Rapid-Austria

0:2 (0:1)

Obwohl Fußball als eine einfache Sportart beschrieben wird, muss man Spieler wie in einem Kindergarten behandeln. Wie anders wäre die Selbstkritik von Goran Djuricin zu verstehen, der bei der Pressekonferenz gemeint hat, dass es ihm nicht gelungen wäre, die Verteidigung so einzustellen, dass sie tiefer stehen soll, um eben den schnellen Stürmern keine Sprinträume zu bieten. Die Spieler stehen lang genug am Platz und sie kennen ihre Gegner also sollte man sie auf solche Sachen nicht einstellen müssen. Warum sie es dann nicht umsetzen können, wer weiß das schon…

Warum der ORF-Redakteur Christian Tragschitz auf der ansonsten neutralen Seite von weltfussball.at eine Art Rapid-„Hassposting“ publiziert, in dem er praktisch alle Rapid-Spieler als nicht-rapid-würdig einstuft, ist ziemlich eigenartig. Es sind schließlich dieselben Spieler, die man zu anderen Zeiten auch überschwänglich gelobt hat. Damit reiht sich ein Journalist in die Reihe der Fans ein, die – so wie er – die Spieler pauschal für die Niederlage verantwortlich machen.

Wir müssen uns im Klaren sein, dass Entscheidungen in der Vergangenheit heute und auch noch die nächsten Jahre die Entwicklung von Rapid hemmen werden. Rapid hat sich auf die Kontertechnik der Austria nicht ausreichend gut eingestellt. Außerdem muss man akzeptieren, dass im Duell der Sportdirektoren (Fußball wird ja auf vielen Ebenen ausgefochten) jener der Austria das Rennen für sich entschieden hat, denn den schnellen Stürmern der Austria hat Rapid derzeit nichts entgegen zu setzen.

Das würde dann nichts ausmachen, wenn die Tore eben durch ein stärkeres Kollektiv geschossen werden, wie das in den vorigen Jahren der Fall war.

2016/17 1.3 Tore pro Spiel (viele Ausfälle)
2015/16 1.8 Tore pro Spiel (mit Kainz)
2014/15 1.9 Tore pro Spiel (mit Beric und Kainz)

Diese deutlich geringere Torquote (1.3 Tore pro Spiel) in der heurigen Saison kann man durchaus dem Fehlen von Florian Kainz und den Ausfall von Philipp Schobesberger zuschreiben. Die haben auch nicht all zu viele Tore selbst geschossen aber sie haben viele vorbereitet.

Choreografie

Die Lords haben sich ziemlich angestrengt und eine gigantische Choreografie mit dem Thema „Wiener Jugendstil“ gezeigt.

Der Untertitel: „Im Stil der Jugend erstrahlt unsere Stadt“. Vor dem Hintergrund grün-weißer Strahlen über die gesamte Tribüne wurde eine Jugendstil-Collage hochgezogen. Im Zentrum eine Abbildung, die aus dem Studio von Gustav Klimt stammen könnte (eine Art Rapid-PriesterIn). Man erkennt links die Secession (1897) von Joseph Maria Olbrich und rechts die Stadtbahngebäude am Karlsplatz (1894) von Otto Wagner, ergänzt durch verschieden Jugendstil-Motive. (Wieder was gelernt! Danke Lords!)

Danach folgen als „leichter“ kultureller Einbruch die Spruchbänder:

  • „Einer für alle – alle für einen!“
  • „Ultrabrutaler Graffiti-Workshop: Lieber auf der Autobahn flanieren, als von uns Hieb‘ kassieren!“
  • „Statt bei der Nordbrücke mit uns zu raufen, seid’s auf der Donauufer ins Radar gelaufen“

Die Choreografie nach der Pause „Gangs of Hütteldorf“ 

…der wegen starker Rauchentwicklung eine mehrminütige Spielunterbrechung folgte.

Man muss erkennen, dass es verschiedenartige Motive gibt, so ein Derby zu interpretieren, etwa eine aufgehängte violette Gestalt…

Nach der sehenswerten Eingangschoreografie öffnen die Texte danach einen Blick in die sonderbaren Motivatoren und Bindekräfte des Blocks.

Heimfahrt mit Hindernissen

Wir bleiben gerne länger im Stadion; einerseits um uns in Ruhe noch einen Imbiss zu genehmigen. Und dann natürlich, um dem Stau vor dem Hütteldorfer Bahnhof zu entgehen.

Beim Derby ist aber alles anders. Die Fans sind in dem Lernprozess, dass Fußball kein realer Krieg ist sondern nur ein symbolischer Stellvertreterkrieg ist, noch nicht ganz durch. Wer auch immer, Grün oder Violett, meinte, man müsse dem jeweils anderen oder der Polizei zeigen, dass der Krieg am Rasen noch eine Fortsetzung auf der Straße hat, der hat für eine 45-minütige Verzögerung bei der Abfahrt unserer U-Bahn-Garnitur gesorgt.

Ja, Fußball hat viele sonderbare Facetten.

Man hat ein bisschen den Eindruck, als würden sich die Fangruppen mit ihrer beachtlichen Leistung toller Choreografien dafür erkenntlich zeigen wollen, dass es hie und da Schwierigkeiten rund um die Spiele gibt; wer einen Fanblock will, muss immer beide Seiten der Medaille nehmen und nicht nur die Positive.

Zuckergoscherln

Als Amateurfotograf haben mich die auffälligen Kopfbedeckungen im Vorfeld des Spiels angezogen. Dass im Stadionumfeld geworben wird, gehört zur Realität des modernen Fußballs. Und ebenso, dass man sich als Verein, der auf Einnahmen angewiesen ist, nicht immer aussuchen kann, wofür geworben wird. Dass es gerade Zucker ist, der eigentlich eher auf der Watchlist der zu vermeidenden Stoffe steht, für den geworben wird, ist einer jener Aspekte, die man im modernen Fußball offenbar in Kauf nehmen muss.

Links

Rapid-Viertelstunde vom 21.4.

  • Rapid-Familie hilft Mandreko
  • Fan-Special mit Fan-Legende
  • Derby-Schätze Rapid-Archiv
  • Der Rapid Greenie-Tag 2017
  • Link zum Video

Bayern-Mainz

2:2 (1:2)

Rapidler sind zwar Optimisten aber die Tabellensituation sagt uns, dass es heuer traurig ausschaut mit Auswärtsfahrten – sofern nicht ein Cupwunder passiert.

Was also tun? Beim Merkur einkaufen!

Neulich bekam ich einen kleinen Anhang mit der Rechnung und dort stand etwas von Fußballreisen nach München. Tatsächlich wurde ein Ligaspiel gegen Mainz und das Cupspiel gegen Dortmund inklusive Übernachtung und Karten für Selbstfahrer angeboten. Das Cup-Spiel gegen Dortmund war aber zeitgleich mit einem eventuellen Cup-Halbfinale von Rapid, das ging daher nicht. Aber das Spiel gegen Mainz war am Samstag vor unserem Wiener Derby und das war terminlich möglich. Gebucht! Dazu eine zusätzliche Nacht im Ibis-München-City. Hier die Detailplanung für Fahrt mit Railjet.

04-21 08:30 ab Wien Hbf.
04-21 12:37 an München
      13:00 Check-In im Hotel Ibis-City
      14:00 Kartenabholung Marienplatz
      14:30 Sea Live
      15:00 Curry-Wurst
      15:30 Fahrt durch des Olympiapark
      16:00 BMW Welt 
      17:00 Hofbräuhaus
04-22 08:00 Frühstück
      09:40 Stadtrundfahrt Grey Line
      10:40 Stadtspaziergang
      13:00 Sandwich+Bier im Ibis-Hotel
      13:30 Abfahrt S3, U6
      13:30 Bayern München-Mainz 2:2 (1:2)
      18:00 Mac im Bahnhof
      20:00 Zirkus Krone, Comedy Enissa Amani
04-23 08:00 Frühstück
04-23 09:28 ab München
      13:30 an Wien Hbf.
      14:00 zu Hause
      14:30 ab Wien Hbf.
      15:00 an Hütteldorf
      16:30 Rapid-Austria

Sollten wir also heuer mit Rapid nirgendwo mehr hinfahren können, haben wir unsere VIP-Reise schon absolviert, mit einigen interessanten Beobachtungen.

München – Wien

Es sind fast Schwersterstädte, jeweils Hauptstadt eines etwa ähnlich großen Landes. Ähnliche Größe sowohl nach Fläche als auch nach Bevölkerung.

Dennoch gibt es städtebauliche Unterschiede, die vor allem durch die Topografie bedingt sind. In Wien sind die verbauten Gebiete aufgrund des bergigen Umfeldes stärker konzentriert, während sich die Stadt München großzügiger im flachen Land ausbreiten kann.

Wir wohnen in der nach dem Architekten der Innenstadt, dem Herrn Sicardsburg, benannten Gasse. Er hätte sich die „Münchner Lösung“ anschauen sollen. Auch dort ist die alte Stadtmauer geschleift worden, aber es ist dennoch sehr gut gelungen, alte Stadttore zu erhalten, wodurch der Besucher einen guten Eindruck von der mittelalterlichen Anlage hat, während in Wien alle Stadtmauern und Raveline vollständig zerstört wurden.

Das Stadtzentrum in Wien ist ein eher exklusiver Ort, während es in München ein eher eine Einkaufsmeile für alle ist.

Hauptbahnhof

Der Bahnhof vermittelt einen ersten Eindruck von der Stadt.

Der Wiener Hauptbahnhof hat 12 Gleise, jener in München 32. Während in Wien die ersten Lokale in den weniger frequentierten Zonen bereits geschossen worden sind, erfreuen sich in München auch Geschäfte in den Seitengängen großer Beliebtheit.

Der Münchner Hauptbahnhof ist ein riesiger Verkehrsknoten, der auch symbolisch für den dortigen Wirtschaftraum steht. Diese Wirtschaft ist der Motor für den Lokalmatador Bayern München. An Spieltagen steht die Stadt ganz im Zeichen der Fußballs.

Wenn wir uns in Wien Richtung Hütteldorf in Bewegung setzen und wenn wir dabei jemandem begegnen, dann wird unsere Unternehmung etwas belächelt. In Wien zählt man als Anhänger eines Fußballvereins zu einer eher wenig ernst genommenen Minderheit. Manche Presseberichte tun ihr Übriges, um auch eventuelle Interessenten endgültig abzuschrecken.

Das ist in Deutschland entschieden anders. Wenn die Bundesliga in einer deutschen Stadt gastiert, herrscht Ausnahmezustand. Egal ob Stadionbesucher oder nicht, die Stadt steht hinter diesem Ereignis. Ein Fußballspiel ist ein wirtschaftliches und gesellschaftliches Highlight, dem Vorrang eingeräumt wird.

Hofbräuhaus

Das Hofbräuhaus nennt sich „das wohl bekannteste Wirtshaus der Welt“. Und wenn man sich nicht in einer Randzeit einfindet, ist die Suche nach einem Sitzplatz schwierig.

Das Münchner Bier ist gut, aber es unterscheidet sich nicht besonders von anderen Bieren. Es ist die geniale Art der Vermarktung, die diesen Kundenansturm bewirkt. Biergenuss wird in München wie der Fußball ganz groß geschrieben.

Während das Hofbräuhaus aus allen Nähten platzt, findet man im Gasthaus gegenüber, welches ebenfalls hervorragendes Bier ausschenkt, bequem Platz und ziemlich gleichwertige Kulinarik.

Es ist nicht das Produkt, es ist seine Vermarktung, die den Unterschied ausmacht.

Eine Kuriosität im Hofbräuhaus sind die mit Schlössen abgesicherten persönlichen Bierkrüge.

Allianz Arena

Die wirtschaftliche Dominanz des Fußballvereins Bayern München hat seinen Stadtrivalen 1860 in die wirtschaftliche und sportliche Bedeutungslosigkeit verdrängt.

Aber auch im Vergleich mit den anderen deutschen Vereinen spielt München in einer eigenen Liga.

Ein Vergleich zwischen Rapid und Bayern München ergibt ziemliche Unterschiede auf allen Fronten. Aber als Gast unter diesen 75.000 Zuschauern kommt man nicht um Vergleiche herum.

In der Allianz-Arena sind fast vier Mal so viele Zuschauer wie in Hütteldorf. Es ist aber nicht einfach alles vier Mal so groß.

Die Fanblöcke erscheinen nur etwa gleich groß. Der VIP-Bereich ist etwa doppelt so groß und zwar in erster Linie die Zahl der Sky-Boxen.

Der Unterschied besteht im Wesentlichen in der riesigen Menge an Eventpublikum. Und diese große Anzahl von Besuchern relativiert alles. Die Bedeutung der Fankurve ist bei den Bayern viel geringer. Und auch die Fadesse des VIP-Bereichs fällt in München nicht so ins Gewicht.

Wenn also der Fanblock bei Rapid auffällig viel Gewicht hat, dann liegt das an den Relationen der verschiedenen Stadionbereiche. Verglichen mit der Allianz Arena hat das Allianz Stadion einen riesigen Fanblock und auch einen riesigen VIP-Bereich.

Unser Block-West kann sich mit den Darbietungen der bayrischen Fanszene durchaus messen und schneidet in praktisch allen Belangen besser ab. Wenn man allein die Begrüßung der Mannschaft vor einem Spiel vergleicht, ist das in München eine eher matte Angelegenheit.

Außer den in Deutschland üblichen Fahnenschwingern gibt es keine nennenswerte Choreografie.

Die Anteilnahme der Zuschauer in unserem Sitzbereich war ernüchternd gering bis nicht vorhanden.

Stadionsprecher

Als ich vor 50 Jahren erstmals nach München kam, erstaunte mich, dass es vereinzelt Menschen gab, die nicht bairisch also „Norddeutsch“ gesprochen haben; in Wien war das damals eher unbekannt. Heute hatte ich den Eindruck als hätte sich dieses Verhältnis umgedreht; man hört vereinzelt bairische Mundart.

Dass man sich in München keinen Stadionsprecher mit ortsüblichem Idiom leistet, finde ich sehr betrüblich. Der dortige Sprecher ähnelt jenem in Salzburg. Ziemlich unpersönlich, ohne besonderen Bezug zum Fan, reines Marketing-Deutsch; eine Art „Markt-Schreier“ wie da einmal Alfred Körner von Andy Marek behautet hat. Alfred kannte aber die deutschen Stadionsprecher nicht, denn dann wüsste er, was wir an diesem Andy Marek haben.

Es werden lustlos ein paar Bayern-München-Hymnen „…Stern des Südens…“ abgespielt. Mitsingen tut niemand.

Fanblock Mainz

Dem jeweiligen Auswärtsteam stehen 10% der Sitzplätze zur Verfügung. Das wären in München 7.500. Aber so viel Mainz-Fans waren nicht mitgereist. Vielleich hat man 1.000-2.000 Mainz-Fans gesehen. Bei einem Spiel gegen Dortmund wird wohl die Aufteilung eine andere sein.

Jedenfalls dürfte es in München so sein, dass man die Größe des Auswärts-Blocks der Anzahl der angeforderten Plätze anpasst. Es wird wohl in München wegen der drei Ränge einfacher sein.

Von dieser Vorgangsweise könnte man sich bei Rapid etwas abschauen. Da nur eine der Gastmannschaften (Sturm) den kompletten Auswärtsblock füllt, wäre eine flexiblere Handhabung dieser Zone wünschenswert.

An- und Abreise

Die Verbindung mit der U6 nach Fröttmaning ist perfekt. Das Verhalten der Fans ist sehr diszipliniert. Wir kennen ja die Staus nach einem Heimspiel vor dem Bahnhofsgebäude in Hütteldorf. Das gibt es in München nicht. Wir setzten uns nach dem Spiel mit dem riesigen Strom der Besucher Richtung U-Bahn in Bewegung. Ohne irgend einen Stau landeten wir am Bahnsteig und die nächste U-Bahn war unsere. Kein Gedränge. Kaum zu glauben.

Marketing

Rapid wird gerne als Marketing-Verein beschrieben. Es würde nicht mehr auf den Fußball geachtet, alles drehe sich nur ums Gelverdienen. Aber das ist alles gar nichts gegen die Marketing-Maschine Bayern-München. Diese Dimension ist für Rapid kein Ziel, weil dazu das Stadion und die Kunden fehlen. Aber dass man die Marke und das Stadion vermarkten muss, ist doch irgendwie die Hausaufgabe der Abteilung Wirtschaft. Dass man immer wieder Vorwürfe darüber hört, dass Rapid sich Zuviel um das Vermarkten kümmere, das zeigt eher von einem nicht vorhandenen Verständnis für Wirtschaft. Allein die Kosten der unglücklichen Entscheidungen des letzten Jahres können einen weniger gut aufgestellten Verein in den finanziellen oder sportlichen Ruin treiben. Nur durch die solide finanzielle Basis kann Rapid das aushalten. Marketing spielt nicht Fußball aber es bringt das für den Fußball erforderliche Geld.

Merchandising

Das Angebot von Fan-Artikeln im Rapid-Fanshop kann sich mit dem Angebot in einem Fanshop der Bayern nicht nur messen; es übertrifft diesen an Kreativität bei Weitem.

Kosten

Unsere Reise war wie eine VIP-Reise von Rapid, auch die Kosten waren etwa in dieser Größenordnung. 580,- € pro Person (200 € Bahn, 220 € Übernachtung + Eintrittskarte, 60 € Zusatznacht, 100 € Kabarett+Sea Live+Stadtrundfahrt).

Keine Karten

Jeder, der ein Produkt verkauft, möchte, dass sein Produkt begehrt ist. Bei Fußball bedeutet das ein immer ausverkauftes Stadion. Das geschieht auch in München nicht von allein. Auch wenn es im allgemeinen Kartenverkauf keine Karten gibt, ist es doch erstaunlich, wie einfach man über Merkur Plätze in der Allianz Arena kaufen kann. Man hat den Eindruck, dass feste Kontingente an Reisebüros verkauft werden, die den Weg in den offenen Kartenverkauf nicht finden. Ein gewisser Teil der Plätze in der Allianz Arena wird daher an Fußballreisende verkauft, indem die Synergie zwischen Reiseveranstalter, Hotellerie und Fußball genutzt wird.

Vielleicht wäre es auch für Rapid eine Option, einmal probeweise ein „Fußballwochenende in Wien“ über Reisebüros anzubieten.

Fazit

Wer keinen „reichen Onkel“ hat, muss seine Arbeit populär machen und diese Popularität vermarkten. Alle Fußballvereine ohne „reichen Onkel“ tun das. Wenn sie das nicht tun, fallen sie in die Bedeutungslosigkeit einer Unterliga zurück. (1860 München, Vienna). Vor einem solchen Schicksal sind auch große Namen nicht sicher und wer weiß, was passiert wäre, hätte Rapid die Folgen des letzten Jahres ohne die gleichzeitig stabile finanzielle Situation zu tragen gehabt. So ein Konkurs ist schneller da als man denkt. Und ein großer Verein ist dafür viel anfälliger wie ein kleiner, speziell mit der Schuldenlast eines Stadionneubaus.

Welche Dimensionen Vermarktung annimmt, studiert man am besten in München. Egal, ob am Hauptbahnhof, im Hofbräuhaus oder in der Allianz Arena. Die Produkte Reisen, Bier und Fußball sind überall dieselben aber in München wird vorgezeigt, was man alles aus solchen Produkten herausholen kann. Die Zielgruppe ist nicht München oder Bayern sondern die ganze Welt.

Hinter Bayern München steht nicht allein ein Block von enthusiastischen 8.000 Ultra-Fans, hinter Bayern München steht eine wirtschaftlich ungemein erfolgreiche Region. Rapid ist bekannt für die Stimmung seiner Fans im Stadion. Bayern ist bekannt für die Vermarktung seines Namens. Nicht, dass Rapid diese Dimensionen von Bayern (260.000 Mitglieder) erreichen könnte, dazu ist der Stellenwert des Fußballs in Österreich zu gering – aber dass es Rapid auf ein Vielfaches seiner derzeit 16.000 Mitglieder bringen könnte, das sollte ein unbedingtes Ziel sein.

Rapid II-Ebreichsdorf

3:3 (2:3)

Aufgrund des nasskalten Wetters wollten wir eigentlich das Spiel von Mattersburg vor dem Fernseher verfolgen, doch nach dem eindeutigen Halbzeitstand fuhren wir nach Hütteldorf.

Das erste Tor, ein direkt verwandelter Freistoß von Andi Dober, haben wir zwar versäumt und mussten die drei Gegentore von Ebreichsdorf mit ansehen. Doch gelang mit einem weiteren direkt verwandelten Freistoß von Armin Mujakic noch vor der Pause der Anschlusstreffer.

Nach der Pause kam Rapid II viel besser ins Spiel und entwickelte eine drückende Überlegenheit und prompt gelang der Ausgleich durch Albin Gashi. Doch viele weitere Chance blieben solche, es blieb beim 3:3.

Neo-Trainer Gogo zu Gast bei Rapid II

Wir alle von Rapid hoffen auf ihn, auf unseren neuen Trainer Gogo, der sich in der Pause des Spiels gegen Ebreichsdorf mit den mitgereisten Anhängern aus Ebreichsdorf unterhalten hat. Eingeblendet ein Foto mit Florian.

Links

Rapid-Altach

3:0 (2:0)

Endlich lagen die Buchmacher einmal richtig: Rapid-Altach: 1.55 – 3.8 – 5.0. Für das erratene Endergebnis 3:0 hätte es den 8-fachen Einsatz gegeben.

Dass Steffen Hofmann die Mannschaft auf das Spielfeld geführt hat, war Anlass für einen tosenden Begrüßungsapplaus.

Und es war geradezu kitschig, dass Steffen gleich zwei Tore beigesteuert hat. Wir sollten ihm mit „Steffen Hofmann.., der Beste auf der Welt“ bei noch möglichst vielen Spielen verabschieden, ganz egal, wie uns das jeweilige Spiel zusagt.

Ein Elfmeter für Rapid, das ist schon etwas Besonderes. Abgesehen davon, dass Schiedsrichter solche Vergehen gerne vor forderndem Publikum übersehen (das war auch in diesem Spiel der Fall, denn Joelinton wurde kurz nach dem 2:0 im Strafraum zu Boden gerissen aber der Pfiff blieb aus. Der Grund dürfte sein, dass Schiedsrichter Fouls an nicht ballführenden Spielern wenig bis gar nicht ahnden). Das Besondere an einem Elfmeter ist natürlich auch, dass man sich überhaupt erst einmal im Strafraum befinden muss, und das war im letzten halben Jahr nicht sehr oft der Fall.

„Wenn ihr den Oidspotz ned hätt’s…“

Das waren die Worte von Josef, einem Mitarbeiter der Securitas, die für die Sicherheit im Stadion verantwortlich ist.  Josef war an diesem Abend ganz im Gegensatz zum letzten halben Jahr ziemlich kurz angebunden als wir ihn vor unserer Haustüre eingeholt haben (wir wohnen im selben Haus).  Sein Verhalten  ist sehr stimmig, denn Josef ist Austrianer… Und wie schon Alexander Grünwald in einem Interview erwähnt hat: einen Sieg wünscht man dort Rapid nicht.

4-2-3-1

Damir Canadi meinte, dass sein 3-5-2-System eine Art „Stein der Weisen“ sei, welches man nur anwenden müsse, um zum Erfolg zu kommen. Blöderweise haben aber die Rapid-Spieler all die Jahre vorher ein ziemlich erfolgreiches 4-2-3-1 praktiziert. Wie sehr dieses Zoki-System noch in den Köpfen war, konnten wir bei diesem Spiel gegen Altach sehen.

Der frisch gebackene Cheftrainer Gogo hat die Probleme mit dem Damir-System sicher schon lange beobachtet und ist kurzerhand auf das von der Mannschaft früher praktizierte System zurückgegangen – und hatte damit Erfolg. Warum die Cotrainer das dem Cheftrainer Damir nicht schon viel früher nahegelegt haben, dürfte an der ansonsten nur noch beim Militär praktizierten strengen Hierarchie liegen, die beim Fußball eben üblich ist. Bei einem solchen wenig demokratischen System kommen Kritik und Selbstkritik vielleicht doch ein wenig zu kurz. Die einzige Kritik scheint der Erfolg des Gegners zu sein; sehr zum Leidwesen aller anderen Beteiligten.

Die Mannschaft wirkte trotz des schweren Gegners gegenüber den letzten Spielen befreit und fühlte sich insgesamt wohler. „Uns ist ein Damir-Stein vom Herzen gefallen“, könnte man sagen.

Gehorsam, wie beim Militär

Ich habe die Gelegenheit, von Zeit zu Zeit mit einem ständigen Gast des Rapid.VIP-Klubs in einem kleinen Café zu plaudern. Durch die größere Nähe zu Informationen aus „erster Hand“, erfuhr ich, dass die wenig schmeichelhaften Zeitungsmeldungen betreffend unseren beurlaubten Cheftrainer Damir Canadi alle stimmen sollen, mehr noch, dass sie eher untertrieben, vielleicht sogar für den Druck beschönigt seien. Noch erstaunlicher war aber die Information, dass Spannungen zwischen Trainer und Mannschaft schon nach dem Trainingslagers im Winter aufgetreten seien.

Eine gute Beobachtung von Gregor möchte ich in diesem Zusammenhang nicht vorenthalten: „Was haben wir da für Spieler – inbesondere die älteren sind gemeint, die nicht imstande sind, ihrem Sportdirektor oder dem Präsidenten über ein Unbehagen im Team zu berichten.“

Wir Außenstehenden sehen natürlich nur die Ergebnisse, aber man hat aufgrund der sehr großen Geduld der Verantwortlichen den Eindruck, dass auch sie sich nur an den Ergebnissen, nicht aber an intimeren Informationen orientieren, vielleicht, weil sie sie nicht haben?

Was allein ich mir vorstellen kann, dass der Sportbetrieb eine ziemlich undemokratische und hierarchische Struktur ist, die eben nur einen „Dienstweg“ kennt. Was hätte es uns aber erspart, wenn man schon im Februar geahnt hätte, dass die Chemie im Verhältnis zwischen Mannschaft und Trainer nicht stimmt. Alle die frustrierenden Ergebnisse des Frühjahrs wären dann schon viel früher in einem anderen Licht erschienen.

Nun, wir sind ja alle aufgefordert lebenslang zu lernen…

Wir können rätseln…

…was nun der Grund für diese „Wiederauferstehung“ ist, wie die Krone titelt. War es der Umstand, dass die Ultras der Mannschaft auf einem Parkplatz „ins Gewissen geredet“ haben, war es der Umstand, dass ein (offenbar ungeliebter) Trainer nicht mehr das Sagen hat, oder war darüber hinaus die ruhige Art von „Gogo und Buitre“ ein guter Motivator? Bleiben wird der Umstand, dass diese Wende einmal mehr den Trainereffekt bestärkt. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass wir schon im Oktober diesen Effekt gerne erlebt hätten, es sollte aber nicht sein.

Egal, wir freuen uns und hoffen, dass die Mannschaft mit neuem Elan in die letzten Spiele dieser Saison geht. Wenn wir uns einen Sieg in den beiden kommenden Partien wünschen könnten, dann bitte im Cup aber wir haben alle das Gefühl, als könnte Rapid auch das Derby für sich entscheiden.

Aus den Sozialen Netzen

Der Ostergag 2017 ist wohl die in den Netzen kursierende Grafik: „Die Bibel wird umgeschrieben: nicht Jesus, sondern Rapid ist wiederauferstanden.“ (Danke, Hannes!)

Bei diesem Spiel…

…wurde die neue Ausgabe „Fan Special“ von Forza Rapid verkauft. Im Bild Jürgen Zacharias, Chefredakteur und Julian.

Ján, der Augustinverkäufer hat eine Stunde vor Spielbeginn trotz unserer Spende das Geld für eine Eintrittskarte noch nicht beisammen. Ján ist sehr engagiert. Er verkauft nicht nur den Augustin, auch CDs, Comics und einen Kalender und sorgt mit seiner mobilen Disco für Unterhaltung.

Sieben auf einen Streich

Der Erfinder des Beerjet ist nicht ganz märchenfest, sonst hätte er wohl einen 7-fach Beerjet konstruiert.

Support

Der Block-West war – wie in seinem Rundschreiben angekündigt – positiv motiviert und riss mit seinen Gesängen auch große Teile der Osttribüne mit.

Der Block verlangt „12,- Euro Einheitspreis für alle Auswärtssektoren – auch im Weststadion“.

„Von Vorstand bis Spieler, nur noch die Marie im Schädl. Begreift’s endlich, es geht um Rapid – ned nur um’s Knedl! Drum zeigt’s jetzt Eier – aber prompt. Auch wenn der Hase erst nächste Woche kommt“

Mit dem lieben Geld hat der Block ein Problem. Rapid ist – für österreichische Verhältnisse – ein Riesenverein. Er beschäftigt viele Spezialisten im Sportbereich, deren Namen noch nicht über die Nennung auf der Homepage hinausgedrungen sind, die aber alle am sportlichen Erfolg mitwirken. Das kostet viel Geld. Man kann sich gerne „Football-old-style“ wünschen, muss aber immer auch dazu sagen, wie man das im verhassten modernen Fußball notwendige Personal bezahlen würde.

Auf der anderen Seite gibt es eine Vermarktungsmaschinerie, die dafür sorgt, dass genug Geld da ist.

Wo ist genau das Problem? Sollte man das Merchandising einstellen und Rapid-Mobil kündigen? Warum sollte man das tun? Ein „Vorteil“, der sich daraus ergibt, wäre, dass wir auf der anderen Seite Sport-Kompetenz verlieren, weil wir Sport-Spezialisten kündigen müssten, weil ja dann für sie weniger Geld da ist.

Eine Rückkehr in die Zeiten des alten Fußballs bedeutet einen Abstieg in eine untere Liga. Dort kann man solche masochistischen Wünsche ausleben; eine Art fußballerisches Fegefeuer. Fußball-old-style ist ja nicht aus der Welt und dazu muss man nicht eigens zu Rapid kommen, ein Besuch beim einem Wiener-Liga-Verein genügt.

Hier eine vollständige Auflistung des Personals für den Sportbereich laut Homepage (ca. 100 Personen, Willi Schuldes kommt mehrmals vor). Ach ja, eine Rapid-Ikone hat angemerkt, dass es bei Rapid zu wenig sportliche Kompetenz gäbe.

Sportmanagement

Fredy BICKEL Geschäftsführer Sport
Stefan EBNER Direktor Sportmanagement
Willi SCHULDES Sportlicher Leiter Rapid II, Akademie und Nachwuchs
Mag. Peter GRECHTSHAMMER Leiter Sportmanagement Rapid II, Akademie und Nachwuchs
Kurt DERINGER Team-Manager Profis
Edi WIEBOGEN, BSc, BEd Team-Manager Rapid II, Turnierkoordinator
Mag. David GRUBER Sportmanagement Rapid II, Akademie U18 – U13
Michael SOCHOR, B.A.
Sportmanagement Nachwuchs Akademie U12 – U6, TMAKA, SNT
Mag. Harald MÖSSLER Ausbildungskoordinator

Betreuerteam Profis

Damir CANADI Cheftrainer
Martin BERNHARD Co-Trainer
Goran DJURICIN Co-Trainer
Helge PAYER Tormanntrainer
Alexander STEINBICHLER, MAS
Fitnesstrainer
Maurizio ZOCCOLA Videoanalyse
Dr. Thomas BALZER Teamarzt
Dr. Benno ZIFKO Unfallchirurg
Dr. Andreas MONDL Unfallchirurg
Wojtek BURZEC Physiotherapeut
Wolfgang FREY Masseur
Wolfgang SKALSKY Masseur
Andreas LORBEK Utensillien Manager

Betreuerteam Rapid II

Willi SCHULDES Sportlicher Leiter
Muhammet AKAGÜNDÜZ Cheftrainer
Patrick JOVANOVIC Co-Trainer
Klemens WINDBACHER, BSc Tormanntrainer
Roland RINNHOFER Sportwissenschafter, Athletiktrainer
Dr. Andreas MONDL Teamarzt
Stefan LAMPRECHT, BSc Physiotherapie
Peter ELSTNER Medientraining
Dominik FINSTER Utensillien Manager

Betreuerteam Akademie U18-U13

Willi SCHULDES Sportlicher Leiter
Zeljko RADOVIC Cheftrainer AKA U18
Rainer HANNBECK Co-Trainer AKA U18
Michael STEINER Cheftrainer AKA U16
Mark DOBROUNIG Co-Trainer AKA U16
Walter KNALLER Cheftrainer AKA U15
Mag. David GRUBER Co-Trainer AKA U15
Jürgen KERBER Cheftrainer U14
Mag. Josef JANSKY Co-Trainer U14
Mag. Bernd SCHREINER Cheftrainer U13
Gerd BAUER Co-Trainer U13
Mag. Tilo MORBITZER Individualtrainer
Roland RINNHOFER, MSc Sportwissenschafter / Athletiktrainer
Mag. Michael GRÄTZ, MSc Fitnesstrainer
Samir NAFFATI Fitnesstrainer
Klemens WINDBACHER, BSc Tormanntrainer
Dr. Andreas MONDL Teamarzt und Unfallchirurg
MMag. Alexander PFEIFER Sportpsychologe
Mag. Gerald KEMMER, BSc Physiotherapeut
Stefan LAMPRECHT, BSc Physiotherapeut
Jasmin VALLANT, BSc Physiotherapeutin
Oliver FILIP Physiotherapeut
Andreas GRECHTSHAMMER Utensilienmanager
Lukas HEGER Utensilienmanager

Betreuerteam U12- U6

Willi SCHULDES Sportlicher Leiter
Mag. Tilo MORBITZER Stv. sportlicher Leiter NWAKA
Mag. Florian FORSTER Trainer U12
Andreas GRECHTSHAMMER Trainer U12
Manuel HATOS Trainer U11
Thomas GOTTSBACHNER Trainer U11
Anton DORFMEISTER Trainer U10
Mag. Michael LUNGENSCHMID Trainer U10
Lukas JAROSCH Trainer U9
Dominik MARKSTEINER Trainer U9
Lukas KLINGER, BSc Trainer U8
Matias COSTA Trainer U8
Andreas SIMETH Trainer U7
Peter BENINGER Trainer U7
Manfred NEUMÜLLER Trainer U7
Peter BENINGER Trainer U6
Matias COSTA Trainer U6
Manfred NEUMÜLLER Trainer U6
Roland RINNHOFER, MSc Sportwissenschafter / Athletiktrainer
Mag. Michael GRÄTZ, MSc Fitnesstrainer
Samir NAFFATI Fitnesstrainer
David STAUDNER, BSc Tormanntrainer
Dr. Andreas MONDL Teamarzt und Unfallchirurg
Mag. Gerald KEMMER, BSc Physiotherapeut
Jasmin VALLANT, BSc Physiotherapeutin
Lukas HEGER Utensilien Manager
Andreas GRECHTSHAMMER Utensilien Manager

Scouting

Maurizio ZOCCOLA Leiter Scouting und Analyse
Mathias RINGLER Leiter Scouting
Anton HERZOG Scout Profis
Fritz RIEDMÜLLER Scout Profis
Harald SCHALLER Scout Profis
Mag. Vinzenz JAGER Scoutingkoordinator Nachwuchs
Michael KITTENBERGER Scout Nachwuchs
Mag. Nino RAUCH Scoutingkoordinator Nachwuchs
Milan SPRECAKOVIC Scout Nachwuchs
Manuel WEBER Scout Nachwuchs
Andreas MEJAVSEK Scout Nachwuchs

Trainer Special Needs Team-Manager

Jürgen KERBER Trainer
Matias COSTA Trainer
Lukas HEGER Trainer
Mario RAUSCH Trainer
Michael SOCHOR, B.A. Trainer

Links

Rapid-Viertelstunde vom 14.5.2017

  • Das neue Trainerduo
  • ÖFB-Cup gegen LASK
  • Special Needs Derby
  • Hilfe für Mandreko
    Konto: AT46 1200 0006 9727 5600, SK Rapid, Verwendungszweck „Sergej“
  • Rapid im Club 2×11

 

 

Fan Special von Forza Rapid

Forza Rapid lud zu einer Party ins Centimeter I anlässlich des Erscheinens des neuen Fan Special.

Kauft Euch diese Ausgabe beim morgigen Spiel, es ist mit viel Aufwand entstanden. Viele Interviews, Recherchen waren notwendig, um dieses Heft und dann auch die Party entstehen zu lassen.

Die meisten in der Ausgabe beschriebenen Helden waren auch anwesend, allen voran Roland Holziger, Verfasser der Rapid Chronik 1999, derzeit aber eher dem englischen Klubfußball, insbesondere dem Liverpool FC zugetan. Roland wird in den kommenden Ausgaben der Forza Rapid eine eigene Kolumne bekommen, wie Kersten Bogner, Manager der Forza Rapid verkündet hat.

Roland vermittelte uns einen Eindruck von dem Arbeitsaufwand und dem Zeitraum, der für die Recherche und Herstellung der Rapid-Chronik erforderlich war. Seine Ausführungen wurden immer wieder von Applaus unterbrochen. Man hat das Gefühl, dass seine Arbeiten mit der Rapid-Chronik um 10 Jahre zu früh gemacht wurden, denn Rapid war 1999 noch nicht dazu bereit, mit diesem Material ein Museum zu begründen. Das war den Erben von Roland vorbehalten.

Es wurde darüber berichtet, dass er eine alles übertönende Stimme im Block hatte und auch bei dieser Gelegenheit stimmten Roland, Jürgen und Jürgen das alte Lied „…Rapid wird niemals untergehen!“ an.

Karl Brauneder durfte das gespendete Bierfass unter fachkundiger Anleitung unseres Gastgebers Thomas Fackler anschlagen.

Unterhaltsam waren die Geschichten von Karl, der seine Karriere bei Rapid hat Revue passieren lassen. Besonders die Einlagen mit Zitaten von Otto Baric waren ein echte Einlage. Karl trainiert derzeit das Team von Mariahilf und wäre auch bereit in der Rapid-Jugend mitzuwirken, hat aber dazu kein Angebot. Wahrscheinlich ist dafür auch der Wandel in der Fußballwelt verantwortlich, Die Anforderungen an Trainer sind heute schon sehr hoch und die Ausbildung unserer Legenden kann mit den heutigen Ansprüchen möglicherweise nicht mehr mithalten. (Herbert Prohaska hat das auf die Frage, ob er noch einmal als Trainer arbeiten wollte, sinngemäß geantwortet.)

Thomas Fackler erzählt dann auch noch von der gemeinsamen Fußballfahrt nach Manchester zum Spiel gegen Celtic, die unter abenteuerlichen Bedingungen abgelaufen ist.

Die sehr prominent besetzte Party habe ich nicht bis zu ihrem Ende miterlebt, denn morgen ist ein arbeitsreicher Tag mit einem (hoffentlich) krönenden Abschluss im Spiel gegen Altach.

Gesehen habe ich

  • Karl Brauneder, Verteidiger bei Rapid, 1983-1994, 332 Einsätze, 26 Tore
  • Thomas Fackler, Wirt im Centimeter und Fan-Legende, Alte Garde
  • Roland Holzinger, Verfasser der Rapid-Chronik, zukünftig Kolumnist bei Forza Rapid
  • Kersten Bogner, „Manager“ bei Forza Rapid
  • Gregor Labes, „Ehrenkapitän“ bei Forza Rapid
  • Jürgen Zacharias, „Trainer“ bei Forza Rapid
  • Jürgen Hartmann, Fan-Legende, „Rapid, Sinn des Lebens“
  • Stefan Singer, Flo-Town-Boys, Mitgliederreferen bei Rapid
  • Hans Janda, Rapid-Fanclub Speising
  • Walter Grossmann, Klub der Freunde des S.C. Rapid
  • Mag. Werner Tomanek, Anwalt
  • Rocky

… und viele andere, insbesondere auch das Team von W24, die einen Bericht über die Veranstaltung in W24 vorbereiten werden.

Links

 

 

Geschenkideen

weil gerade Ostern ist…, hier ein paar Geschenkideen für Rapid-Fans


Rapid Fanplatte

http://fanplateskrapid.at

Rapid-Fußmatte

https://skrapid.matmaker.at/

Rapid-Lichtschalter

http://www.hager.at/neuheiten/schalterprogramm/sk-rapid-wien-fan-lichtschalter/20858.htm

Rapid-Leiberl

https://www.spreadshirt.at/sk+rapid+wien+scr-A23692532

Rapid-Torte

aus dem Seecafé Podersdorf

http://www.seecafe-podersdorf.at/tortenvielfalt/index.php/Seecaf—Torten/WP_20161123_20_50_19_Pro


Schöne Ostern wünscht EwkiL:Franz

Stammtisch: Gogo und Buitre

Stammtisch vom 13.4.2017

Es war kein Stammtisch wie jeder andere. Normalerweise interessiert dieser Stammtisch nur die Gruppe jener, die dem Verein nahe stehen wollen und das auch bedingungslos tun.

Heute aber waren sogar ORF und Servus vertreten, um die vermeintlichen „Verfallserscheinungen von Rapid“ als Bad News in Bild und Ton festzuhalten. Aber davon konnten sie nichts mitnehmen. Niemand beschönigte die Situation aber niemand wühlte in irgendeiner Schmutzwäsche. Man kann trotz größter Bemühung erhobenen Hauptes scheitern. Fußballer und ihr Anhang wissen das.

Gogo und Buitre

Hier sind zwei Trainer am angesehendsten Traineramt nach dem Bundestrainer gelandet, die sich das – so wie wir alle – nicht in dieser Form gedacht hätten. Alle im Saal fragen sich, ob diese beiden wohl die Richtigen sind, um das Ruder herumzureißen.

Goran Djuricin, genannt Gogo, erklärte seine dreitägige Abwesenheit mit einem obligaten Pflichtseminar im Rahmen der 13-stufigen Trainerausbildung in der Schweiz. Martin Bernhard, genannt Buitre musste natürlich zuerst seinen Spitznamen erklären. Er hat den schon als Kind bekommen, denn er verehrte einen Fußballer mit einem ähnlichen Namen, der dann auf „Buitre“ (=Geier) verkürzt wurde. Und von diesem Star hat er diesen Spitznamen geerbt. Goran und Damir kannten sich als Jugendliche aber ihre Laufbahn verlief sehr verschieden. Ich glaube fast, dass meine Vermutung hinkommen könnte, dass es Damir einfach sehr imponiert hat, dass ihn Gogo in Ebreichsdorf mit Altach aus dem Cup geworfen hat. Und dieser Zufall katapultierte Gogo und dann auch Buitre dieses Traineramt.

Beide Trainer versichern, dass man die Ärmel hochkrempeln werde um die Mannschaft für Samstag wettkampf-fit zu machen. Man hatte den Eindruck, als wären das Standardsätze, die in solchen Situationen gerne gesagt werden, denn Andy Marek hat auch gleich im Umkehrschluss gefragt, ob denn bisher unzureichend trainiert geworden wäre. Natürlich verneinten das beide.

Insgesamt dürften beide von ihrer neuen Funktion – ebenso wie die restliche Fußballwelt – überrascht worden sein.

Alle fragen sich, ob diese beiden die Retter von Rapid sein können und Fredy Bickel beantwortete das später so, dass er nicht glaubt, dass ein neuerlicher Wechsel im Traineramt jetzt vor Saisonende etwas anderes als eine neuerliche Verunsicherung der Mannschaft bewirken würde. Und so wird die Mannschaft ohne generalstabsmäßige Anweisungen seitens eines Cheftrainers auskommen müssen, denn Gogo und Butre sind eher zurückhaltende und gegenüber dem beurlaubten Canadi weniger fordernde Persönlichkeiten, was der Mannschaft eher den Druck von Seele nehmen könnte. Aber was schreibe ich; am Samstag werden wir es besser wissen.

Weiters stellte sich Fredy entschieden gegen Spekulationen in der Presse, dass er bereits einen Vorschlag für einen zukünftigen Rapid-Trainer hätte. Es wäre völlig falsch so etwas zum jetzigen Zeitpunkt zu diskutieren, weil das neue Trainer-Duo vollkommenen Rückhalt seitens des Vereins brauche.

Helge und Stefan

Es hört sich spannend an, wenn Helge Payer beginnt, seine ersten Kontakte mit der Kampfmannschaft als Ballbub hinter dem Tor von Michael Konsel zu schildern. Er erinnerte sich an eine Szene, bei der er den Ball rasch zum Tormann zurückgeworfen hat und unmittelbar danach die endgültige Entscheidung für Rapid gefallen ist.

Wir so oft, kommt der Zweier-Tormann dann ins Spiel, wenn sich der Einser-Tormann verletzt. So war es dann auch als Ladi Maier eine verletzungsbedingte Pause einlegen musste und Helge seine Chance unter Lothar Matthäus bekam. Zwar musste er gleich im ersten Spiel eine 0:4-Niederlage gegen PSG im Europacup hinnehmen aber dann in der Liga zeigte er sein Können und hat seinen Platz seit diesem ersten Einsatz sicher behauptet.

Helge ist nicht der einzige Spieler, auch Steffen hat das bei der Schilderung seiner Biografie genau so erzählt, dass von allen Trainern Josef Hickersberger bei ihm den größten Entwicklungsschub bewirkt hat.

Als unangefochtene Nummer Eins im Team bereitete sich Helge für die EURO vor, bis eine Thrombose ihn zunächst ans Krankenbett fesselte und schließlich seine Karriere viel zu früh beendet hat.

Er hat uns in seiner Erzählung zu verstehen gegeben, dass er seine Aufgabe als Analytiker im ORF sehr gerne hatte. Er brauchte zwar nicht lange, um sich für den Job bei Rapid zu entscheiden aber seine Begabung in der freien Rede und vor allem im verständlichen Erklären eines Spiels ist uns noch in bester Erinnerung und daher war sein doch etwas wehmütiger Abschied vom ORF verständlich.

Im Zuge des Interviews mit Andy Marek kam es zur Frage, was denn die Mehrzahl von Applaus wäre. Der erste Tipp „Appläuse“ wird von Duden nicht bestätigt, dieser meint, es solle richtigerweise „Applause“ heißen.

Was auch eine unserer eigenen Fragen beantwortet hat, ist die nach der Art des Einsatzes der beiden Torhüter. Andy Marek fragte, warum man nicht nach einem Tief des einen Tormanns einfach  den anderen einsetzt und umgekehrt. Da eine solche Vorgangsweise aber einer Art Bestrafung gleichkommt,  hätten wir gemeint, sie sollen sich einfach abwechseln. Doch Helge hat sich gegen einen solchen abwechselnden Einsatz ausgesprochen. Er sagte, dass der Tormann auch die Chance bekommen muss, Fehler machen zu können und dazu bedarf es des bedingungslosen Rückhalts seitens der Trainer. Ist dieser nicht gegeben, führt das zu einer Verunsicherung, die sich viel schwerwiegender auf die Leistung auswirkt als fallweise Fehler. Wenn seine Ablöse durch Fehler droht, versucht er diese Fehler zu vermeiden und seine Leistung sinkt.

Stefan Schwab als Akteur in diesen düsteren Tagen berichtete über seine Erfahrungen im Abstiegskampf mit der Admira, als damals erst in der letzten Runde durch einen Sieg in Mattersburg der Klassenerhalt gesichert werden konnte.

Alle Anwesenden Spieler verneinten, dass die Mannschaft gegen den Tainer spielen würde aber das ist eben eine jener Dinge, die man nicht ins Mikro sagt oder auch gar nicht bewusst wahrnimmt. Dass aber doch Einiges im gegenseitigen Umgang mit Damir Canadi nicht gestimmt hat, konnte man im Gespräch heraushören, wenn auch nicht klar ausgedrückt wurde, welche Elemente das konkret waren. Aber alle diese Unstimmigkeiten wurden wahrscheinlich auch dadurch ausgelöst, dass in wichtigen Situationen, zu denen eben das unglückliche Unentschieden gegen die Austria Anfang Februar gezählt hat, der Zufall so gar nicht auf der Seite von Rapid war und alle diese Umstände sich auf das Verhältnis zwischen Spielern und Trainer ausgewirkt haben.

Diskussionsrunde

Paul Österreicher, Nikolaus Rosenauer, Michael Hatz, Andy Marek, Christoph Peschek, Fredy Bickel und Klaus Pfeiffer (Sportredaktion Heute)

In einer abschließenden Diskussionsrunde wurde über die Berichterstattung diskutiert und in einem bemerkenswerten Plädoyer für die Organisation von Rapid stellte sich Christoph Peschek entschieden gegen die Wortmeldung von Hans Krankl, der bei Rapid mangelnde Kompetenz im sportlichen Bereich bemerkt haben will. Die Reaktion im Publikum war deutlich auf der Seite von Christoph und wurde von mehreren Applausen 🙂 unterbrochen. Ganz kurz zusammengefasst wäre es wenig hilfreich, wenn zum Beispiel über einem Sportdirektor ein übergeordnetes Sportgremium die Entscheidungen des Sportdirektors noch einmal beurteilen würde.

Christoph berichtete auch über eine für Rapid sehr günstige zukünftige Verteilung der Fernsehgelder entschieden wurde. Dabei werden zukünftig die Gelder nicht mehr gleichmäßig auf die Vereine aufgeteilt, sondern es gilt folgender Schlüssel: 30% Sockelbetrag, 20% Österreicher-Topf, 30% Sportlicher Erfolg, 20% Zuschauerzuspruch. Siehe auch Tagebuch-Eintrag „Zuschauergelder, leistungsgerecht verteilt“.

Ein treffender Spruch zum Abschluss: Rapid spielt nicht Fußball, um Geld zu verdienen, sondern Rapid verdient Geld, um Fußball spielen zu können.

Andy Marek: „Die Situation ist auch für mich ziemlich neu. Wir hatten Zeiten ohne Geld und ohne Erfolg. Dann hatten wir Erfolg trotz leerer Kassen, Jetzt wären die Kassen voll(er) aber der Erfolg bleibt aus.“ Wir alle hoffen jetzt auf die vierte Möglichkeit: volle Kassen und voller Erfolg!

Der Tenor aller Gäste ist, dass Rapid es schafft, aus dem Tief herauszukommen – wie könnte  es auch unter Rapidlern anders sein.


Seit vielen Jahren kenne ich Brigitte-Monika als treue Anhängerin von Rapid. Heute darf ich sie bei den Lesern des EwkiL:Tagebuchs begrüßen!

Unsere Runde in der Rekordmeisterbar vlnr: Frau Janda, Hans (beie Speising), Jürgen mit Sohn (Forza Rapid), Florian (EwkiL, Klub der Freunde), Gregor (Distel), Christian (Klub der Freund, GW Favoriten), im Vordergrund Walter (Klub der Freunde).

Erfolreich Scheitern

Ich glaube nicht, dass es allein an den beiden Trainerwechseln liegt, dass sich die Ergebnisse der Spiele so verschlechtert haben. Es ist legitim, dass die Vereinsführung – eben im Sinne einer Erhöhung der Chancen – alle Parameter optimiert. Die Gründe müssen in unserer Psyche und in menschlichen Fehleinschätzungen liegen, die im Fußball ganz besonders studiert werden können.

Das Glück des Tüchtigen

Wenn man zwei Mal hintereinander im Roulette gewinnt, meint man vielleicht, dass man ein Glückspilz ist, aber wenn sich das Glück in der nächsten Runde verabschiedet, ist man auch nicht sonderlich erstaunt – es ist ja reiner Zufall.

Wenn man sich aber um einen Job bewirbt und gemeinsam mit 10 anderen Kandidaten ins Rennen geht und gewinnt, dann stellt man einen Zusammenhang zwischen der eigenen Biografie und dem Erfolg her. Wird man dann gefragt, warum man diesen Job bekommen hat, dann antwortet man, dass man eben eine gute Ausbildung hätte, gute Referenzen usw. Dass es auch nur ein Zufall sein kann, das schließt man eher aus. Das ist sie, die rosarote Brille des persönlichen Erfolgs.

Dass Trainer gewechselt werden, ist im Fußball ganz normal. Und es sind nicht nur erfolglose Trainer, die sich verändern müssen, es sind auch durchaus Trainer, die sich Verdienste erworben haben, wie wir zuletzt bei Claudio Ranieri oder Zoki Barisic erlebt haben. Während es aber bei Leicester City nach dem Wechsel eine deutliche Verbesserung der Ergebnisse gab, war es bei Rapid genau umgekehrt.

Wobei man sich bei der Einschätzung der Ergebnisse bei Rapid davon beirren lässt, dass man meinte Büskens hätte sehr schlechte Ergebnisse eingefahren. Sie waren nicht gut (1,64 Punkte pro Spiel) aber die Ergebnisse des letzten Halbjahrs von Zoki waren auch etwa in dieser Größenordnung.

Das Problem war der unbedingte Glaube daran, dass Erfolg geplant werden kann. Und die daraus abgeleitete Forderung, dass die Mannschaft nicht einfach nur spielen sondern auch gewinnen muss. Dass sich diese Vorstellung so hartnäckig hält, ist menschlich verständlich aber falsch.

Dabei bewegen wir uns im Fußball in einem Metier, das uns diesen Irrtum fast täglich vor Augen führt, und dennoch halten wir daran fest.

Beispiel: Eine „unnötige“ rote Karte beim Derby begräbt bei Rapid die Hoffnung auf einen erfolgreichen Start in das Frühjahr. Eine „unnötige“ rote Karte beim gestrigen Halbfinalspiel der Bayern, verringert ihre Aufstiegschancen gewaltig. Niemand kann das planen oder verhindern. Nur das Niveau der Investitionen unterscheidet Bayern, Rapid und Untersiebenbrunn. Glück und Unglück sind auf jedem Niveau gleich gerecht(?) verteilt.

Zum Siegen verdammt

Der Fehler bei Rapid bestand in der Überzeugung, dass man Erfolg planen kann. Und dass man daraus ableitet, dass die Mannschaft dem Erfolgs-Muss folgen muss. Diesem Anspruch war die Mannschaft aber nicht gewachsen.

Und es war nicht nur der Verein, der diese Forderung nach einem Titel erhoben hat, es waren auch wir selbst, die wir daran glaubten. Und dieser Druck ließ die Mannschaft unter Büskens scheitern.

„Psychosomatische“ Verletzungen

Die unverhältnismäßig lange Verletztenliste wurde dem damaligen Trainer Mike Büskens kaum gut geschrieben. Der Kader war ja im Hinblick auf zukünftige Höhenflüge absichtlich etwas überdimensioniert.

Eine ziemlich wahnwitzige Theorie ist folgende:

Wir kennen ja alle das Phänomen, dass unser Organismus Erkrankungen hervorbringen kann, deren Ursache in der Psyche liegen. Wir nennen das „psychosomatisch“.

Wer sich an die Szene im Heimderby mit Stefan Schwab erinnert, als es zu diesem verhängnisvollen Knochenbruch ohne gegnerischen Einfluss gekommen ist, denkt man unwillkürlich an den Druck, der auf den Spielern lastet. Die Spieler wollen dem Erwartungsdruck entsprechen, was aber vermehrt zu genau solchen Verletzungen führen kann. Durch ihren Ausfall erfolgt dann aber eine Schwächung der Mannschaft und eine Negativspirale setzt sich in Bewegung.

Messias Damir

Es war Erleichterung und Hoffnung, die uns erfasst hat, als bekannt wurde, dass Damir Canadi Trainer bei Rapid wird.

Das Problem im Oktober 2016 war einerseits die Erwartungshaltung („ein Titel muss her“) und anderseits die nahende Generalversammlung, die wohl mit einem Trainer Büskens einen anderen Verlauf genommen hätte.  Aber mit dem Trainerwechsel verschaffte man sich Luft. Und sogar drei Auftaktniederlagen von Damir Canadi (RB, Genk, Sturm) wurden bei der Hauptversammlung am 28.11. mit der Hoffnung auf bessere Zeiten praktisch kritiklos geschluckt.

Ich war von der Selbstsicherheit des Vortrags von Damir Canadi bei der Veranstaltung „Doppelpass“ am 16. März überrascht. Dass ein Trainer mit dieser – zu diesem Zeitpunkt schon beachtlichen – Negativbilanz sagt, dass die Wende schon kommen werde, man müsse nur Geduld haben, dazu muss er schon sehr von der Richtigkeit seiner Vorgangsweise überzeugt sein.

Diese Selbstsicherheit kommt von der Fehleinschätzung des Erlebten.

Damir hatte mit Austria Lustenau und Altach Erfolg. Dass er selbst vielleicht nur der Begleitumstand dafür war, dass diese beiden Vereine alles dafür getan haben, um weiter nach oben zu kommen, auf diese Idee kam er nicht; und auch nicht das Rapid-Präsidium. Wenn jetzt jemand behauptet, er hätte es gewusst, (zum Beispiel prominente Analytiker) dann stimmt das so, wie jemand, der auf den Underdog wettet und damit (zufällig) Recht hat. Niemand konnte das wissen.

Wenn man etwas unternimmt, kann man Erfolg haben oder auch nicht. Erfolg ist etwas Besonders. Die meisten Menschen begnügen sich mit einem durchschnittlichen Job. Aber von denen, die nach Erfolg und nach höheren Positionen streben, erreichen nur wenige das Ziel , die meisten scheitern. Die Erfolgreichen meinen, dass sie wegen ihres eigenen Tuns Erfolg hatten. Dass es einfach nur Zufall gewesen sein kann, das will man nicht wahrhaben. Aber aus dieser fehlerhaften Selbsteinschätzung resultiert ein falsches Selbstbild.

Zur Illustration hier ein Zitat aus dem Buch von Florian Aigner über ein Experiment aus der Psychologie:

Es war nicht fair, aber es diente der Wissenschaft. Über hundert Monopoly-Partien mit recht merkwürdigen Spezialregeln veranstaltete der Psychologe und Sozialforscher Paul Piff an der Universität von Berkeley in Kalifornien. Bei jedem Spiel traten zwei Versuchspersonen gegeneinander an, wer von den beiden gewinnen würde, stand dabei jedes Mal bereits von Anfang an fest. Es gab nämlich immer einen reichen und einen armen Spieler. Der reiche startete mit doppelt so viel Spielgeld und durfte zusätzlich auch noch in jeder Runde eine doppelt so hohe Zusatzprämie einstreifen wie der andere. Das Schicksal der Spieler hing allein vom Zufall ab: Vor dem Spiel wurde durch einen Münzwurf entschieden, wer der bevorzugte und wer der benachteiligte Spieler sein würde.
Für die beiden Monopoly-Spieler war die Ungleichheit natürlich offensichtlich. Sie wunderten sich, akzeptierten die seltsamen Regeln und spielten ihr Spiel. Allerdings wussten sie nicht, dass Paul Piff das Spiel mit versteckten Kameras aufzeichnete und danach mit seinem Forschungsteam genau analysierte. Dabei zeigte sich Erstaunliches: Die reichen Spieler verhielten sich im Lauf der Zeit immer dominanter und unhöflicher, sie prahlten mit ihrem Reichtum und machten sich über ihre Gegner lustig. Am Spieltisch stand eine scheinbar bedeutungslose Schüssel mit Knabbergebäck – die reichen Spieler griffen viel öfter hinein, als würde ihnen auch davon ein größerer Teil zustehen als ihrem benachteiligten Gegenüber.
Nach dem Spiel wurden die Versuchspersonen dann gebeten, über ihre Erfahrungen beim Spiel zu erzählen. Und obwohl alle genau wussten, dass der Münzwurf bereits vor Beginn der Partie festgelegt hatte, wer das Spiel unweigerlich gewinnen würde, erzählten die erfolgreichen Spieler von ihren klugen Entscheidungen und ihrer durchdachten Spielstrategie. Sie sprachen über ihren Erfolg, als hätten sie durch ehrliche Leistung gewonnen und nicht bloß durch reinen Zufall.
Wenn uns ein Lottomillionär erklärt, er habe für seinen Sieg gar kein Glück benötigt, er sei einfach nur verdammt gut im Lottozahlenankreuzen, dann werden wir ihn auslachen. Doch genau dieser Fehler ist verblüffend häufig: Wir verwechseln glückliche Zufälle mit eigener Leistung. Die siegreiche Fußballspielerin erklärt, ihr Team sei heute einfach das mental stärkere gewesen. Dass ohne diesen glücklichen Lattenpendler in der zweiundachtzigsten Minute das Spiel vielleicht ganz anders ausgegangen wäre, ist längst vergessen. Der neue Junior-Manager ist stolz darauf, sich im Bewerbungsverfahren gegen hundert andere Jobsuchende durchgesetzt zu haben. Dass sein beruflicher Aufstieg ganz wesentlich damit zu tun hatte, dass sein Vater zufällig ein Schulfreund der Aufsichtsratsvorsitzenden ist, wird lieber nicht erwähnt. Wenn wir das Glück haben, in die richtige Familie hineingeboren zu werden, von lebensumwälzenden Krankheiten verschont zu bleiben und zum richtigen Zeitpunkt auf die richtigen Leute zu treffen, dann finden wir das ganz normal und denken kaum darüber nach.

Damir Canadi hatte bei Austria Lustenau und Altach Erfolg. Damir schloss daraus, dass nur das verwendete Spielsystem und seine Art, mit Spielern zu arbeiten, kombiniert mit Sturheit und Fleiß anzuwenden wäre und das würde dann auch bei Rapid so funktionieren. Konsequent, aber eben auf einem Irrtum beruhend. Und die Systemantwort auf diesen Irrtum haben wir schmerzlich erfahren müssen.

Denn wenn wir Erfolg haben, dann ist das sehr schön, aber Erfolg ist ein Glücksfall, sonst wär’s kein Erfolg. Denn Erfolg bedeutet, dass gleichzeitig viele andere scheitern. Bei Trainern sind das eben viele andere Anwärter, die auch mit Rapid ihr Glück versuchen wollen würden, Und der Fehler besteht darin, dass man nicht dem Zufall dankt, dass es so passiert ist, sondern man meint, man selbst wäre so gut drauf, dass es eben gelingen musste.

Personalentscheidungen

Wenn also Personen durch eine situationsbedingte Selbstüberschätzung in ihrer neuen Rolle Entscheidungen treffen sollen, ist es interessant, diese zu beleuchten. Warum hat sich Damir Canadi als Co-Trainer Goran Djuricin gewählt? Es kann einen ähnlichen Grund gehabt haben, wie der von Andy Müller und Mike Büskens – eine Seilschaft. Aber es kann auch sein, dass es der Umstand war, dass Ebreichsdorf im Cup einen Sensationssieg gegen Altach gefeiert hat. Und Canadis Meinung war immer die eines Feldherrn, dass hier nicht eine Mannschaft verliert, sondern immer der jeweilige Trainer. Wie gut musste also für ihn ein Trainer sein, der gegen Altach gewinnt?

Zufall gibt’s nicht

Zufälle gibt’s für Canadi nicht. (Unter dem Titel „Pech und Zufall gibt es nicht“ schrieb News am 4. Dezember einen Artikel über ihn). Das ist nun eine ziemlich unqualifizierte Aussage, die man belächeln kann, weil die Einsichten der Menschen verschieden sein können. Da nun aber der Zufall den Fußball (und unser Leben) dominiert, muss man sich fragen, ob eine solche „Gedankenfreiheit“ (positiv ausgedrückt) für einen Trainer von Rapid erlaubt sein darf.

Steffen spielt nicht gegen den Trainer

Bei einem Interview fragte der Reporter, ob denn nicht die Mannschaft gegen den Trainer spiele. Steffen verneinte das entschieden, denn das tue eine Mannschaft nicht.

Frage und Antwort beruhen auf einem Missverständnis. Die Mannschaft wurde gefragt aber Steffen hat wahrheitsgemäß für sich als Spieler geantwortet. „Mannschaft“ ist aber eine emergente Instanz ihrer beteiligten Spieler und keiner der einzelnen Spieler verkörpert „die Mannschaft“.

Jeder, der mit Gruppen zu tun hat, weiß, dass Gruppen ganz anders sein können, ganz entgegen dem Verhalten eines Einzelnen aus der Gruppe. Man kann in 11 Einzelgesprächen, die Motivation der Spieler zu „bearbeiten“ versuchen. Wenn aber die am Feld stehenden 11 Spieler, also „die Mannschaft“ etwas nicht will, dann geschieht das nicht.

Man weiß, dass das die Familie, das Milieu einen starken Einfluss auf die Kriminalitätsrate haben aber von dem Richter stehen nicht die Familie oder Das Milieu sondern ein einzelner Mensch.

So war das auch in Ried, als die Fans ihre Wut an den Spielern ausgelassen haben aber „die Mannschaft“ gemeint haben. Aber „die Mannschaft“ kann man nicht zur Rechenschaft ziehen.

Was ist emergentes Verhalten?

Mit Emergenz bezeichnet man die Umstand, dass eine Vielheit einzelner Objekte völlig neue Eigenschaften haben kann, die man einem einzelnen dieser Objekte nicht zuschreiben kann. In der Soziologie nennt man das gerne „Eigendynamik“ einer Gruppe.

Aber Emergenz finden wir auf allen Ebenen evolutorischer Entwicklung.

  • Ein populäres materielles Beispiel sind Sand. Wer Sandkörner durch die Hand rieseln lässt, kann daraus nicht schließen, dass diese Körner in großer Zahl unter dem Einfluss von Wasser und Wind sich zu den sonderbarsten Formen zusammenschließen können (Dünen, Rippelmuster, Sandbrücken…).
  • Kein einzelnes Gasmolekül hat die Eigenschaft „Druck“ oder „Temperatur“. Diese Eigenschaften gibt es nur für die Gesamtheit aller Moleküle in einem Bereich.
  • Der „Wählerwille“ ist eine solche emergente Eigenschaft vieler Wählerstimmen.
  • Aber auch das Erscheinungsbild großer Menschenmengen, wie etwa eine Truppenparade oder ein Schauturnen oder auch die Choreografie in einem Stadion gehören dazu – inklusive Platzsturm, der den Einzelnen mitreißt und ihn dann im Gerichtssaal sagen lässt, er hätte das nicht gewollt. Und beides stimmt. Er als Einzelner wollte das nicht aber als Teil der Gruppe hat es ihn mitgerissen. Bestraft werden aber nur Einzelne, nicht die Gruppe.
  • Auch das Internet ist eine riesiges Gebilde aus ziemlich primitiven Einzelnetzen, denen man keine der Eigenschaften des Gesamtnetzen „ansieht“.
  • Die gigantischste (uns bekannte) emergente Instanz ist aber unser Bewusstsein, beruhend auf Myriaden von Neuronen, die jedes für sich keine Ahnung von ihrer gesamtheitlichen Wirkung haben.

Und ein solches emergentes Verhalten zeigt jede Gruppe, die durch beliebige Motive zusammengehalten wird. Im Fußball ist es das Bestehen gegen einen Gegner, in dem sich diese emergenten Eigenschaften der Gruppe zeigen.

Es kann also sehr wohl sein, dass die Mannschaft mit einem Trainer „nicht kann“ und ihre einzige Möglichkeit, das zu zeigen, ist das jeweilige Ergebnis. Ja, die Mannschaft kann gegen ihren Trainer spielen und er selbst ist es, der das ändern könnte, es aber nicht tut.

Ein sehr interessantes Beispiel ist die Station „Pasching“ von Andreas Heraf im Jahr 2006, der von Schwanenstadt kommend in Pasching als Trainer angeheuert hat. Nach nur drei verlorenen Spielen beendete Andy dieses Dienstverhältnis, weil er mit der Mannschaft nicht klar kam. „Kurzes Vergnügen“, aus News vom 7.3.2006. Das erfordert aber eine gewisse Selbstkritik und Situationsanalyse, die wir leider bei Damir Canadi nicht erlebt haben – mit den bekannten Folgen. (Andreas Heraf ist zu Schwanenstadt zurückgekehrt und danach und bis heute erfolgreicher Trainer bei den  Jugendmannschaften des ÖFB.)

Fehler

Über „Fehler“ gibt es viele Sprüche, zum Beispiel: „Fehler sind da, um gemacht zu werden!“ und hier mein Favorit von Erich Kästner: „Fehler haben ihren Wert; jedoch nur hier und da. Nicht jeder, der nach Indien fährt, entdeckt Amerika.“

Einerseits lernt man aus Fehlern – sofern sie nicht tödlich sind. „Was Dich nicht umbringt, macht Dich stark“. Danach gemessen, müsste Rapid in der nächsten Saison Meister und Euro-League-Sieger werden:-)

Unser Fehler war in einem Wort

Selbstüberschätzung

der Anhänger, des Vereins, des Trainers.

  • Das Verwechseln von Zufall mit eigener Kompetenz. (Trainer)
  • Der Glaube, dass man Erfolg planen kann. (Führung)
  • Ein Druck, dem die Mannschaft nicht standgehalten hat.

Zoki Barisic war kein Startrainer. Er wurde aus einer zufälligen Situation heraus ins Rennen geschickt. Er hat nicht – wie Damir Canadi – auf eine vielbeachtete Karriere als Trainer zurückblicken können: und er hat Rapid dennoch zu Ansehen verholfen.

Wir brauchen keine Stars, wir machen Stars! Das ist doch irgendwie der Leitspruch eines Ausbildungsvereins.

Historikertreffen

In unregelmäßigen Abständen finden im Haus der Bundesliga Treffen von Fußballhistorikern statt.

Ich wurde etwa vor zwei Jahren von Herwig Gatterwe, Fanklubleiter von Grün/Weiß Nagelberg und Fußball-Chronist zu dieser Runde eingeladen. Herwig führt schon seit den 1960er Jahren genaue Aufzeichnungen über Spiele der obersten Spielklassen und der Nationalmannschaft und arbeitet mit einigen anderen Spezialisten  an einer gemeinsamen Fußballdatenbank der Bundesliga, zum Beispiel auch mit Gerald Pichler, der  Euch als Datenpfleger des Rapid-Archivs bekannt ist.

Neu: Fußballbibliothek

Thomas Pöltl stellte die Erste österreichische Fußballbibliothek der Büchereien Wien vor. Spezialisierte Standorte sind die Bücherei Philadelphiabrücke (500), Hauptbücherei am Gürtel (700), Bücherei der Raritäten (500), Bücherei Liesing (300). (In Klammer die ungefähre Anzahl der Fußballtitel.)

Thomas fährt per Fahrrad durch die Stadt aber nicht, ohne auch gleichzeitig Werbung für sein Projekt zu machen.

Hier ist der Bericht von Uwe Mauch aus dem Kurier vom 3. März 2017 „Der Fußballer und seine Fußballbibliothek“.

Neues Ligaformat

Ein spannender Tagesordnungpunkt über das neue Ligaformat ab 2018/19 wurde von David Reisenauer (Bundesliga) vorgetragen. Es gibt ja dazu zahlreiche Meinungen, die in andere Richtungen als die gerade beschlossene gehen aber David hat uns deutlich gemacht, dass diese Entscheidung auf einer breiten Grundlage alles Beteiligten (auch der Bundesligavereine) getroffen wurde und ihr eine gründliche und fundierte Evaluierung vorangegangen ist.

Ein wichtiges Motiv für das neue Ligaformat ist der Wunsch, das Interesse am Besuch der Stadien durch eine größere Anzahl spannender Spitzenspiele zu heben.

Ein weiteres Motiv sind die Finanzierungsschwierigkeiten von derzeit 20 Profivereinen, die durch die neue zweite Leistungsstufe (der Name für die neue zweite Leistungsstufe wird noch gesucht) als eine Mischform aus Profi- und Amateurelementen abgemildert werden. Durch Anreizsysteme soll das Ausstattungsniveau der Stadien erhöht werden.

Die österreichische Bundesliga folgt damit einer Reihe anderer Ligen, die alle bereits das Format in die Form einer zweistufigen Top-Liga geändert haben. Diese Länder sind: Schottland, Belgien, Dänemark, Polen, Ukraine, Griechenland, Cypern, Serbien, Bulgarien, Rumänien. Andere, etwa die Schweiz und die Tschechoslowakei dürften folgen.

Dass in Österreich 12 und nicht – wie in Dänemark – 14 Vereine in der obersten Liga sind, liegt an der Unterausstattung der österreichischen Vereine mit geeigneten Stadien.

Österreichisches Fußballmuseum

Weil der Autor zu den fußballhistorischen Fragen nicht viel beitragen kann (die Daten unserer Statistikseite sind Kopien des Rapid-Archivs), wurde er beauftragt, „Sondierungsarbeiten“ für ein zukünftiges Fußballmuseum zu beginnen. Schau ma amoi. 

Ohne Rapid geht nix

Dass sich in diesen Tagen Fußballinteressierte treffen und nicht über Rapid sprechen, das gibt es praktisch nicht. Über alle Klubgrenzen hinweg wird über Fehler der Vergangenheit und über Zukunftsszenarien diskutiert. Der Tenor ist, dass Rapid schließlich doch nichts mit dem Abstieg zu tun haben wird. (Vielleicht will man zu den anwesenden Rapidlern einfach nur nett sein.) Wie die Stadien der Erste Liga mit einem eventuellen Fanansturm aus Wien zurecht kommen würden, will man eigentlich gar nicht ernstlich überlegen. Eines ist jedenfalls sicher: sollte doch das Unaussprechliche passieren, wird deshalb die Liga auch nicht vorzeitig aufgestockt.

Wenn Autoren Kicken

Einladung zum Fußballmatch der Autoren (15:00) Eibesbrunnergasse und zur Buchpräsentation (19:00) in der Hauptbibliothek am 18. Mai.

Wir freuen uns auf das nächste Treffen im Juni in den Räumen der Bücherei der Raritäten.

Admira Juniors-Rapid II

1:2 (1:1)

Bei herrlichem Wetter (etwas kühl im Schatten) und besten Schnitzlsemmeln fand das Duell der Nachwuchsmannschaften von Admira und Rapid auf der Sportanlage in Traiskirchen statt. Eine klassische Wiener Würfeluhr dekoriert das ansonsten nüchterne Sportareal.

Durch die Regelung, dass nur drei Nachwuchsmannschaft in der Liga erlaubt sind aber gleichzeitig die Mattersburg-Amateure in der Burgenland-Liga auf Meisterkurs sind, müsste die drittplatzierte Mannschaft gegen die Mattersburg-Amateure Relegation spielen. Daher ist es für Rapid II sehr wichtig, sich von dem Tabellennachbarn, den Admira Juniors abzusetzen.

Anfangs schaute es nicht danach aus, denn unsere Mannschaft hatte weniger vom Spiel und schon nach zwei Minuten ging die Admira mit einem überraschenden aber herrlichen Weitschuss in Führung.

Nach einem Rot-Foul eines Admiraners in der 10. Minute spielte die Admira nur mehr mit 10 Mann und Rapid bekam mehr Spielanteile und konnte vor der Pause durch Albin Gashi ausgleichen.

Auch nach der Pause änderte sich nichts an der drückenden Feldüberlegenheit von Rapid II. Das Führungstor gelang dem eingewechselten Kelvin Arase.

Mit diesem Sieg konnte Rapid II den Abstand zu den Admira Juniors auf 4 Punkte erhöhen.

Der Sager des Tages: Eine Dame hinter uns, Admira-Anhängerin meinte nach dem 2:1 von Rapid sarkastisch: „Bei uns (Admira) steigt wenigstens nur die Zweier-Mannschaft ab“.

Pumuckl on Tour

Sooo müssen Fingernägel…

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