglaublich!

15.1.: GERSTHOF 11:0 (3:0), Tore: St.Hofmann (Elfer) , Murg, Kvilitaia, Jelic (4, darunter ein 5­-Minuten-Hattrick), Auer, Arase (2), Wöber. Ivan Mocinic war nicht dabei (Meniskuseinriss, Knorpelverletzung, Arthroskopie, bis Saisonende out) und Thomas Schrammel schied mit Innen-und Außenmeniskuseinrissen aus (OP noch am selben Tag, wochenlang out).

18.1.: TRAISKIRCHEN 7:1 (4:1), Tore: Joelinton, Thurnwald, Okungbowa, Testspieler Gatt, Grahovac, Kvilitaia (2). Max Wöber war schon vorher ausgefallen (Wadenbeinkopfverletzung im Training, drei Wochen Schiene, wochenlang out), Matej Jelic humpelte gleich nach Beginn in die Kabine (Muskelriss in der Wade, wochenlang out), und Christoph Schösswendter biss bis zur Pause die Zähne zusammen, nachdem er brutal gefoult worden war (auch Muskelriss in der Wade, auch wochenlang out) -fünf Langzeitverletzte binnen fünf Tagen, Wahnsinn!

21.1.: WR.NEUSTADT (Trainer: Rene Wagner) 1:2 (1 :2), Tor: Schaub. Na, wenigstens kein neuer Verletzter, hurra!

22.1..: Abflug nach Spanien (Trainingslager in Benidorm), teils mit Rekonvaleszenten, teils mit Youngstern wie Kelvin Arase, Paul Gartler, Attila Szalai und Alex Sobczyk sowie dem FAC­-Kooperationsspieler Andi Kuen, um überhaupt auf Bickels „Traum.zahl“ 25 zu kommen. Am 25.1. ging es in Oliva Nova gegen Ungarns Meister FERENCVAROS BUDAPEST (mit Co-Trainer Goran Djuricins Sohn Marco, einem Ex-SCR-Nachwuchskicker), wobei es dank Szantos Elfer ein 1 :0 (0:0) gab.

28.1 . in Benidorm: PIAST GLIWICE (polnischer Erstligist) 2: 1 (0: 1 ), Tore: Malicsek, Sobczyk. Und ein neuer Schock: Max Hofmann musste früh passen, doch zum Glück ergab eine nach der Heimkehr am 29.1. in Wien durchgeführte MR ,,nur“ einen Außenbandriss im linken Knöchel, weshalb der Maxi ab Mitte Februar wieder einsatzfähig sein will. Immerhin sorgten die Polen, bei denen übrigens Ladi Maier als Co-Trainer fungiert, für den insgesamt 19. grün-weißen Patienten in der bisherigen Saison 2016/17 -Wahnsinn! Und da wundem sich die Leut‘, dass Rapid heuer oft schwach spielt, unter welchem Trainer auch immer. Die winterliche Transferzeit verlief in Hütteldorf notgedrungen ereignisarm wie selten: Paul Gartler (Kapfenberg) und Max Entrup (SKN St.Pölten) wurden für ein halbes Jahr verliehen, um zu mehr Spielpraxis zu gelangen. Da erhebt sich eine bange Frage: Wie wird der (allmächtige?) ,,Block West“ im Sommer Letzteren empfangen? Fraglich war die Zukunft der von Damir Canadi – vor allem wegen des Österreicher-Topfes – aussortierten Ján Novota und Tomi eigentlich nicht mehr, allerdings gab es ja noch Länder wie z.B. Russland, in denen das Transferfenster noch einige Tage geöffnet war. Bei Redaktionsschluss war aber nur bekannt, dass Tomi bei der ,,Zweiten“ trainierte und Rapid nach Gartlers Leihe nur zwei Torhüter hatte. Vorsicht wäre also geboten… Für die Profitruppe gab es keine neuen Gesichter, zumal ja manche Verletzte mehr oder weniger bald zurückkommen sollten. Falls ihnen nichts mehr passiert. Für die 2. Mannschaft wurde hingegen ein bestens bekannter ,,Neuling“ verpflichtet-siehe ,,Ein Blick zu Rapid II“.

Letzter Test vor Meisterschafts-Wiederbeginn am 4.2.: SCHWECHAT 4:0 (2:0), Tore: Kvilitaia, Pavelic, Malicsek, Sobczyk; Stefan Schwab feierte ein gelungenes 45-Minuten-Comeback.

EIN BLICK ZU RAPID II

Weil es in Österreich bekanntlich keine U19-Meisterschaft gibt, nahm Rapid am 6. und 7.1. die Verteidigung des 2016 beim „weltbesten A-Junioren-Turnier“ (deutsche Eigendefinition), dem Mercedes-Benz Junior Cup für U19-Teams in Sindelfingen bei Stuttgart errungenen Titels wieder mit entsprechend jungen Akteuren aus der 2. Mannschaft, ergänzt durch U18-Kicker, in Angriff; überdies standen in ,,Akas“ Aufgebot sogar drei 2000er-Jahrgänge (Goalie Jenciragic sowie die Torschützen Wunsch und Strunz), somit waren die Wiener eine der jüngsten Mannschaften im prominenten Achterfeld. Dessen ungeachtet wurde das Erreichen des Gruppensiegs und des Semifinales vorzeitig fixiert; außerdem stellte Rapid mit dem wieselflinken Dribblanski Kelvin Arase einen der drei Schützenkönige (jeweils fünf Treffer). Gruppenspiele: SÜDKOREA 3:0 (2:0), Tore: Arase (2), Prirsch; VfB STUTTGART 2:0 (1:0), Tore: Küssler, Wunsch; TSG 1899 HOFFENHEIM 0:1 (0:0) -eine Wiederholung des Vorjahresfinales, das der SCR mit 1:0 gewonnen hatte.­ Zwischenrunde: LEICESTER CITY 4:3 (2:3), Tore: Prirsch (2), Sahanelc, Küssler; RB LEIPZIG 0:3 (0: 1).-Semifinale: STUTTGART 2:4 (0:2), Tore: Küssler, Arase.-Spiel um Platz 3: LEIPZIG 3:2(3:1), Tore: Arase (2 Penalties), Strunz.-Finale: Hoffenheim-Stuttgart 2:1 (1:1); Platzierungen ab dem 5. Rang: Leicester, Schalke 04, Südkorea, Rosenborg Trondheim. Nach dem Trainingsstart am 11.1. gab es vorerst zwei Testspiele: Am 21.1. 3:1 (2:0) bei TECHNOPOL (Sobczyk 2, Heinicker) und am 29.1. 9:0 (4:0) gegen EBERAU (Tomi 2, Bosnjak 2, Heinicker 2, Nader, Jusic, Krenn). Dazwischen meldete Rapid Il nach der Verpflichtung des Vienna­-Offensivmannes Eren Keles (22) einen Sensationstransfer: Andi Dober (noch 30 und Liebling vieler Fans) war beim SKN St.Pölten (warum auch immer) nicht mehr gefragt und unterschrieb nach 85 Spielen und elf Toren für die Niederöstereicher bis 2018 für seinen Herzensklub, mit dem er ja zweimal Meister geworden war. Wir heißen den ,,Aggressive Leader‘ herzlich willkommen daheim! Abgegeben wurde hingegen Bernhard Fila (bis zum Sommer an Schwechat verliehen). Nicht so lange fehlen wird Florian Prirsch (OP nach Seitenbandeinriss am 28.1.). Der letzte Test vor dem Abflug ins Trainingslager in Benicassim (Spanien, 9.-15.2.) gegen Karabakh (3.2.) musste abgesagt werden.

SPLITTER

Im Herbst 2016 kamen 620.988 Zuschauer zu den 90 BL-Partien, 196.209 davon zu den neun Heimspielen des SCR. Stunn Graz empfing 97.897, die Austria 67.534 und Red Bull gar nur 62.312. Fazit: Ohne Rapid und ihre Fans könnte die Bundesliga einpacken. Und: Zuschauermäßig nicht auszudenken, wäre Rapid im letzten Halbjahr wirklich Rapid gewesen…

Weil Videoanalyst Stefan Oesen Rapid auf eigenen Wunsch verließ, ist von Zoki Barisics Betreuerstab nur mehr Athletikcoach Alexander Steinbichler beim Klub.-

Die weiteren (Langzeit-)Verletzten des Herbstes: Christoph Schösswendter (Muskelfasereinriss), Amor Ingvi Traustason (Rippenbruch), Jan Novota (Schulterprobleme), Mario Sonnleitner in Altach nur für die Bank fit genug, Maxi Wöber (krank) nicht einmal das.

Erfreuliches hingegen von Werner Kuhn, Rapids verdientem Ex-General-Manager und aktuellem Director Business, Development, Marketing & Sales, erhielt am 15.12. das Goldene Verdienstzeichen der Stadt Wien. Sportstadtrat Mailath-Pokorny: „Wenn Rapid eine Religion ist, dann ist Kuhn ihr Kardinal.“ Herzlichsten Glückwunsch, Werner!-

SCR-Weibnacbtsfeier (19.12., Allianz-Stadion): Andy Marek hatte wieder einmal ein tolles Programm organisiert, u.a. mit den Wiener Sängerknaben, einem Team-Wettsingen, das Steff/Sonni/Schwabello/Schobi gegen die Trainer und das Präsidium gewannen, und mit Austropop-Fan Fredy Bickel (,,Du, entschuldige, i kenn di“). Die Wermutstropfen: der sportlich missglückte Herbst sowie die Sorge um Ivica Viskup (künstliches Koma), dessen Genesung nicht nur Michael Krammers Weihnachtswunsch war, sondern auch der der 1.100 Gäste.

Bei der Wahl der BL-Trainer des Fußballers des Jahres (Alaba vor Fuchs und Sabitzer) kam Louis Schaub als Siebenter unter die Top 10, sonst kein Rapidler ..

Gratulation, Joelinton! Der Brasilo wurde am 1.2. in seiner Heimat stolzer Jungpapa eines Sirley Neto.

Vor allem dank dem Slowaken Ján Novota erhielt Rapid von der UEFA 232.000 Euro für die Abstellung von Spielern für die EM-Quali und die Endrunde; in Österreich gab es nur für die Austria mehr (250.000).

Ihr wichtigster Geldgeber ist jäh verstorben, daher droht der Vienna nach 122 Jahren das Aus. Sozial, wie er ist, bot sich der SCR in einer ersten Reaktion für ein Freundschaftsspiel auf der Hohen Warte an.

Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller: KLUB DER FREUNDE DES S.C.RAPID. Telefonservice: 01/8170035.-Redakteur: Gerhard NIEDERHUBER E-Mail-Adresse: klubderfreunde@aon.at Offenlegung: Grundlegende Richtung von „Grünzeug“ ist die umfassende Information der Freunde des S.C.Rapid. Medieninhaber: KLUB DER FREUNDE DES S.C.RAPID (Vorstand: Obmann: Gerhard Niederhuber, Obmannstellvertreter: Martin Reiser, Kassier: Clemens Bachmayer,

 

0677-1899 5070

Na, wenn das kein Gewissenskonflikt ist!

Meine Handy-Rufnummer gehört zu den Methusalems dieser Nummern. Unsere Festnetznummer der 80er-Jahren war 01-604 5070. Sehr schön! Man wusste damals, dass es sich um eine Rufnummer aus dem 10. Bezirk handelt. Beim Entstehen des GSM-Netzes, kaufte ich bei A1 die Wunschnummer 0664-101 5070 (in Anlehnung an meine Festnetznummer) und da in der Funkwelt jeder sein eigenes Telefon mit sich herum trägt, auch gleich die folgenden Nummern für die ganze Familie, also -5071, -5072, -5073. Billig war das damals nicht.

Und jetzt gibt es Rapid-Wunschrufnummern! Aber wer will schon zwei Handys mit sich herumtragen? Was tun?

Glücklicherweise hat mein (an sich sehr gutes) Google Nexus drei gravierende Mängel und daher wartet es schon länger auf einen Nachfolger.

  • Bei intensiver Nutzung muss es in den Mittagsstunden ans Ladegerät.
  • Die Kamara ist bei schwachen Lichtverhältnissen unbrauchbar.
  • Das Betriebssystem wird nach der Version 6.0.1 von Google kein weiteres Update mehr erhalten.

Nicht nur, dass die chinesische Handy-Schmiede Huawei neuerdings durch tolle Geräte von sich reden macht, die Huawei-Geräte verfügen meist über zwei SIM-Karten. Das neue Mate 9 hat es mir überhaupt angetan! Es verfügt über ein exzellentes Dual-Kamerasystem von Leica das zu den besten verfügbaren Handy-Kameras gehören soll. Der Akku ist mit 4.000 mAh mehr als doppelt so groß wie der des Nexus. Und so präsentiert sich das Huawei Mate 9:

Das Großformat ist praktisch. Man kann das Gerät nicht so leicht übersehen und man kann eventuell auch ohne Brille etwas erkennen. Wenn man die mitgelieferte Schutzhülle verwendet, ist die Farbe ziemlich egal. Das Gerät hat keinen Deckel, die SIM-Karten stecken in einem Schlitten, der mit einem mitgelieferten Stichel (oder mit einer Büroklammer) geöffnet wird. Praktischerweise kann man den Stichel auf den Schlüsselbund fädeln. Ein Schlitten kann entweder mit zwei SIM-Karten oder mit einer SIM-Karte und einer Micro-SD-Karte bestückt werden. Das Handy hat 4GB RAM und 64GB Programm/Datenspeicher. Nach der Installation von 110 Apps sind noch 45 GB frei. Preis 645,- Euro bei Universal Versand.

Ich musste einige Wochen auf  mein Gerät warten, aber am Valentinstag ist es angekommen und ich bin ab sofort mit zwei Nummern „online“:

0664- 101 5070
0677-1899 5070

Ziemlich verrückt! So, jetzt habe ich zwei Rufnummern auf einem Handy – und keiner ruft an!

Zur Sicherheit habe ich auch einen Nummern-Vorrat der 507*-Nummern für weitere Anwendungen.

Die Übertragung der Daten vom NEXUS zum Huawei war ein Vergnügen. Ein von Huawei automatisch aufgerufenes Programm bot an, alle Programme des alten Handy auch am neuen zu installieren. Nach der Beantwortung einiger Fragen, wurden etwa 30 Minuten lang am Mate 9 alle Programme installiert, die am Nexus gefunden wurden. Danach verhielt sich das Mate 9 wie vorher das Nexus.

Wie das nur enden wird: für April kündigt Huawei bereits das Mate 10 an obwohl das Mate 9 im Februar teilweise noch nicht lieferbar war. Ganz schön anstrengend, wenn man da mithalten will.

Rapid-Wunschrufnummer für Christian***)

Genau wusste ich nicht, was mich erwartet, als wir uns mit Christian zu einem „IKT-Treffen“ in der Rekordmeisterbar*) trafen. Christian hat die EwkiL-Berichte über Handies**) studiert und als „Extrem-Grüner“ ist er dem Trend zu Rapid-Mobil gefolgt und hat sich als Wunschnummer die Postleitzahl seines Heimatortes gewählt. Ich sollte ihm die Software hinter dem Handy vorstellen aber wir beschränkten uns auf die Installation der SIM-Karte.

Christian hätte meine Hilfe gar nicht gebraucht; er ist zwar kein Technik-Freak aber mein Eindruck ist, dass für ihn und uns das Treffen an sich wichtiger ist als das jeweilige Thema. Wir freuen uns daher jetzt schon auf unsere nächste IKT-Session (oder doch vielleicht Rapid-Session).

Was mich überrascht hat, war, dass ein eher klassischer Telefonierer gleich vier Handies betreibt. Die neue Rufnummer sollte mit einem Windows Phone verbunden werden. Nachdem wir das „Special-Service“ der Rekordmeisterbar, ein USB-Ladekabel, in Anspruch genommen haben, um das Handy zu beleben, (in einem Lokal im 3. Bezirk wird dafür schon ein Euro verrechnet, wie wir gestern in „Wien Heute“ erfahren haben) dauerte die Aktivierung der Rufnummer etwa eine Minute. Man braucht eine Schere zum Aufschneiden des SIM-Karten-Pakets, einen 10- oder 20-Euro Ladebon. SIM-Karte einlegen, SMS mit der Ladebonnummer an 6063 senden, telefonieren! Mit Gutscheincode Rabatt beim nächsten Einkauf im Fanshop einlösen.

Anonyme SIM, anonymes Handy

Diese unkomplizierte Art zu telefonieren erinnert uns an die derzeitigen Pläne des Innenministers, dieses anonyme Telefonieren zu verunmöglichen.

Ich frage mich, wie man dann die bereits jetzt im Umlauf befindlichen anonymen SIM-Karten behandeln wird. Wird man sie bis zur Identifikation des Eigentümers sperren? Wenn man das nicht tut, werden sie dann zu begehrten Objekten werden? Begehrt, wie ein gestohlenes Handy? Wird man ihnen ein Ablaufdatum verpassen, bis zu dem man sich identifizieren muss?

Auch wenn man eine anonyme SIM-Karte benutzt, kennt der Netzbetreiber auch immer die IMEI-Nummer des Handys. Das wissen wir spätestens seit dem „SIM-Karten-Jongleur“ KHG. Wenn man daher das Handy selbst gekauft hat, kann man aufgrund der IMEI-Nummer den Eigentümer feststellen.

So wirklich anonym wird es daher erst, wenn mit einer anonymen SIM und mit einem anonymen Handy telefoniert wird. Und ein Handy, dessen IMEI-Nummer nicht (sinnvoll) rückverfolgbar ist, ist vielfach ein gestohlenes.

Wir können gespannt sein, ob es diesen Markt anonymer SIMs und Handies in Zukunft noch geben wird.

Valentinstag im Fanshop

An diesem Tag konnte man sich im Fancorner das tolle Bild „Alle Gemeinsam. Jetzt erst recht“ und das Bundesliga-Journal 2017 abholen. Obwohl das Bild erst im Großformat so richtig zur Geltung kommt, bekommen die Mitglieder von EwkiL:Rapid das Bild in einer A5-Version gemeinsam mit der Fanklubkarte mit der Post.

Gleichzeitig mit unserem „IKT-Gipfel“ in der Rekordmeisterbar verteilen im Fanshop Stefan Schwab und Mario Sonnleitner Rosen an die Besucherinnen.

Natürlich war W24 auch dabei und das erinnerte uns, dass die Saison wieder voll Fahrt aufgenommen hat und man sich das Video der letzten Woche anschauen sollte:

Rapid-Viertelstunde vom 10.2.

  • Das Wiener Derby
  • Jetzt erst recht!
  • Der SK Rapid unterstützt die Vienna
  • Fußballkongress im Allianz Stadion
  • Rapid stellt eigene Startseite vor
  • Dietmar Kühbauer im Interview mit Gunther Schmidek
  • Link zum Video

Nachtrag

Bei den Links zum Wiener Derby ist nun auch die gescannte Stadionzeitung dazu gekommen. Danke Christoph! Und so findet man die Stadionzeitung: http://ewkil.at/Kalender.aspx -> Februar 2017 ist aufgeschlagen

*) Die Rekordmeisterbar…
…sollte für Rapid-Fanklubs zu einem fixen Treffpunkt werden, denn wir hatten dort wirklich viel Platz. Das Essen war wirklich ausgezeichnet.

**) Berichte über Rapid-Mobil

***) Ein Abo-Kollege auf der Ost. Name geändert.

Austria-Rapid

1:1 (0:0)

Man hat gesehen, wer da mit der Rücken zur Wand steht: Rapid. Daher hat Rapid in der ersten Halbzeit das Spiel gemacht, einige Chancen herausgespielt (Schaub, Dibon, Sonnleitner). Eine interessante Maßnahme war der Auftrag von Kvilitaia seinen Gegenspieler Hozhauser zu bewachen, was ihm auch ganz gut gelungen ist. Sehr auffällig präsentierte sich Andreas Kuen, eine Art Joker den Damir Canadi aus dem Ärmel gezaubert hat.

Und Andi Kuen hat seinen Einsatz mehr als gerechtfertigt. Immer wieder wurde er über links gefährlich. Er war es auch, der in der 55. Minute eine Maßflanke zur Mitte gab, die dann Giorgi Kvilitaia per Kopf verwertete.

Bis zu diesem Zeitpunkt tat die Austria, was in dieser Tabellensituation wohl das Gegebene war: sicher verteidigen. Ab dem Gegentreffer aber änderte die Austria ihr Spiel, konnte aber auch keine nennenswerten Chancen herausspielen. Im Gegenteil, Rapid kam noch zu einer ganz guten Möglichkeit, die aber geblockt wurde.

Dann die 67. Minute in der nach einem zweiten Gelb-Foul Joelinton mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurde. Ab diesem Zeitpunkt sah man nicht mehr Rapid sondern irgendetwas anderes, eine Mannschaft, die auf das Glück hofft, durch einen Verteidigungsriegel 25 Minuten lang kein Tor zu bekommen.

Irgendwie haben alle geahnt, dass das nicht gut gehen wird. Hätten sie doch alle Unrecht gehabt.

Interpretation

Ein Unentschieden, dass sich wie eine Niederlage anfühlt und das nicht notwendig gewesen wäre.

Panik regiert bei Rapid, Panik, hervorgerufen durch enormen Druck. Druck durch die Tabellensituation. Man muss gewinnen und man tut alles, um das zu erreichen – aber es scheint sich alles gegen Rapid verschworen zu haben, sogar die sonderbare Entscheidung für 5 Minuten Nachspielzeit von Schiedsrichter Schüttengruber, denn außer die Einwechslungen gab es keine nennenswerten Spielunterbrechungen.

Wäre gewonnen worden, schauen natürlich alle Kommentare ganz anders aus; aber es wurde nicht gewonnen, und ein Feldherr hat keine Ausreden, er hat verloren. Und wir sagen ihm, warum. Und das ist vergleichsweise leicht, denn es ist im Nachhinein.

Aber nicht nur im Nachhinein; auch schon in der 67. Minute hätte die gesamte Rekordmeisterbar mit mehr Gelassenheit reagiert und nichts umgestellt.

Warum man mit einem Mann weniger etwas am Spielstil umstellen muss, ist mir ein Rätsel. Wir haben Spiele, wie ein Auswärtsspiel in Graz mit einem Ausschluss in den ersten Minuten klar gewonnen. Das einzige, was man eventuell tun muss, ist einen Stürmer ins Mittelfeld zurückholen aber doch bitte keine Selbstaufgabe! Es ist geradezu unwürdig, eine eher nur durchschnittlich aufspielende Austria so stark zu machen, so als wäre ein Mann weniger  der Untergang der Welt.

Da das taktische Konzept eben nicht aufgegangen ist, hier ein Auszug aus dem Buch von Metin Tolan „Manchmal gewinnt der Bessere“. Man würde schätzen, dass man bei Verlust eines Feldspielers um 10 Prozent weniger leistungsfähig ist. Es ist aber nicht so, denn grob geschätzt sind es nur etwa 5 Prozent, um die der Aktionsradius der verbleibenden Spieler wachsen muss, um den Ausfall eines Spielers zu kompensieren. Wenn man dann auch noch auf einen zweiten Stürmer verzichtet, ändert sich (fast) gar nichts.

Dieses heutige Spiel erinnert an das entsetzliche Spiel von Rapid in der Südstadt im Herbst als der Trainer offenbar in der Pause die Parole ausgegeben hat, einen 2:0-Vorsprung zu halten. Das Spiel wurde zwar gewonnen aber es schien uns irgendwie unwürdig, ganz so wie die Schlussphase im heutigen Derby.

Auf mich machte das Spiel bis zur Schlussphase eine soliden Eindruck, wenn auch die Spielfreude vergangener Jahre noch fehlt, weil man wahrscheinlich noch zu verkrampft an die Sache herangeht. Ich denke immer wieder an den Sager von Max Merkel, wenn ich an die Entscheidungen des vergangenen Jahres denke (siehe Bericht vom Altach-Spiel im Oktober) und an den Sager, den unsere Vereinsoberen nicht müde werden zu wiederholen, dass nämlich „Rapid eine Familie“ sei. Das aber wieder bedeutet, dass man auch mit einem im Abseits befindlichen Familienmitglied auch einmal Nachsicht haben muss. Vielleicht sollte man Zoki so wie den „verlorenen Sohn“ bei irgendeinem passenden Anlass wenigstens eine späte Ehrung zukommen lassen. Das hätte er sich wahrlich verdient. Wie sehr würden wir uns eines seiner Saison-Ergebnisse zurückwünschen.

Ambiente

Wir haben nach den Vorkommnissen beim letzten Derby im Happel-Stadion beschlossen, zu keinen Auswärtsderbys mehr zu gehen. Wir besuchten zur Abwechslung die Rekordmeisterbar.

Eine Besonderheit ist wohl die große Auswahl an Bieren: Helles, Wiener Original, Zwickl und Rotes Zwickl, durch die man sich durchkosten kann.

Wir verbrachten den Nachmittag in einer lustigen Runde mit Markus, Mario, Florian und Georg (vlnr).

Die Kommentare nach dem Ausgleich in der 94. Minute erspare ich mir lieber.

Links

Indianer und Häuptlinge

Rapid lud am 9.2. zum ersten Stammtisch 2017. Der Abend bestand aus zwei Teilen.

In einer Diskussionsrunde mit Christoph Peschek (Geschäftsführer Wirtschaft), Heinz Deutsch (Hütteldorfer Xindl), Alexander Huber (Kurier), Herbert Garger (Rapid-Legende) und einem Redakteur der Krone stellte Andy Marek Fragen über das turbulenteste Jahr in der Rapid-Geschichte, das Jahr 2016.

Die Ereignisse wurden offen und durchaus selbstkritisch analysiert. Die Illusion, dass es genügt, ein neues Haus zu haben und der Erfolg würde sich mit einem soliden wirtschaftlichen Fundament von allein einstellen, musste schon im September begraben werden. Man könnte den Erfolg oder Misserfolg der Mannschaft auch als Indikator für „Baumängel“ im Gesamtsystems „Verein“ sehen. Die Konzentration des Führungsteams auf das Bauprojekt, die alternativlose Lösung der Trainerfrage, der Erwartungsdruck aller Beteiligten, Verletzungspech uvam., all das waren zu viel Störfaktoren, um daneben sportlichen Erfolg einfahren zu können.

Im zweiten Teil diskutierte Andy Marek mit Damir Canadi und Fredy Bickel über ihre Pläne mit Rapid und selbstverständlich auch über das Derby am Sonntag.

Durch den Facettenreichtum des Fußballsports sind sich auch anerkannte Profis in ihrer Einschätzung einer Mannschaft, eines Spielstils nicht einig. Und daher interpretiert auch jede Generation den Fußball wieder anders.

Mehrmals erwähnte Kurt Garger an diesem Abend den Sager von „Indianern und Fußballern“. Er meinte, dass es in der aktuellen Mannschaft von Rapid zu viele „Indianer“ aber zu wenig „Häuptlinge“ gäbe, also zu wenig Führungsspieler, die dem Spiel eine Richtung geben.

Dem entgegnete Damir Canadi, dass es solche „Spielertrainer“ im modernen anspruchsvollen und schnellen Spiel nicht mehr gibt, weil sie für eine solche Rolle keine freien Kapazitäten haben.

In einem eindrucksvollen Aufruf an die Gäste erbat sich der Trainer mehr Achtung vom Einsatz aller Beteiligten, sowohl der Spieler als auch der Trainer. Er hat damit auf den einen oder anderen „gut gemeinten“ Zuruf aus den Zuschauerreihen angespielt und dass sich das Publikum oft zu wenig Gedanken über die Komplexität des Gewerbes „Fußball“ macht.

Mir hat diese Aussage gefallen, richtet sie sich doch gegen die oft behübschend „Nörgeln“ genannte Eigenschaft speziell der Wiener. Aber wir sind durchaus lernbereit und ersuchen umgekehrt um genauere Erklärungen von Details. Da es ab jetzt in jedem Monat einen Stammtisch geben soll, wird es für Damir ausreichend Gelegenheit geben, uns etwas von seinem Handwerk zu vermitteln.

Fredy Bickel wieder appellierte an die Gäste, die Rolle einer Liga als Ausbildungsliga nicht gering zu schätzen, denn es wäre insgesamt eine sehr wichtige schöne Aufgabe für den Fußball.

Wenn Andy Marek die Erfolge des Kurt Garger aufzählt, ist es für die meisten Anwesenden im Saal kaum begreiflich, weil sie (die Älteren vielleicht ausgenommen) das nie erlebt haben: Vier Meistertitel und fünf Cuptitel, so heißt seine Bilanz. Schlimmer noch; der doch schon in die Jahre gekommene Kurt Garger gehörte auch gleichzeitig der letzten Cupsiegermannschaft des Jahres 1995 an.

Wenn das kein Auftrag an die aktuelle Mannschaft ist…

Sesselkönige

Die starke Abhängigkeit von einem einzelnen fußballbegeisterten Sponsor brachte die Vienna in große Schwierigkeiten und das spontane Angebot von Rapid, in Form eines Benefizspiels in der Länderspielpause zu helfen, zeigte, wie sehr solche Abhängigkeiten auch beim größten österreichischen Anhängerverein bekannt sind und daher bei Rapid solidarische Reaktionen auslösen.

Wir, die Anhänger, werden daher bei diesem Spiel dabei sein und natürlich auch zu einem höheren Eintrittspreis. Klar!

Die Situation bei der Vienna erinnert an einen Anleger, der sein gesamtes Vermögen in die Aktie eines einzigen Betriebs investiert. Das kann gut gehen, kann aber auch einmal daneben gehen. Und darum raten alle Vermögensberater dringend zu einer Streuung der Anlageformen.

Uns es fällt schwer, den Vienna-Verantwortlichen Vorwürfe zu machen. Es gibt nicht so viele Investoren, die bereit wären, wegen der paar Hundert Besucher in Döbling, Geld in das Fußball-Umfeld zu investieren. Das muss schon mit Fußballbegeisterung einher gehen wie das beim verstorbenen Martin Kristek der Fall war (und wie wir das auch bei vielen Rapid-Sponsoren erleben).

Dass in diesem Fall ein Verein nicht wegen sportlichen Misserfolgs „absteigen“ müsste sondern wegen dem unerwarteten Tod des 44-jährigen Hauptsponsors, der übrigens laut Bild auch HSV-Sponsor war und seine Firma die dortigen Sponsorverträge erfüllen wird, zeigt die starke Abhängigkeit des Fußballs von der Wirtschaft und man stellt sich die Frage nach den verschiedenartigen Mechanismen für Auf- und Abstieg in Sport und Wirtschaft.

Sesselkönig (1)

Der Sesselkönig ist ein so populäres Kinderspiel, dass man es fast als eine Art gesellschaftliche Grundübung betrachten muss. Man scheidet immer irgendwo aus, und nur einer kann Sieger sein. Ein Glück, dass man diesen „Sesselkönig“ – anders als im Leben – immer wieder neu starten kann, sodass immer auch andere Kinder eine Chance bekommen, zu gewinnen.

Sesselkönig der Wirtschaft (3)

Das Ausscheiden eines Mitbewerbers in der Wirtschaft ist wie eine Runde im Spiel des „Sesselkönigs“. Dieses Ausscheiden liegt durchaus im Interesse der jeweils verbleibenden Mitspieler (und Mitbewerber in der Wirtschaft). Wie das Spiel der Kinder einen Sieger, kürt der Wettbewerb in der Wirtschaft den Monopolisten.

Da aber mit Monopolen der fehlende Wettbewerb keine kundenfreundliche Preisbildung zulässt und auch keine Motivation zur Entwicklung neuer Produktideen fördert, versuchen Kartellbehörden Monopole möglichst zu verhindern.

Die „Schmerzgrenze“ der Kartellbehörden im Sinne der Erhaltung eines ausreichenden Wettbewerbs für ausreichende Preissenkung und Innovation. scheinen „drei Sesseln“ zu sein. Weitergehende Fusionen werden nicht erlaubt. Telekom-Provider: A1, Drei, T-Mobile. Nahrungsversorgung: Hofer, Rewe, Spar.

Ungeregelt, sich selbst überlassen, würden sich wahrscheinlich diese letzten drei irgendwann auf eine Fusion oder weitere Scheinkonkurrenzen (wie etwa bei Media-Markt und Saturn) einigen und der Markt ist verschwunden.

Der Staat muss also durch (künstliche) Regeln für ein gewisses Minimum an Mitspielern sorgen.  Sollte einer der drei letzten „Spieler“ straucheln, müsste man ihn fast im Interesse eines ausreichenden Wettbewerbs künstlich am Leben erhalten.

Sesselkönig des Fußballs (9)

Im Fußball ist dies Erhaltung der Vielfalt geradezu eine Grundbedingung für ausreichende sportliche Konkurrenz. Die oberste Fußballliga hat in Österreich neun „Sesseln“. Diese Regelung sorgt dafür, dass immer neun Vereine im Rennen bleiben. Die Sessel ermitteln allerdings nur den Absteiger. Der Meister wird anderswie ermittelt. Das wissen wir.

Es ist erwünscht, dass allein das sportliche Geschehen über Auf- und Abstieg entscheidet.

Aber durch die Lizenzauflagen einer Liga gibt es finanzielle Rahmenbedingungen, die spielberechtigte Vereine erfüllen müssen.

Würde man den Fußballsport dem freien Spiel der Kräfte überlassen, könnten Vereine mit einem Zuschauerschnitt unter 5.000 wahrscheinlich finanziell gar nicht überleben, weil die Konzetration der verfügbaren Gelder auf die populären Großvereine die Kleinen wie beim Sesselkreis der Kinder verschwinden ließe.

Dass die Kleinen aber dennoch überleben können, liegt an der Art der Verteilung der Werbeeinnahmen der Liga. Würden diese nämlich – wie in der Wirtschaft (und teilweise in Deutschland) – leistungsorientiert verteilt werden, hatten wir in Österreich vielleicht gar keine 10 Vereine, die die Lizenzauflagen der Bundesliga erfüllen könnten.

Wenn also beim Sesselkönig der Wirtschaft (3) davon gesprochen wurde, dass man im Sinne der Erhaltung des Wettbewerbs einen eventuell schwächelnden Mitbewerber in einer Dreierkonstellation stützen müsste, dann ist das im Fußball längst der Fall, indem nämlich die Einnahmen aus Werbung seitens der Bundesliga höchst leistungsfeindlich gleichmäßig und nicht der Popularität und damit der Einschaltquote entsprechend verteilt werden.

Wie könnten solche leistungsgerechten Relationen ausschauen?

Man könnte zum Beispiel eine Ausschüttung proportional zur Anzahl der Aussendungen im ORF erwägen. Dann würde Rapid auf 24 Prozent der Werbemittel kommen (17(72) Aussendungen) und die kleinen Vereine auf 3-4 Prozent (2-3(72) Aussendungen). Siehe Artikel „Bundesliga im ORF“.

Durch die derzeitige Gleichverteilung der Ausschüttung machen die Werbegelder aus der Liga bei den Großen nur einen kleinen Teil ihres Budgets aus, während sie bei den Kleinen überlebenswichtig sind.

Natürlich werden die populären Vereine in der nächsten Fernseh-Verhandlungsrunde in dieser Angelegenheit Gas geben aber ebenso sicher ist, dass die Bundesliga an diesem gleichmäßigen Verteilungsschlüssel aus einer Art Selbsterhaltungstrieb wird festhalten wollen.

Ligakorsett passt nicht immer

Stell Dir vor Rapid wird Meister und will freiwillig nicht in der Champions-League spielen! Undenkbar!

Aber drei Ligen weiter unten ist das fast der Normalfall. Der Burgenland-Meister hat kein Interesse am Aufstieg in die Regionalliga. Und man kann es nachvollziehen, und das Schicksal der Vienna gibt den Burgenländern irgendwie Recht.

Dass Vereine die Bedingungen einer Liga nicht erfüllen können, haben wir in der jüngsten Vergangenheit mehrfach erlebt.

Beispielsweise beim Abstieg von Grödig aus der Bundesliga in die Regionalliga, die Erste Liga überspringend, weil man aus den Einnahmen des Grödiger Umfeldes bei den stark reduzierten Werbeeinnahmen in der Erste Liga den Vereinsbetrieb nicht ausfinanzieren könnte.

Aber auch der Übergang von der Landesliga in die Regionalliga zeigt, dass eine Meistermannschaft eines Vereins mit lokaler Bedeutung nicht in die Regionalliga aufsteigen kann, weil die Bedingungen der höheren Liga nicht mit dem Sponsor-Profil aus der Region zusammenpasst. Beispiel Burgenlandliga im Vorjahr.

Regionalliga besonders schwierig

Die Regionalliga mit ihrer Stellung zwischen dem Amateur- und dem Profifußball hat mit gleich zwei Problemen zu kämpfen. Einerseits gibt es schon Spielerverträge, die zu erfüllen sind, anderseits gibt es noch keine kontinuierlichen Fernseheinnahmen; es fehlt also ein gabzes Finanzierungsstandbein. Der Kampf ums Budget könnte fast noch ein bisschen größer sein als in den Zonen der Mitfinanzierung durch das Fernsehen.

Die von der Bundesliga vorgezeigte Sorge um die Kleinen, könnte also ein Vorbild für die Regionalligen sein.

Sorgen der Liga

Eine Liga-Organisation muss dafür sorgen, dass sie mit Vereinen bestückt ist, die alle Lizenzauflagen erfüllen. Wegen der wirtschaftlichen Konzentrationseffekte ist das aber gar nicht so leicht. Die Bundesliga trägt dazu bei, indem sie die Gelder hin zu den finanzschwachen Vereine verlagert, damit diese die Ligakriterien erfüllen können.

Wenn nun ein Verein in wirtschaftliche Schwierigkeiten gerät und ihm der Konkurs droht, könnte man es auch als eine Aufgabe der Liga (Kollektiv der beteiligten Vereine) ansehen, in solchen Krisenfällen auszuhelfen, sofern die sportliche Situation nicht dagegen spricht.

Rapid hat spontan nichts anderes getan, als eine solche Hilfe anzubieten; aber so eine Vorsorge für Krisenfälle könnte auch eine Aufgabe der Liga sein.

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